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FIS-Boss verteidigt Pläne für jährliche Ski-WM: «Passend und stimmig»

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Franjo von Allmen auf dem Weg zum WM-Titel in der Abfahrt 2025.Bild: keystone

Neuer FIS-Boss verteidigt Pläne für jährliche Ski-WM: «Passend und stimmig»

Für Ski-Stars soll es künftig in jedem Jahr ein Saison-Highlight geben. Der neue FIS-Präsident Alexander Ospelt wehrt sich gegen die Kritik am Weltverband.
09.09.2026, 11:2209.09.2026, 11:22

Jeder vierte Ski-Winter ist einer ohne klaren Höhepunkt. In allen ungeraden Jahren ist eine WM, in einem der beiden anderen Jahre finden Olympische Winterspiele statt.

Diesen Umstand möchte der Weltverband FIS nun ändern. Ab 2032 soll auch im bislang «leeren» Jahr eine WM ausgetragen werden. Bei Swiss-Ski hiess es gegenüber dem «Blick», man halte die Idee für «absolut prüfenswert» und sei «grundsätzlich offen» dafür. «Es wäre eine WM mehr in vier Jahren. Das kann, wenn richtig aufgesetzt, einen Mehrwert bringen», sagte Co-CEO Diego Züger.

Ganz anders fiel die Reaktion in Österreich aus, dem zweiten grossen Land im alpinen Ski-Zirkus. Der ÖSV sprach sich entschieden gegen die Idee aus. «Eine Weltmeisterschaft muss etwas Besonderes bleiben», teilte der österreichische Skiverband mit. «Eine nahezu jährliche Austragung birgt aus ÖSV-Sicht die grosse Gefahr einer Inflationierung und damit einer schleichenden Entwertung des sportlichen Stellenwerts einer Weltmeisterschaft und eines WM-Titels.» Zudem befürchten die Österreicher Auswirkungen auf den Weltcup, dessen Bedeutung womöglich geschwächt werde.

Konstanter Kalender als Ziel

In einem Interview mit dem ORF verteidigte nun der neue FIS-Präsident Alexander Ospelt die Pläne. «Dass es jetzt so heiss diskutiert wird, begrüsse ich absolut», sagte der Liechtensteiner, der zum Nachfolger des umstrittenen Johan Eliasch gewählt wurde.

Alexander Ospelt, Praesident des internationalen Ski- und Snowboardverbands FIS, posiert fuer ein Portrait am Dienstag, 16. Juni 2026, am Haupsitz der FIS in Oberhofen am Thunersee. (KEYSTONE/Christia ...
FIS-Präsident Alexander Ospelt am Hauptsitz des Weltverbands in Oberhofen BE.Bild: keystone

Das Ziel ist es gemäss Ospelt, einen konstanten Weltcup-Kalender zu haben. «Es ist viel verlässlicher, wenn ich jedes Jahr das gleiche System habe, mit einer WM fix in jedem Februar und danach gibt es einen schönen Abschluss mit dem Weltcupfinal. Ich glaube, das wäre passend und stimmig», erklärte der 58-Jährige. «Aktuell gibt es dafür mehr Pro als Kontra.»

Skifamilie würde zusammenrücken

Die FIS müsse über die Alpenländer hinaus auch neue Märkte im Blick haben. Ospelt nannte etwa China, Japan oder Südkorea. «Dort eine WM zu veranstalten und ihnen die Chance zu geben, Teil eines grösseren Systems zu werden, ist für alle von Vorteil.» Auch kleinere Ski-Nationen, die nur bei einer WM und nicht im Weltcup dabei seien, würden profitieren. «In Summe bringt das die gesamte Skifamilie enger zusammen. Ich erkenne in diesem Plan viele Vorteile.»

Der FIS-Präsident will nun versuchen, die Österreicher, als einen der wichtigsten Verbände, an Bord zu holen. Am Mittwochabend trifft sich Alexander Ospelt in Innsbruck mit der ÖSV-Spitze. (ram)

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