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Private Credit: Das Billionengeschäft im Schatten der Banken

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Anfang 2026 geriet der US-Finanzriese Blue Owl Capital in eine schwere Vertrauens- und Liquiditätskrise im Bereich Private Credit (private Unternehmenskredite).Bild: imago images

Private Credit: Das Billionengeschäft im Schatten der Banken erklärt

Die nächste Finanzkrise könnte für einmal im Schatten der grossen Banken beginnen, wo das Geschäft mit Privatkrediten – Private Credit genannt – immer dominanter wird. Was ist das genau und wie gross sind die Risiken wirklich?
16.08.2026, 13:5216.08.2026, 13:52

Nachdem die globale Finanzkrise 2008 die Welt erschüttert hatte, war für die Regierungen klar: Es braucht strengere Regeln für Banken – sie sollten nicht mehr so viel Risiko eingehen dürfen.

Doch Kapital kann in unserem Finanzsystem kaum aufgehalten werden. Und so waren es zunehmend andere, die in die Bresche sprangen, als es um die Vergabe von riskanten Krediten ging: die sogenannten Schattenbanken. Es ist ein Begriff, der seit der Finanzkrise wohl auch Nicht-Wirtschaftsfreaks bekannt sein dürfte.

Weit weniger bekannt ist hingegen deren wohl wichtigster Tätigkeitsbereich: Private Credit, also die Vergabe von Privatkrediten. Seit einigen Monaten macht dieser relativ unregulierte Bereich des globalen Finanzsystems von sich reden: Es kam zu Ausfällen und die Angst ist gross, dass eine nächste Finanzkrise womöglich in diesem Bereich ausgelöst wird.

Höchste Zeit also, sich das Private-Credit-Geschäft genauer anzuschauen.

Was hat Private Credit mit dem Schattenbankensystem zu tun?

Unter dem Schattenbankensystem versteht man sämtliche Finanzinstitute (und -aktivitäten), die über keine Bankenlizenz verfügen, die aber trotzdem bankenähnliche Dienstleistungen erbringen. Sie sind Kreditintermediäre ausserhalb des Bankensektors – und werden daher nicht wie Banken reguliert, weshalb sie in der Regel über mehr Freiheiten verfügen.

Blackstone, NYC, USA New York City, USA. 15th, October 2025. The American alternative investment management company Blackstone in New York City. United States of America, New York, New York City PUBLI ...
Blackstone (nicht zu verwechseln mit Blackrock, ebenfalls eine Schattenbank) gehört zu den grössten «Nichtbanken» der Welt. Bild: imago images

Anders als es ihr Name vielleicht suggeriert, sind Schattenbanken als solche und ihr Geschäft völlig legal. Sie bilden eine Alternative zum klassischen Bankengeschäft. Auf Englisch gibt es eigentlich die offizielle, formellere Bezeichnung «Non-bank financial intermediation» (NBFI) oder «Market Based Finance». Der Begriff «Schattenbank» ist aber bis heute geläufiger.

Das Geschäft der Privatkredite, also Private Credit, ist der wohl bedeutendste Bereich dieses vergleichsweise unregulierten Schattenbankensystems.

Beispiele für Schattenbanken

Es gibt keine klare Abgrenzung, welche Institute genau als «Schattenbanken» zu bezeichnen sind. Das Financial Stability Board (FSB, auf Deutsch: Finanzstabilitätsrat) mit Sitz in Basel, ein internationales Gremium zur Überwachung der Stabilität der Finanzmärkte, definiert Schattenbanking als «Kreditvermittlung, die ausserhalb des regulären Bankensystems stattfindet». Darunter fallen zum Beispiel folgende Institutionen:

– Vermögensverwalter
– Hedgefonds
– Geldmarktfonds
– Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles, SPVs)
– Leasing- und Factoringgesellschaften

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Blackrock gilt als die weltweit grösste «Nichtbank». Weitere bekannte Nichtbanken sind Blackstone, Apollo Global Management, Vanguard, Ares Management oder Blue Owl Capital.

