Jetzt werden Schiris auch im Schweizer Fussball zu Profis
Seit dem 1. Juli wurden die Anstellungsbedingungen der sieben FIFA-Schiedsrichter angepasst. Ihre Pensen können neu bis auf 80 Prozent erhöht werden. Dasselbe gilt für Fedayi San, den einzigen Schweizer VAR der Top-Kategorie. Die übrigen Super-League-Schiedsrichter können maximal 40 Prozent, die Referees der Challenge League maximal 20 Prozent arbeiten.
«Der Verband hat den Anspruch, dass die besten Schiedsrichter und VAR die Schweiz regelmässig an internationalen Turnieren und Wettbewerben vertreten. Deshalb ist nur konsequent, dass die Besten im Profibereich möglichst viele Spiele leiten und in Funktionen im Video Operation Room im Einsatz stehen», sagte SFV-Präsident Peter Knäbel.
«Die Klubs erwarten zu Recht Top-Leistungen»
Die SFL-Klubs haben dafür einer Erhöhung des Budgets um 700'000 Franken zugestimmt. «Die Klubs erwarten zu Recht Top-Leistungen», so Liga-Boss Claudius Schäfer. «Mit dem VAR, der zunehmenden taktischen Komplexität und der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit steigen auch die Ansprüche.»
Mit den zusätzlichen Mitteln sollen neben den höheren Pensen auch verschiedene flankierende Massnahmen finanziert werden. Dazu gehören effizientere Administrationsprozesse, eine intensivere Spielvorbereitung und -nachbereitung, Verbesserungen im athletischen und medizinischen Bereich sowie eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Klubs.
Signalwirkung für den Nachwuchs
Die Verantwortlichen haben nicht nur die unmittelbare Zukunft im Blick. «Wir erhoffen uns dadurch auch eine Signalwirkung für junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, dass es möglich ist, in der Schweiz eine Karriere als Vollzeit-Referee zu machen», sagte SFV-Schiedsrichter-Chef Dani Wermelinger.
Zudem soll die Kommunikation rund um das Spitzenschiedsrichterwesen ausgebaut werden. Dazu gehören unter anderem die Offenlegung der Audio-Kommunikation bei umstrittenen Entscheiden und das Zeigen des VAR-Outputs bei Interventionen auf den Bildschirmen in den Super-League-Stadien. (ram/sda)
