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Olympia 2026: Schweiz-Trainer wird von Norwegen wegen Jubel kritisiert

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Während Atle Lie McGrath frustriert ist, jubelt im Hintergrund der Schweizer Trainer Thierry Meynet mit einem österreichischen Betreuer.Bild: keystone

«Ein schrecklicher Schweizer»: Norweger kritisieren Swiss-Ski-Trainer

Als Atle Lie McGrath im Olympia-Slalom einfädelte und Loïc Meillard somit die Goldmedaille gewann, gab es beim Schweizer Trainer Thierry Meynet kein Halten mehr. Weil er ausgerechnet neben McGrath jubelte, kam das bei den Skandinaviern nicht gut an.
17.02.2026, 10:5417.02.2026, 13:27

Es war ein richtiges Drama im Olympia-Slalom. Der Schweizer Loïc Meillard, Zweiter nach dem 1. Lauf, setzte in der Entscheidung eine neue Bestzeit und hatte mindestens die Silbermedaille sicher. Nur noch der Norweger Atle Lie McGrath hätte den Olympiasieg von Meillard verhindern können.

Doch nach bereits 15 Sekunden fädelte der Norweger ein und Meillard konnte sich über Olympia-Gold freuen. Während McGrath richtig frustriert war, sah man auf den TV-Bildern, wie der Schweizer Trainer Thierry Meynet kaum mehr aus dem Jubeln herauskam.

Dies fanden besonders die Norweger überhaupt nicht witzig. Die ehemalige Skifahrerin Maria Therese Tviberg nervte sich im norwegischen Fernsehen über das Verhalten von Meynet: «Er hätte zwei Sekunden warten können, bis Atle vorbei war. Ich fragte mich, ob er hingeht, um ihn zu verprügeln. Ich wäre so wütend gewesen. Ich kenne diesen Trainer und er kümmert sich nur um die Schweiz und seine Leute.» Als Tviberg gefragt wurde, wer der Trainer sei, antwortete sie: «Nur ein schrecklicher Schweizer.»

Auch der vierfache Olympiasieger Kjetil André Aamodt war nicht begeistert von Meynets Reaktion. «Ich hätte das nicht getan, wenn ich Schweizer Trainer wäre. Ich verstehe, dass er glücklich ist, aber sie haben bereits drei Olympiasiege errungen. Das war etwas Besonderes, aber es war wohl eine spontane Reaktion», sagte Aamodt, der aber nicht von einer absichtlichen Aktion ausgeht: «Ich glaube nicht, dass er es böse gemeint hat.»

Der Jubel ist auch den norwegischen Fahrern aufgefallen. Der betroffene McGrath sagt dazu: «Es war das Erste, was ich gesehen habe. Dazu muss ich nichts sagen, aber meine Meinung dazu ist klar. Das ist nur ein kleiner Tropfen in einem viel grösseren Eimer.»

Unterstützung erhielt er von seinem Teamkollegen Timon Haugan, welcher gegenüber Dagbladet zum Trainer-Jubel sagt: «Ich finde, er hätte sich zurückhalten sollen. Thierry, der dort jubelt, ist ein toller Kerl und sehr emotional. Er hat zwar das Recht dazu, aber es ist fraglich, ob er nicht hätte warten sollen, bis Atle vorbeigefahren ist.»

Nicht so dramatisch sah es Henrik Kristoffersen. «Die Trainer sind alle sehr anständige Leute. Das ist Sport, es geht um Emotionen, und was wäre Sport ohne Emotionen? Damit müssen wir einfach leben», erklärte der Gewinner der Bronzemedaille.

Die norwegische Zeitung fragte auch noch direkt bei Meynet nach. «Er ist rausgefahren, und ich habe es nicht gesehen. Ich habe 20 Sekunden gewartet, und was kann ich tun? Ich kann nichts anderes tun, als mich für Loïc zu freuen», erklärte der Slalom-Trainer. «Ich feiere nicht wegen dessen, was mit Atle passiert ist.»

Thierry Meynet, coach for the Swiss-Ski Federation talks with Loic Meillard of Switzerland in the finish area during the second run of the men's Slalom race at the Alpine Skiing FIS Ski World Cup ...
Meynet zusammen mit Loïc Meillard im Gespräch.Bild: keystone

Wie der Blick berichtet, hat sich Matteo Joris, Gruppencheftrainer der Schweizer Slalomfahrer, für den Jubel von Meynet bei den Norwegern entschuldigt. (riz)

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Die erfolgreichsten Schweizer an Olympischen Winterspielen
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Die erfolgreichsten Schweizer an Olympischen Winterspielen

15. Loïc Meillard (Ski alpin): 1x Gold, 1x Silber, 1x Bronze.

quelle: keystone / michael buholzer
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