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Donald Trumps «Great American State Fair» wird im Internet zum Gespött

Video: watson/lucas zollinger

Trumps «Great American State Fair» verkommt zum «Great American State Fail»

Zum 250. Geburtstag der USA richtet Donald Trump eine «grossartige» Messe aus. Nach dem Eröffnungswochenende zieht das Internet eine vernichtende Bilanz.
29.06.2026, 17:2429.06.2026, 17:24

Am 4. Juli feiern die USA ihren 250. Unabhängigkeitstag. Unter dem Namen «Freedom 250» finden bereits jetzt verschiedene Feierlichkeiten statt. Auch der kontroverse UFC-Kampf vor dem Weissen Haus Mitte Juni gehörte in diese Veranstaltungsreihe.

Jetzt sorgt bereits der nächste Anlass im Internet für Spott: die «Great American State Fair». Die Messe findet seit dem 25. Juni auf der «National Mall» in Washington, D.C., statt. Es gebe Ausstellungen aus den 56 US-Bundesstaaten und -Territorien, Live-Unterhaltung, kulturelle Veranstaltungen, Attraktionen für die ganze Familie, Innovationsausstellungen und spektakuläre Überflüge, heisst es vom Veranstalter. Was aber offenbar fehlt – wenn man unzähligen Clips und Bildern auf Social Media glaubt –, sind Besucherinnen und Besucher. Und das, obwohl der Eintritt gratis ist:

Video: watson/lucas zollinger

Laut dem US-Präsidenten und ihm nahestehenden Medien ist die Veranstaltung natürlich ein grosser Erfolg «vollgepackt mit glücklichen Leuten».

Glaubt ihr, dass die Leute zu schätzen wissen, was für eine fantastische Leistung wir beim Aufbau und Betrieb der Great American State Fair auf der National Mall vollbracht haben – voller glücklicher Menschen, und alle waren begeistert? Stellt euch diese einfache Frage: «GLAUBST DU, DASS OBUMA ODER DER SCHLÄFRIGE JOE BIDEN DAS HÄTTEN SCHAFFEN KÖNNEN?» DIE ANTWORT LAUTET: NEIN!

Das ist aber nur Trumps Darstellung der Dinge. Das Internet sieht das Ganze etwas anders. Nach dem Eröffnungswochenende finden sich auf Social Media etliche Beiträge von Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Schadenfreude über den Anlass teilen.

Für den US-Präsidenten ist die Anzahl Menschen, die bei seinen Veranstaltungen auftaucht, eine Art Währung. In der Vergangenheit hat er immer wieder damit geprahlt, riesige Massen mobilisieren zu können. Bei der «Great American State Fair» scheint ihm dies nun nicht zu gelingen, wenn man diesen Posts glaubt:

«Ich bin gerade von Donald Trumps Great American State Fair zurückgekommen und bin total begeistert von diesem Erlebnis. Ich war auf der Suche nach einem Ort zum Lernen, und die Messe war perfekt dafür, weil überhaupt niemand da war und es dort leer und ruhig war. Besser als eine Bibliothek!»

My new kink is looking at photos of a nearly empty Great American State Fair. Trump fails yet again.

— Race Bannon (@racebannon.bsky.social) 28. Juni 2026 um 01:47
«Mein neuer Fetisch ist es, mir Fotos einer fast leeren Great American State Fair anzuschauen. Trump versagt wieder einmal.»
«Trumps Messe heute. Dutzende Besucher.»

Auch in der verspiegelten Sonnenbrille dieses Musikers haben die Userinnen und User gesehen, dass es kaum Besucherinnen und Besucher hatte.

Und selbst die Posts von Trumps eigenen Angestellten – hier von seiner Pressesprecherin Karoline Leavitt – werden auf Social Media als Beweis dafür herangezogen, dass das Gelände praktisch leer ist.

Ausstellungen, Food, Triumphbogen – auch Veranstaltung selbst wird kritisiert

Der Messe sollen aber nicht nur die Besucherinnen und Besucher fehlen. Auf Social Media häufen sich die Berichte darüber, dass auch die Organisation der Messe zu wünschen übrig lasse.

Wie man es schon im Namen hört, soll die Messe die Bundesstaaten der USA repräsentieren. Offenbar haben aber gar nicht alle mitgemacht. Und so sollen im Pavillon von Maine und Connecticut einfach ein paar Stühle stehen.

Die Ausstellung von North Carolina soll derweil von privaten Sponsoren kuratiert worden sein, weil der Staat wegen der hohen Kosten nicht habe teilnehmen wollen.

Andere Staaten haben zwar eine Ausstellung organisiert, aber diese seien mitunter so lieblos, dass sie bereits mit legendär gescheiterten Veranstaltungen wie dem «Fyre Festival» oder der «Willy Wonka Experience» in Schottland verglichen werden.

«Ich habe gerade gehört, wie jemand Trumps ‹Great American State Fair› als die amerikanische Version der schottischen ‹Willy Wonka Experience› bezeichnet hat… Und ich kann mich vor Lachen kaum halten.

Die Nutzerin spielt auf dieses Debakel an:

Auch das Essen wird im Netz kritisiert. Zudem sei am Eröffnungswochenende der Strom in der Verpflegungsmeile ausgefallen, woraufhin das ganze Glace geschmolzen sei, heisst es in einem Post auf der Plattform X.

Der US-Präsident verkündete bereits letztes Jahr, er wolle in Washington, D.C., einen Triumphbogen bauen. Im Rahmen der Messe hat er der Welt nun bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf gegegeben. Nur: Auch dieses Gebilde erntet online Häme:

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Bikemate
29.06.2026 17:35registriert Mai 2021
"zieht das Internet eine vernichtende Bilanz" Das Internet hat doch keine Ahnung. Es war die beste 250 Jahre Feier der USA die es je gab. Ehrenwort!
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Bruchpilot
29.06.2026 17:44registriert Juli 2020
Ein Fastfood-Burger mit etwas Pommes für 27 Dollar 🤔

Lasst mich raten... Gehören dem Besitzer der Cateringfirma per Zufall auch einige Golfclubs?
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Gurgelhals
29.06.2026 17:40registriert Mai 2015
Jede Wette: In ein paar Wochen erfährt man dann, dass diese hochnotpeinliche "Wenn du Jubiläumsfeiern auf Temu bestellst"-Geschichte "offiziell" natürlich das 100-fache dessen gekostet hat, als man angesichts des Resultats erwarten würde, weil Trömp & Co. natürlich >95% der für das Jubiläum gesprochenen Gelder stillschweigend in die eigene Tasche abgezweigt haben.
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