Trumps «Great American State Fair» verkommt zum «Great American State Fail»
Am 4. Juli feiern die USA ihren 250. Unabhängigkeitstag. Unter dem Namen «Freedom 250» finden bereits jetzt verschiedene Feierlichkeiten statt. Auch der kontroverse UFC-Kampf vor dem Weissen Haus Mitte Juni gehörte in diese Veranstaltungsreihe.
Jetzt sorgt bereits der nächste Anlass im Internet für Spott: die «Great American State Fair». Die Messe findet seit dem 25. Juni auf der «National Mall» in Washington, D.C., statt. Es gebe Ausstellungen aus den 56 US-Bundesstaaten und -Territorien, Live-Unterhaltung, kulturelle Veranstaltungen, Attraktionen für die ganze Familie, Innovationsausstellungen und spektakuläre Überflüge, heisst es vom Veranstalter. Was aber offenbar fehlt – wenn man unzähligen Clips und Bildern auf Social Media glaubt –, sind Besucherinnen und Besucher. Und das, obwohl der Eintritt gratis ist:
Laut dem US-Präsidenten und ihm nahestehenden Medien ist die Veranstaltung natürlich ein grosser Erfolg «vollgepackt mit glücklichen Leuten».
Das ist aber nur Trumps Darstellung der Dinge. Das Internet sieht das Ganze etwas anders. Nach dem Eröffnungswochenende finden sich auf Social Media etliche Beiträge von Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Schadenfreude über den Anlass teilen.
Für den US-Präsidenten ist die Anzahl Menschen, die bei seinen Veranstaltungen auftaucht, eine Art Währung. In der Vergangenheit hat er immer wieder damit geprahlt, riesige Massen mobilisieren zu können. Bei der «Great American State Fair» scheint ihm dies nun nicht zu gelingen, wenn man diesen Posts glaubt:
My new kink is looking at photos of a nearly empty Great American State Fair. Trump fails yet again.
— Race Bannon (@racebannon.bsky.social) 28. Juni 2026 um 01:47
Auch in der verspiegelten Sonnenbrille dieses Musikers haben die Userinnen und User gesehen, dass es kaum Besucherinnen und Besucher hatte.
computer, enhance pic.twitter.com/bVBEsQ5fhK
— Keith Edwards (@keithedwards) June 28, 2026
Karoline Leavitt just accidentally proved how empty Trump’s state fair is. You can’t make this stuff up LMAOOO pic.twitter.com/7wZB532S7P
— Harry Sisson (@harryjsisson) June 28, 2026
Und selbst die Posts von Trumps eigenen Angestellten – hier von seiner Pressesprecherin Karoline Leavitt – werden auf Social Media als Beweis dafür herangezogen, dass das Gelände praktisch leer ist.
Ausstellungen, Food, Triumphbogen – auch Veranstaltung selbst wird kritisiert
Der Messe sollen aber nicht nur die Besucherinnen und Besucher fehlen. Auf Social Media häufen sich die Berichte darüber, dass auch die Organisation der Messe zu wünschen übrig lasse.
Wie man es schon im Namen hört, soll die Messe die Bundesstaaten der USA repräsentieren. Offenbar haben aber gar nicht alle mitgemacht. Und so sollen im Pavillon von Maine und Connecticut einfach ein paar Stühle stehen.
Maine and Connecticut exhibits are chairs #greatamericanstatefair pic.twitter.com/c6GvFBBWy6
— Homa Bash (@HomaBashNews) June 25, 2026
Die Ausstellung von North Carolina soll derweil von privaten Sponsoren kuratiert worden sein, weil der Staat wegen der hohen Kosten nicht habe teilnehmen wollen.
I stopped by the North Carolina booth at the "Great American State Fair" on the National Mall today.
— Reuben Jones (@ReubenJones1) June 26, 2026
The state decided not to participate because of the high costs so the booth is sponsored by private orgs. pic.twitter.com/tsnU9GjOYO
Andere Staaten haben zwar eine Ausstellung organisiert, aber diese seien mitunter so lieblos, dass sie bereits mit legendär gescheiterten Veranstaltungen wie dem «Fyre Festival» oder der «Willy Wonka Experience» in Schottland verglichen werden.
Maryland, Virginia and DC exhibits at the Great American State Fair pic.twitter.com/OT3ovtD3GM
— Homa Bash (@HomaBashNews) June 25, 2026
I just heard someone refer to Trump's Great American State Fair as the american version of the Scottish Willy Wonka Experience...
— Alleria 🇨🇦 Political & News Commentary (@alleria_eh) June 29, 2026
And I cannot stop laughing. pic.twitter.com/ynOECplTOy
Auch das Essen wird im Netz kritisiert. Zudem sei am Eröffnungswochenende der Strom in der Verpflegungsmeile ausgefallen, woraufhin das ganze Glace geschmolzen sei, heisst es in einem Post auf der Plattform X.
My burger from the Great American State Fair. This was $27 by the way. pic.twitter.com/huix9OEaCp
— Kaela Cote-Stemmermann (@Kaela_CS) June 26, 2026
Der US-Präsident verkündete bereits letztes Jahr, er wolle in Washington, D.C., einen Triumphbogen bauen. Im Rahmen der Messe hat er der Welt nun bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf gegegeben. Nur: Auch dieses Gebilde erntet online Häme:
Everyone is talking about Trump’s mock up arch at the Great American State Fair, so I filmed it from top to bottom and front to back for everyone who can’t see it in person. pic.twitter.com/P02h0C97zj
— amanda moore 🐢 (@noturtlesoup17) June 28, 2026
If this were a project by middle schoolers, I'd say great work, kids, you really did something.
— BrooklynDad_Defiant!☮️ (@mmpadellan) June 29, 2026
But this was coordinated by adults from the White House, to show not only to American audiences, but to the WORLD.
WOW, another huge embarrassment for trump.pic.twitter.com/ctXpt4cWBI
The facade seems to be warping here at Trump’s Great American State Fair pic.twitter.com/FuOomr0tEp
— Matt Rein (@MatthewARein) June 29, 2026
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