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Zverev bleibt US-Open-Titelfavorit und stellt deutschen Rekord auf

epa13227417 Alexander Zverev of Germany in action against Botic van de Zandschulp of the Netherlands in their men's singles quarter-final match at the US Open Tennis Championships at the USTA Bil ...
Alexander Zverev bleibt erster Anwärter auf den Sieg am US Open. Bild: keystone

Zverev bleibt in New York auf Titelkurs und stellt einen deutschen Rekord auf

Alexander Zverev ist beim US Open weiter auf Titelkurs. Nach einem ungefährdeten Erfolg gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp steht er in den Halbfinals und schafft zudem einen deutschen Rekord. Nächster Gegner ist der Russe Karen Chatschanow.
10.09.2026, 06:2210.09.2026, 06:22

Die ersten zwei Partien, in denen der topgesetzte Zverev sich gegen den Italiener Lorenzo Sonego beziehungsweise den Franzosen Quentin Halys in fünf Sätzen abgemüht hat, sind längst vergessen. Seither hat der Deutsche Fahrt aufgenommen, ist er ohne Satzverlust geblieben und hat er sich endgültig zum ersten Anwärter auf den Turniersieg in Flushing Meadows gemacht.

Beim 6:2, 7:5, 6:1 im ersten Duell mit Van de Zandschulp blieb Zverev auch in den wenigen kritischen Momenten Herr der Lage. Im zweiten Durchgang machte er die erste Möglichkeit des Niederländers, der im Ranking Platz 70 einnimmt, zum Servicedurchbruch nach einem langen Ballwechsel mit 33 Schlägen zunichte. Wenig später wehrte er bei einer 5:4-Führung und eigenem Aufschlag einen Satzball seines Kontrahenten ab, der beim US Open schon fünf Jahre zuvor – damals als Qualifikant – die Viertelfinals erreicht hatte.

Erneut Halbfinalist – und besser als Becker

Zverev stiess dank dem Sieg gegen Van de Zandschulp auch bei der vierten Grand-Slam-Veranstaltung des Jahres zumindest in die Halbfinals vor, was vor ihm lediglich acht Spieler in der Open Era geschafft hatten. Beim Australian Open war er in der Runde der letzten vier am Spanier Carlos Alcaraz gescheitert, beim French Open sicherte er sich endlich den lang ersehnten ersten Triumph bei einem Major-Turnier, in Wimbledon war der derzeit verletzte Weltranglisten-Erste Jannik Sinner im Final zu stark.

Die Highlights des Spiels.Video: YouTube/US Open Tennis Championships

In der laufenden Saison steht Zverev nunmehr bei 51 gewonnenen Einzeln, bei so vielen wie kein anderer Spieler auf der Tour. Auf Stufe Grand Slam entschied er bisher 23 Partien für sich, womit er eine nationale Bestmarke aufstellte. Boris Becker hatte vor 37 Jahren 22 Siege geschafft.

Zverevs nächster Gegner Chatschanow gewann seinen Viertelfinal gegen Alexander Blockx. Der Russe lag 6:2, 7:5, 3:2 voran, als der aufstrebende Belgier, Sohn ukrainischer Eltern, wegen sichtlicher Schmerzen im Oberkörper zur Aufgabe gezwungen wurde. Der Nummer 34 der Welt machte schon in der Runde zuvor gegen den Argentinier Francisco Cerundolo eine Rippenverletzung zu schaffen, die die Einnahme von Schmerzmitteln erforderte.

Chatschanow erreichte zum dritten Mal auf Grand-Slam-Ebene die Halbfinals, das zweite Mal in New York. Vor vier Jahren hatte er gegen den Norweger Casper Ruud den Kürzeren gezogen. In der folgenden Saison war er beim Australian Open am Griechen Stefanos Tsitsipas gescheitert.

Wiedererstarkter Chatschanow

Chatschanow fand mit Blick auf das US Open den Rank gerade noch rechtzeitig. Die Monate zuvor waren ganz und gar nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen. In der Weltrangliste rutschte er, der vor sieben Jahren zu den besten zehn Spielern gehört hatte, auf Platz 50 ab, seine schlechteste Klassierung seit gut neun Jahren.

Der Halbfinal gegen Zverev ist unter anderem eine Neuauflage des Finals der Olympischen Spiele vor fünf Jahren in Tokio. Damals setzte sich der Deutsche klar in zwei Sätzen durch. Von den insgesamt neun Partien gegen Chatschanow gewann Zverev sechs.

Den zweiten Finalisten machen die Amerikaner Frances Tiafoe und Ben Shelton unter sich aus. (abu/sda)

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