19-jähriger britischer Radprofi stirbt bei Portugal-Rundfahrt
Der Unfall ereignete sich auf der 166,8 Kilometer langen Etappe zwischen Melgaço und Fafe. Nach Angaben des portugiesischen Senders RTP kollidierte Tarling mit einem Fahrzeug, das nicht zum Rennkonvoi gehörte und in der Gegenrichtung unterwegs war. Die genauen Umstände des Unfalls wurden offiziell zunächst nicht bestätigt – die Organisatoren sprachen jedoch von einem sehr schweren Unfall. Das Rennen wurde nach dem Vorfall neutralisiert und bis ins Ziel nicht mehr regulär ausgetragen, die Siegerehrung in Fafe fiel als Zeichen der Anteilnahme aus.
Tarling fuhr für das NSN Development Team. Der Zeitfahrspezialist aus Wales galt als grosses Talent und hatte Grossbritannien sowohl auf der Strasse als auch auf der Bahn vertreten. Sein Team zeigte sich zutiefst erschüttert und beschrieb ihn als geschätzten Teamkollegen, «vor allem aber als Sohn, Bruder und Freund vieler Menschen».
Finlay Tarling ist der jüngere Bruder von Joshua Tarling, der für das WorldTour-Team Ineos Grenadiers fährt und zu den besten Zeitfahrern der Welt zählt – unter anderem gewann er 2023 WM-Bronze im Einzelzeitfahren.
Auch aus der Politik kam Anteilnahme: Der portugiesische Staatspräsident António José Seguro sagte, Tarlings Tod habe das Peloton, das Rennen und das Gastgeberland in Trauer versetzt. (car)
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