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Eurovision Song Contest

ESC Nemo: Wegen «behind the scenes»-Video sind jetzt alle Fan

Video: watson/lucas zollinger

Wegen dieser Szene feiert die ganze Welt jetzt Nemo

15.05.2024, 13:5115.05.2024, 15:18
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Menschen auf der ganzen Welt feiern gerade Nemo. Und zwar nicht (nur), weil Nemo den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Sondern vielmehr auch deswegen, wie Nemo gewonnen hat. Wegen Nemos nahbarer und bescheidener Art. Ein Video, aufgenommen von einem ESC-Fan im Stadion in Malmö, kurz vor Nemos grossem Auftritt im Final, zeigt genau diese. Und geht jetzt auf Social Media viral:

Video: watson/lucas zollinger

Im Clip, den die österreichische Radiostation FM4 auf TikTok gepostet hat, ist zu sehen, wie eine Bühnenhilfe Nemos Schuhe putzt. Nemo – vor dem wichtigen Auftritt, der später den Sieg einbringen sollte, sichtlich nervös – nimmt sich die Zeit, bedankt sich und umarmt sie. Das Video hat auf TikTok über eine Million Aufrufe und unzählige positive Kommentare.

Nemo begeistert Menschen
auf der ganzen Welt

Unterdessen wurde das Video auch in anderen sozialen Medien weiterverbreitet. So auch auf der Plattform X (ehemals Twitter). Auch dort sind Nutzerinnen und Nutzer aus aller Welt voll des Lobs für Nemo und diese Aktion.

Nemos menschliches, nahbares und bescheidenes Verhalten gegenüber der Bühnenhilfe wird als «grüne Flagge» bezeichnet. Als «grüne Flagge» bezeichnet man ein Gefühl oder Anzeichen dafür, dass eine Person herzensgut und ehrlich ist.

Kommentar zu Nemos Performance und einem «behind the scenes»-Moment im ESC-Finale. Mai 2024.
Bild: twitter / @JamesArchieJO

«Massive grüne Flagge».

Von einem anderen User wird Nemos Energie und Verhalten mit derjenigen eines Golden Retrievers verglichen. Diese Hunde sind für ihr treuherziges Wesen bekannt.

Kommentar zu Nemos Performance und einem «behind the scenes»-Moment im ESC-Finale. Mai 2024.
Bild: twitter / @JamesArchieJO

«Nemo versprüht Golden-Retriever-Energie. Ich liebe es, das zu sehen, so ein verdienter Sieg!»

Auch als bescheiden wurde Nemo bezeichnet:

Kommentar zu Nemos Performance und einem «behind the scenes»-Moment im ESC-Finale. Mai 2024.
Bild: twitter / @JamesArchieJO

«Nemo wurde heute Morgen im irischen Radio interviewt. Nemo wirkt wie eine bescheidene und liebenswerte Person. Gratulation an Nemo und an die Schweiz.»

Dank des Videos auf Social Media scheint Nemo nun auch bei Menschen, die den ESC nicht verfolgt haben und Nemo noch nicht kannten, neue Anhängerinnen und Anhänger gefunden zu haben.

Kommentar zu Nemos Performance und einem «behind the scenes»-Moment im ESC-Finale. Mai 2024.
Bild: twitter / @JamesArchieJO

«Ich kenne Nemo nicht, aber jetzt mag ich Nemo.»

«Haar in der Suppe bleibt»

Von Fans und Medien auf der ganzen Welt wird Nemos Sieg als historisch gewertet und gefeiert – Nemo ist die erste non-binäre Person, die den ESC gewann. Einzig die deutsche Tageszeitung taz schrieb online, dass «ein Haar in der Suppe» bleibe. Nemo habe sich Boykottwünschen wider Israel und dessen Sängerin Eden Golan angeschlossen und habe damit als nicht-binäre Person Exkludierungsfantasien, was «kurios» sei.

Mit welcher konkreten Aktion Nemo die israelische Teilnahme am ESC boykottiert hatte, wird im Artikel der taz nicht weiter ausgeführt. Vielleicht wurde Nemos Fehlen bei der Flaggenparade an der Hauptprobe von der taz als solche gewertet. In Schweizer Medien hiess es jedoch, Nemo habe dem Programmpunkt nicht aus Protest, sondern aufgrund emotionaler Belastung nicht beigewohnt. So ist nicht klar, inwiefern Nemo an diesen «Boykottwünschen» teilgehabt haben soll. (lzo)

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76 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Mein Senf
15.05.2024 15:35registriert Februar 2020
Irgendwie verstehe ich die Argumentation der taz nicht. Nur weil Nemo als non-binäre Person für non-binäre Personen Akzeptanz und Inklusion fordert, muss er nun gegen jegliche Exklusion wo auch immer sein? Macht irgenwie wenig Sinn. Schliesslich gibt es Gründe, warum man die Inklusion von non-binären Personen fordert und ANDERE Gründe, warum man beispielsweise eine Exklusion Israels unterstützt. Aber ich weiss: Differenziertes Denken ist je länger je weniger gefragt...
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Müller Lukas
15.05.2024 15:50registriert August 2020
Eine nonbinäre Person darf also zum Nahostkonflikt keine Stellung beziehen - nur weil sie nonbinär ist?
Kurios... 😂
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rock-n-roll
15.05.2024 17:42registriert November 2017
Unabhängig von der ganzen Diskussion um die "Non-Binarität", finde ich diesen jungen Mann einfach unglaublich talentiert und freue mich wieder (oder endlich) einen richtig talentierten Schweizer Musiker zu wissen. Das er auch noch dermassen bescheiden und freundlich ist, macht ihn noch Einzigartiger! Ich wünsche ihm noch viele Jahre Erfolg und Krativität!
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