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French Open: Qualifikantin Chwalinska spielt sich in den Final

Poland's Maja Chwalinska reacts after winning the semifinal tennis match against Russia's Diana Shnaider at the French Open in Paris, Thursday, June 4, 2026. (AP Photo/Emma Da Silva)
Maja Ch ...
Als zweite Qualifikantin überhaupt schafft es Maja Chwalinska in den Final des French Open.Bild: keystone

Sensation am French Open: Qualifikantin Chwalinska spielt sich in den Final

Maja Chwalinska steht nicht in den Top 100, dafür aber sensationell im Final beim French Open. Dort trifft sie auf die Russin Mirra Andrejewa, die in einem brisanten Match eine Ukrainerin besiegt.
04.06.2026, 17:1005.06.2026, 07:13

Die Polin Maja Chwalinska hat ihren sensationellen Erfolgslauf beim French Open fortgesetzt und mit dem Finaleinzug einen Meilenstein gesetzt. Die 24-Jährige gewann gegen die Russin Diana Schnaider 7:6 (7:4), 6:4 und erreicht als zweite Qualifikantin überhaupt einen Grand-Slam-Final. Das Kunststück war auch Emma Raducanu beim US Open 2021 gelungen – die Britin holte damals sogar den Titel.

Dafür muss die Weltranglisten-114. Maja Chwalinska im Final am Samstag aber die klare Favoritin Mirra Andrejewa schlagen. Die 19-jährige Russin hatte kurz zuvor den brisanten Halbfinal gegen die Ukrainerin Marta Kostjuk 6:1, 6:3 gewonnen und ebenfalls erstmals in ihrer Karriere das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

Maja Chwalinska hatte zu Junioren-Zeiten gemeinsam mit Polens Tennisstar Iga Swiatek auch Doppel gespielt. Doch dann gingen die Karrieren der beiden weit auseinander: Swiatek gewann sechs Grand-Slam-Titel, Chwalinska plagte sich mit vielen Verletzungen und auch einer Depressions-Phase. Nun entnervte Maja Chwalinska mit ihrem geduldigen und taktisch variantenreichen Spiel auch Diana Schnaider.

Kein Handschlag bei Kostjuk-Andrejewa

Nach dem anderen Halbfinal hatte Marta Kostjuk wie erwartet auf einen Handschlag mit Mirra Andrejewa am Netz verzichtet. Damit wollen ukrainische Tennisprofis ein Zeichen des Protests gegen den russischen Angriffskrieg in ihrer Heimat setzen.

Die an Nummer acht gesetzte Mirra Andrejewa, die von der früheren spanischen Topspielerin Conchita Martinez trainiert wird, zeigte abermals eine starke Vorstellung und ist im Final am Samstag die Favoritin.

Im Gegensatz zu Mirra Andrejewa zeigte Marta Kostjuk in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinal Nerven. Die 23-Jährige verlor erstmals nach 16 Siegen auf der Tour wieder ein Spiel, weil sie insgesamt 34 unerzwungene Fehler machte. Sie hatte dem Anschein nach auch Probleme mit dem Wind, ehe das Dach geschlossen wurde. Das Publikum war grösstenteils auf Seiten der Ukrainerin, doch auch diese Unterstützung half wenig.

Kostjuk hatte nach ihrem Auftaktmatch in Paris öffentlich gemacht, dass 100 Meter von ihrem Elternhaus entfernt eine Rakete ein Gebäude zerstört habe. Sie zeigte auf der Pressekonferenz auch ein Bild auf dem Handy, das die Zerstörung zeigen soll. Sie versuche, wann immer es geht, «an die Schrecken des Alltagslebens der Menschen» in ihrer Heimat zu erinnern, sagte Kostjuk.

Marta Kostjuk hatte im Turnierverlauf Viktoria Golubic aus dem Tableau geworfen, Mirra Andrejewa schickte Jil Teichmann nach Hause. (sda/dpa)

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quelle: keystone / yoan valat
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