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Tour de France: Richard Carapaz gewinnt die Königsetappe

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Richard Carapaz jubelt, als er über die Ziellinie fährt. Bild: keystone

Carapaz gewinnt die diesjährige Königsetappe – Pogacar bleibt ungefährdet in Gelb

25.07.2026, 17:0325.07.2026, 17:49

Richard Carapaz gewinnt die Königsetappe der Tour de France, die wie schon am Freitag auf der Alpe d'Huez endet. Der Jurassier Yannis Voisard verpasst trotz starker Leistung den Sprung in die Top Ten im Gesamtklassement.

Der Ecuadorianer verwies in der Tageswertung den Belgier Remco Evenepoel und den Amerikaner Sepp Kuss mit knapp einer halben Minute Vorsprung auf die Plätze 2 und 3.

Tadej Pogacar stellte sich in den Dienst von Isaac del Toro und half seinem Teamkollegen aus Mexiko, Platz 3 hinter Evenepoel abzusichern. Der junge Franzose Paul Seixas verpasste damit das Tour-Podest. Pogacar und Del Toro fuhren als Vierter und Fünfter eine Minute nach dem Sieger durchs Ziel.

Yannis Voisard büsste als Tages-18. etwas mehr als neun Minuten ein. Im Gesamtklassement stiess der Schweizer nicht mehr in die Top 10 vor, obwohl er dem zehntklassierten Jordan Jegat noch zwei Minuten abnahm. Voisard hätte 6:39 Minuten aufholen müssen.

Neue Route

Die Alpe d'Huez wurde im Gegensatz zum Freitag diesmal von der Seite über den Col de Sarenne erreicht - eine Premiere im Rahmen der Tour de France. Der Kontrast zur Vortagsetappe hätte kaum grösser sein können: Während die klassischen 21 Kehren der Alpe d'Huez am Freitag von Lärm und Tausenden Fans gesäumt waren, herrschte am Samstag in den Bergen weitgehend Ruhe. Aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen blieb der Col de Sarenne auf rund 10 km für Zuschauer gesperrt.

Die Organisatoren hatten ursprünglich gehofft, die Spannung im Kampf um das Gelbe Trikot mit einer derart schweren Etappe unmittelbar vor dem Finale auf den Champs-Élysées aufrechterhalten zu können. Die Dominanz von Pogacar sowie der Ausfall von Jonas Vingegaard durchkreuzten dieses Wunschszenario allerdings.

Gleichwohl verlief der Tag animiert. Insgesamt waren am Samstag vier Pässe und 5450 Höhenmeter zu bewältigen. Carapaz hatte bereits am zweitletzten Hindernis, dem Col du Galibier, die achtköpfige Spitzengruppe gesprengt und sich 4 km vor der Passhöhe abgesetzt. Am Col de Sarenne war dann Kuss der Stärkste. Er überquerte die Passhöhe 20 Sekunden vor Carapaz, verlor seinen Vorsprung jedoch in der Abfahrt. Zweimal unterlief ihm ein Fahrfehler und er kam zum Stillstand.

Anstrengender Sonntag

Die Schlussetappe wird dank des seit den Olympischen Spielen 2024 eingeführten Dreifach-Circuits hinauf nach Montmartre Spektakel bieten. Die Zeit für das Gesamtklassement wird derzeit erst auf der Ziellinie gestoppt.

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Tadej Pogacar wird die Tour de France, wenn alles normal läuft, gewinnen.Bild: keystone

Da möglicherweise Regen einsetzen wird, könnte die Jury wie schon 2025 die Zeit für das Gesamtklassement jedoch bereits 50 Kilometer vor dem Ziel anhalten, damit auch Pogacar und Co. in den engen, mit Pflastersteinen versehenen Gassen angreifen können. Das würde allerdings auch das Sturzrisiko erhöhen. Ein Crash bliebe dann ohne Folgen für das Gesamtklassement. (riz/sda)

Schluss-Etappe vollständig nach Paris verlegt
Am Sonntag endet die 113. Tour de France in Paris anders als geplant. Statt 133 km stehen nur noch 89 an.

Wegen der Waldbrände im Südwesten des Landes und der damit benötigten Rettungskräfte wird die letzte Etappe deutlich verkürzt und komplett in die Hauptstadt verlagert.

Die Profis rollen in Paris los statt im Vorort Thoiry. Zwei zusätzliche Runden rund um die Champs-Élysées werden eingebaut, teilten die Veranstalter mit. Die drei Überquerungen des Montmartre-Hügels bleiben bestehen. (sda)
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