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Fabian Staudenmann gewinnt das Berner Kantonalfest

Fabian Staudenmann aus Guggisberg Sieger des Bernisch-Kantonalen Schwingfestes wird von Kollegen hochgetragen, fotografiert am Sonntag, 5. Juli 2026 im Wankdorf Stadion in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally ...
Fabian Staudenmann gewinnt das Berner Kantonale.Bild: keystone

Staudenmann gewinnt das Berner Kantonale + Zwei Sieger in der Innerschweiz

Fabian Staudenmann war der gefeierte Held beim Bernisch Kantonalen Schwingfest im Wankdorfstadion in Bern. Der Lokalmatador trotzte im Schlussgang dem bärenstarken Nordostschweizer Werner Schlegel einen Gestellten ab und gewann sein Teilverbandsfest zum dritten Mal.
05.07.2026, 17:5205.07.2026, 18:04

Staudenmann zeigte sich nach seinem zweiten Saisonsieg überwältigt. «In dieser Saison ist es mir noch nicht oft gelungen, dass alles zusammengepasst hat. Heute schon, und das bedeutet mir sehr, sehr viel», resümierte Staudenmann, der von der Rekordkulisse von mehr als 27'000 Zuschauerinnen und Zuschauern lauter gefeiert wurde als jeweils die Young Boys im Fussball. Noch nie zuvor hatte ein Teilverbandsfest so viele Fans angezogen wie der Anlass anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums des Bernisch Kantonalen Schwingerverbands.

Mit Staudenmann und Schlegel standen zwei Schwinger im Schlussgang, die zuvor all ihre fünf Gänge souverän gewonnen hatten. Dabei hatte insbesondere Schlegel ein «Monsterprogramm» zu bewältigen. Es ist nicht aussergewöhnlich, dass Gästeschwinger bei der Einteilung hart angefasst werden. Aber Schlegel bekam mit Adrian Walther, Matthieu Burger, Michael Moser und Matthias Aeschbacher gleich vier (!) Eidgenossen vorgesetzt - und legte alle auf den Rücken.

Werner Schlegel aus Hemberg (oben) kaempft gegen Adrian Walther aus Habstetten, fotografiert am Sonntag, 5. Juli 2026 im Wankdorf Stadion in Bern. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Werner Schlegel zeigte eine herausragende Leistung in Bern.Bild: keystone

Der einzige Makel: Bei keinem seiner Siege kriegte Schlegel die Maximalnote. Deshalb hatte er nach Punkten Rückstand, Staudenmann reichte im Schlussgang ein Gestellter zum Triumph. Der Berner riskierte in dem trotzdem attraktiven Gang nicht ganz alles, Schlegel seinerseits fand kein Rezept und musste sich trotz des herausragenden Auftritts letztlich mit Platz 2 begnügen. Staudenmann seinerseits feierte im fast ausverkauften Wankdorf-Stadion seinen 22. Kranzfest-Sieg, den dritten am Berner Kantonalen nach 2023 und 2024.

König Orlik verpasst Kranz

Anders als Schlegel erlebte Schwingerkönig Armon Orlik ein Fest zum Vergessen. Der nebst Schlegel zweite hochkarätige Gast aus der Ostschweiz musste gleich drei Niederlagen hinnehmen - die ersten seit seinem Triumph am Eidgenössischen im letzten Sommer in Mollis - und verpasste damit den Kranzgewinn.

Zuerst musste er sich im Anschwingen Michael Moser geschlagen geben, dann wurde er sensationell auch von David Lüthi und David Scheuner auf den Rücken gelegt. Lüthi und Scheuner holten in Bern ihren ersten Teilverbandskranz.

Zwei Sieger beim Innerschweizerischen...

Mit dem Innerschweizerischen fand im Schatten des Happenings von Bern noch ein zweites Teilverbandsfest statt. Und auch der Schlussgang von Arth SZ endete mit einem Gestellten. Und so feierten die beiden Luzerner Schlussgang-Teilnehmer Marc Lustenberger und Samuel Schwyzer am Ende einen geteilten Festsieg. Während Schwyzer seinen ersten Kranzfest-Erfolg feierte, war es für Lustenberger nach dem Ob- und Nidwaldner vor einem Jahr der zweite.

Samuel Schwyzer, links, und Marc Lustenberger, rechts, feiern den Festsieg nach dem Schlussgang beim 119. Innerschweizer Schwingfest in Arth im Kanton Schwyz vom Sonntag, 5. Juli 2026. (KEYSTONE/Urs F ...
Samuel Schwyzer (links) und Marc Lustenberger gewinnen in Arth.Bild: keystone

... und im Appenzell

Beim Appenzeller Kantonalfest in Gonten feierten gleich zwei Schwinger ihren ersten Kranzfestsieg. Der Thurgauer Silvio Oettli setzte sich im Schlussgang gegen den davor makellosen Martin Roth durch und holte damit in der Rangliste noch zum Einheimischen auf. (riz/sda)

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