Sport
Wintersport

Der digitale Windkanal soll Ski-Talenten auf dem Weg nach oben helfen

Green-Screen statt Wind: Ein neuer Schweizer Simulator analysiert mithilfe von KI die aerodynamische Rennposition von Skitalenten – und gibt in Echtzeit Rückmeldung, damit sie ihre Haltung optimieren  ...
Stefan Rogentin im «Digitalen Windkanal».Bild: fh gr

Der digitale Windkanal soll Ski-Talenten auf dem Weg nach oben helfen

Green-Screen statt Wind: Ein neuer Schweizer Simulator analysiert mithilfe von KI die aerodynamische Rennposition von Skitalenten – und gibt in Echtzeit Rückmeldung, damit sie ihre Haltung optimieren können.
26.06.2026, 20:2926.06.2026, 20:29

Der «Digitale Windkanal» solle eine kostengünstige, sichere und wetterunabhängige Alternative zu teuren Windkanal-Anlagen bieten, die dem Nachwuchs in der Regel nicht zur Verfügung stünden, teilte die Fachhochschule Graubünden mit. Mit dem System könnten die Sportlerinnen und Sportler ihre Haltung ganzjährig trainieren.

Green-Screen statt Wind: Ein neuer Schweizer Simulator analysiert mithilfe von KI die aerodynamische Rennposition von Skitalenten – und gibt in Echtzeit Rückmeldung, damit sie ihre Haltung optimieren  ...
Rogentins Position wird vermessen.Bild: fh gr

In einem echten Windkanal erzeugen Turbinen den Fahrtwind. Sensoren messen dann, wie gross der Luftwiderstand bei verschiedenen Körperhaltungen ist. So lässt sich ermitteln, welche Position die Athletinnen und Athleten am wenigsten abbremst.

KI statt Wind

Im «Digitalen Windkanal» stehen die Sportlerinnen und Sportler auf Skiern vor einem Green-Screen. Per Kamera und KI wird die Körperhaltung erfasst und analysiert. Das System leitet aus diesen Daten ab, wie aerodynamisch die Position ist. Die Sportlerinnen und Sportler sehen ihre Position direkt auf einem Monitor und können sie sofort anpassen.

Ein Prototyp des Geräts wird seit Ende Mai in einer Studie am Sport-Gymnasium Davos getestet. An der Untersuchung, die bis Oktober 2026 dauert, nehmen 17 Athletinnen und Athleten teil. Projektpartner sind neben der FH Graubünden die Universität Bern, das Sport-Gymnasium Davos und Swiss-Ski. Langfristig soll der Simulator laut der FH Graubünden als Standardinstrument an den drei nationalen Nachwuchsleistungszentren von Swiss-Ski in Brig, Davos und Engelberg eingeführt werden. (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Schweizer Medaillen an den Olympischen Spielen 2026
1 / 21
Die Schweizer Medaillen an den Olympischen Spielen 2026

Franjo von Allmen, Ski alpin: Gold Abfahrt, Gold Super-G, Gold Team-Kombination.

quelle: keystone / alessandro della valle
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ich hasse Wind!»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Ditaji Kambundji verpasst Podest nur knapp – «Ich bin mega enttäuscht»
Ditaji Kambundji hat im Final über 100 m Hürden an der Leichtathletik-EM in Birmingham nur knapp eine Medaille verpasst. Die Schweizerin lief auf Rang 4 – nach überstandener Verletzung und wochenlanger Wettkampfpause ein Ergebnis mit zwei Seiten für sie.
In einem Interview mit SRF nach dem Rennen machte Kambundji ihrer Enttäuschung zunächst deutlich Luft: «Ich bin mega enttäuscht um den 4. Platz, habe mehr erwartet diese Saison und gehofft, dass es besser läuft.» Auch wenn sie sich nach ihrer Verletzung wieder nach oben gekämpft habe, könne sie sich «eigentlich zufriedengeben» – trotzdem bleibe eben dieses Aber.
Zur Story