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Tour de Suisse: Reusser übernimmt nach dem Zeitfahren die Gesamtführung

Marlen Reusser from Switzerland of Movistar Team, reacts, during the third stage, a 120 km race with start and finish in Bad Ragaz, Switzerland, at the Tour de Suisse UCI WorldTour cycling women' ...
Marlen Reusser überzeugt beim Zeitfahren der Tour de Suisse.Bild: keystone

Marlen Reusser gewinnt das Zeitfahren und übernimmt die Gesamtführung

Marlen Reusser gewinnt die vierte Etappe der Tour de Suisse der Frauen, ein Einzelzeitfahren über 23,7 km, und übernimmt vor dem Schlusstag die Führung im Gesamtklassement.
20.06.2026, 12:5620.06.2026, 13:22

Reusser glaubte nicht, dass sie die 55 Sekunden Rückstand auf die als Gesamtführende ins Einzelzeitfahren gegangene Italienerin Elisa Longo Borghini auf dem vorwiegend flachen Parcours mit Start und Ziel in Aarburg wettmachen kann. Das gelang der 34-jährigen Bernerin jedoch, sie liegt nun zehn Sekunden vor der zweifachen Giro-Siegerin, die am Samstag den 5. Platz belegte.

Reusser wurde ihrer Favoritenrolle trotz nicht optimaler Vorbereitung infolge von Sturzverletzungen gerecht und feierte ihren 37. Profisieg, den ersten im Regenbogentrikot der Zeitfahr-Weltmeisterin. In diesem Jahr ist es der zweite Erfolg, nachdem sie Anfang April im Eintagesrennen «Quer durch Flandern» beim Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause triumphiert hatte.

Der zweitplatzierten Zoe Bäckstedt nahm Reusser elf Sekunden ab. Die als Toptalent geltende 21-jährige Schwedin hatte am Vortag im Sprint die dritte Etappe in Bad Ragaz für sich entschieden. Dritte wurde die Niederländerin Loes Adegeest, die 54 Sekunden auf die Schweizerin verlor.

Marlen Reusser strebt ihren dritten Sieg an der Tour de Suisse nach 2023 und 2025 an. Realistisch gesehen kann diesen nur noch Elisa Longo Borghini verhindern; die im Gesamtklassement drittklassierte Französin Cédrine Kerbaol hat bereits einen Rückstand von 1:20 Minuten auf die Lokalmatadorin. Die Ostschweizerin Steffi Häberlin, die zuvor als Vierte in der Gesamtwertung vor Reusser (5.) gelegen hatte, fiel nach dem 42. Rang im Einzelzeitfahren auf den 8. Platz zurück.

Das fünfte und letzte Teilstück am Sonntag hat es in sich, es ist die Königsetappe. Der 100 Kilometer lange Rundkurs mit Start und Ziel in Villars-sur-Ollon ist ein ständiges Auf und Ab mit langen Anstiegen und schnellen Abfahrten. Insgesamt geht es dreimal über den Col de la Croix, den höchsten Pass der Waadtländer Alpen. (riz/sda)

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