Dieser 21-Zentimeter-Zwerg ist das neuste Mitglied der mexikanischen Nationalgarde
Der Chihuahua «Comando» ist das kleinste Mitglied der mexikanischen Nationalgarde. Der 21 Zentimeter grosse und sieben Kilogramm schwere Hund ist vor einigen Monaten zur Truppe gestossen.
Die Nationalgarde hat ihn adoptiert, weil seine vorherigen Besitzer, ein altes Ehepaar, sich nicht mehr um ihn kümmern konnten. Im Video siehst du, wie es ihm bei seiner neuen Familie ergeht:
Laut Reuters wird Comando auf Such- und Rettungseinsätze spezialisiert. Sein Haupteinsatzgebiet sind aber öffentlichen Veranstaltungen, Schulfeste und Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit. So soll er kürzlich bereits an der Gedenkparade zum mexikanischen Unabhängigkeitstag in der Hauptstadt teilgenommen haben.
An solchen Events soll er dabei helfen, uniformierte Beamte der Öffentlichkeit näherzubringen. Weil er so klein sei, traue sich die Zivilbevölkerung, sich ihm zu nähern und ihn zu streicheln und komme so auch ins Gespräch mit den Nationalgardisten, erklärt Leutnantin Debora Hernandez. Ausserdem soll er dabei helfen, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. Das Vorurteil, dass nur grosse Hunde sich als Diensthunde eignen, sei heute noch weit verbreitet.
Hauptsächlich Arbeitsrassen
Das sieht man auch an der bisherigen Zusammensetzung der Hundestaffel der mexikanischen Nationalgarde. Diese besteht aus rund 350 Tieren, die hauptsächlich Arbeitsrassen wie dem Belgischen Malinois, Schäferhunden, dem Labrador und dem Xoloitzcuintli, einer symbolträchtigen mexikanischen Rasse, angehören.
Dass sich auch Chihuahuas als Diensthunde eignen, zeigt sich bereits in ihrem Wesen. Sie gelten als wachsame und energiegeladene Begleithunde. Einzig ihre Grösse und ihr Körperbau beschränken ihre Einsatzmöglichkeit. So kommen sie nicht für Personenfestnahmen, Fährtenlesung oder anspruchsvolle Patrouilleneinsätze in Frage.
Comando soll jedoch hauptsächlich dazu beitragen, das Image der Sicherheitskräfte etwas aufzubessern. Die Einheit wurde 2019 unter ziviler Führung gegründet, 2024 jedoch der Kontrolle der Armee unterstellt wurde. Diese Massnahme hatte im Land eine Debatte über die zunehmende Militarisierung der öffentlichen Sicherheit ausgelöst. (lzo)
