Sport
Wintersport

Olympia 2022: Das sagt Marco Odermatt zum Olympiasieg im Riesenslalom

Marco Odermatt, of Switzerland, celebrates winning the gold medal for the men's giant slalom at the 2022 Winter Olympics, Sunday, Feb. 13, 2022, in the Yanqing district of Beijing. (AP Photo/Luca ...
Odermatt wird von seinem Team gefeiert.Bild: keystone

Olympiasieger Odermatt: «Diese Medaille ist für alle Leute zuhause»

Marco Odermatt krönt eine noch junge, aber bereits höchst erfolgreiche Ski-Karriere mit Olympiagold. Im Riesenslalom hält der erst 24-Jährige der enormen Erwartungshaltung stand und wird Olympiasieger. Das sind die Reaktionen.
13.02.2022, 10:4313.02.2022, 15:08

Marco Odermatt

Olympiasieger:

«Vor ein paar Tagen ist auch schon geschrieben worden, ich könne nicht mit dem Druck umgehen. Das ist immer ein bisschen Ansichtssache. Es ist immer auf Messers Schneide. Ich habe im zweiten Lauf nochmals alles riskiert. Wieder ein Fehler wie im Super-G, dann stehe ich nicht auf dem Podest und hätte es wohl wieder geheissen, ich hätte die Nerven nicht. Aber auf diesem Niveau muss man riskieren. Wenn ich Vierter geworden wäre, dann hätte ich mich definitiv mehr geärgert.

Es ist unglaublich, dass mir alles so aufging. Ich wusste seit Beginn der Spiele, dass hier etwas möglich ist, obwohl wir bei der Materialabstimmung etwas Mühe bekundeten. Das Set-up habe ich übrigens auch vor dem zweiten Riesenslalom-Lauf nochmals komplett geändert. Ich nahm einen anderen Ski und auch eine andere Bindung. Das braucht doch etwas Mut, wenn man an Olympia nach dem ersten Lauf in Führung liegt.

Ich bin stolz, in die Fussstapfen von Carlo Janka treten zu können. Stolz bin ich auch, weil es immer so viel braucht, bis man mit einer Goldmedaille dasteht. Es braucht die Trainer, den Servicemann, die Skifirma, Sponsoren und natürlich auch die Familie. Es ist unglaublich, wie stark ein Athlet in allem unterstützt wird. Diese Medaille ist für all diese Leute zuhause.»

Zan Kranjec

Silber-Gewinner:

«Ich glaubte, dass ich eine Medaille holen kann. Mein Skifahren wurde in den letzten Wochen immer besser. Nach dem 1. Lauf hatte ich allerdings Zweifel, aber auch nichts mehr zu verlieren. Dann habe ich alles riskiert und mir ist ein grossartiger Lauf gelungen. Ich bin sehr glücklich. Mein Fokus nach Adelboden war, das Selbstvertrauen wieder zurückgewinnen für Olympia.»

Weitere Reaktionen

Marc Berthod, SRF-Experte:

«Was Marco zeigt, ist extrem eindrücklich. Ich weiss nicht, wie man sich so präsentieren kann, mit dieser Vorgeschichte, mit den Rückschlägen im Speed. Wie er das auf den Punkt bringt, ist unglaublich. Er hat sich von den Rückschlägen nicht beeindrucken lassen. Die Sichtverhältnisse waren so schwierig, aber ich habe nie gezweifelt, dass Odermatt das schaffen könnte.»

Carlo Janka, letzter Schweizer Olympiasieger im Riesenslalom:

«Herzliche Gratulation. Ein cooler Nachfolger. Es war die gleiche Ausgangslage wie bei mir und er ist das souverän zu Ende gefahren. Chapeau! Er ist der logische Sieger. Nachdem er letztes Jahr an der WM ausgeschieden ist, war es sicher wichtig für ihn, dass er hier liefern konnte. Das nimmt ihm für den Rest der Karriere sicher Druck weg.»

Gino Caviezel, 7. Platz:

«Es ist sehr schwierig im 2. Lauf. Ich wollte angreifen, doch es schlägt und rattert und hat Löcher. Es ist brutal zum fahren. Hier ohne Fehler runterzukommen, ist schwierig. Ich habe alles gegeben.»
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Schweizer Medaillengewinner bei Olympia 2022 in Peking
1 / 16
Die Schweizer Medaillengewinner bei Olympia 2022 in Peking
Ryan Regez, Skicross: Gold.
quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Olympia 2022? Pff! Diese 11 Alltags-Disziplinen sind viel anstrengender
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ein Fluchwort, eine Höchstnote und einige Muntermacher – das sind die Nati-Noten
Wer hat überzeugt beim 3:0 der Schweiz in Nordmazedonien? Wer muss sich noch steigern? Lesen Sie unsere Einzelkritik der Nationalspieler.
Seitdem er die Schweiz an der WM zum Achtelfinal-Sieg im Penaltyschiessen über Kolumbien gehext hat, wissen wir: Kobel ist so richtig angekommen in der Nati. Ob er auch in Skopje angekommen ist, dem Spielort dieser ersten Schweizer Nations-League-Partie, muss offen bleiben. Ganz einfach, weil er während 90 Minuten keinen einzigen Ball halten muss. Fazit darum: Wir sind überzeugt, Kobel hätte einen Ball, der auf sein Tor geflogen wäre, mirakulös pariert. Ob mit oder ohne WM-Bonus, dem Torhüter nach so einem Spiel eine Note zu geben, wäre etwas abenteuerlich.
Zur Story