Kein Handshake – Russin Andrejewa bezwingt Ukrainerin Kostjuk im French-Open-Halbfinal
Nach Spielende verzichtete Marte Kostjuk wie erwartet auf einen Handschlag mit Mirra Andrejewa am Netz. Damit wollen ukrainische Tennisprofis ein Zeichen des Protests gegen den russischen Angriffskrieg in ihrer Heimat setzen.
Die an Nummer acht gesetzte Russin die von der früheren spanischen Topspielerin Conchita Martínez trainiert wird, zeigte abermals eine starke Vorstellung und ist im Final am Samstag die Favoritin. Den zweiten Halbfinal bestreiten die polnischen Qualifikantin Maja Chwalinska und die Russin Diana Schnaider.
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Im Gegensatz zu Mirra Andrejewa zeigte Marta Kostjuk in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinal Nerven. Die 23-Jährige verlor erstmals nach 16 Siegen auf der Tour wieder ein Spiel, weil sie insgesamt 34 unerzwungene Fehler machte. Sie hatte dem Anschein nach auch Probleme mit dem Wind, ehe das Dach geschlossen wurde. Das Publikum war grösstenteils auf Seiten der Ukrainerin, doch auch diese Unterstützung half wenig.
Marta Kostjuk hatte nach ihrem Auftaktmatch in Paris öffentlich gemacht, dass hundert Meter von ihrem Elternhaus entfernt eine Rakete ein Gebäude zerstört habe. Sie zeigte an der Pressekonferenz auch ein Bild auf dem Handy, das die Zerstörung zeigen soll. Sie versuche, wann immer es geht, «an die Schrecken des Alltagslebens der Menschen» in ihrer Heimat zu erinnern, sagte Kostjuk.
Marta Kostjuk hatte im Turnierverlauf Viktoria Golubic aus dem Tableau geworfen, Mirra Andrejewa schickte Jil Teichmann nach Hause. (sda/dpa)
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