Editorial Bild
bild: keystone

Und was ist jetzt Private Credit?

Das Herzstück von Private Credit ist das sogenannte Direct Lending: Ist ein Unternehmen auf der Suche nach Fremdkapital, zum Beispiel für Investitionen oder den täglichen Betrieb, kann es einen Kredit aufnehmen. Dazu bietet sich ihm die Möglichkeit, zu einer Bank zu gehen – oder eben zu einem alternativen Kreditinstitut. Jegliche Kredite, die an ein Unternehmen über eine Nichtbank vergeben werden, fallen unter das Privatkreditgeschäft.

Wie funktioniert das?

Die Kreditinstitute – oder die Schattenbanken – stehen hier zwischen den Investoren und den Firmen, die Kapital brauchen. Dazu verwenden sie in der Regel einen Fonds, in den die Investoren einzahlen können. Von diesem Fonds, der meist von einem Fondsmanager betreut wird, werden Kredite an die Firmen vergeben. Diese Kredite wiederum zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht öffentlich gehandelt werden können. Für die sich verschuldenden Unternehmen bieten sie den Vorteil, dass die Rahmenbedingungen der Kredite individuell verhandelt werden können, etwa die Laufzeit und der Zinssatz.

Folgende drei Instanzen sind also zentral im Privatkreditgeschäft:

  • Die Unternehmen: Sie sind meistens mittelgrosse und private Unternehmen auf der Suche nach Fremdkapital, zum Beispiel für mehr Investitionen und Wachstum, für geplante Akquisitionen oder wenn ihnen die Bedingungen für einen traditionellen Bankkredit zu «schlecht» erscheinen.
  • Der Private-Credit-Fonds: Er «poolt» einerseits die Gelder von den Investoren und vergibt auf der anderen Seite die Kredite an die Unternehmen, die einen regelmässigen Zins zahlen müssen. Der Fonds wird durch die Kreditanstalt gemanagt, die dabei die Bedingungen festlegt und entscheidet, wer in den Fonds investieren darf.
  • Die Investoren: Traditionell handelt es sich um grosse Investoren, beispielsweise um Pensionskassen, Versicherungsanstalten oder Staatsfonds. Hinzu kommen, allerdings in geringerer Anzahl, sehr reiche Individuen oder sogenannte Family Offices, also private Firmen, die sich um das grosse Vermögen von reichen Familien kümmern.

Die Vorteile im Vergleich zum Bankkredit

Der Hauptunterschied zwischen Private Credit und dem Kreditgeschäft von Banken ist, dass das Schattenbankengeschäft letztlich nicht durch die Kundeneinlagen einer Bank gedeckt ist, sondern lediglich durch das Geld der Fonds-Investoren. Es gilt daher als illiquider und risikobehafteter, dafür winkt den Investoren ein höherer Gewinn.

Begriffserklärung

Private Credit bezeichnet direkte, privat ausgehandelte Finanzierungen in Form von Darlehen oder Anleihen von Nichtbankinstituten an Unternehmen. Sie laufen ausserhalb von Börsen und traditionellen Banken und werden daher auch nicht öffentlich gehandelt.

Private Debt bezeichnet im Grunde genommen dasselbe wie Private Credit. Während der Begriff Private Credit die Bereitstellung von Kapital durch direkte Kreditvergabe beschreibt (also die Investmentstrategie), bezieht sich der Begriff Private Debt im Allgemeinen auf die Schuldtitel, die aus diesen Kreditvergabeaktivitäten hervorgehen (also die Finanzanlage).

Direct Lending ist das, woran die meisten wohl denken, wenn sie an Private Credit denken. Es ist die wichtigste Unterform innerhalb der Anlageklasse Private Credit, die sich in eine Vielzahl spezialisierter und teils sehr komplexer Nischen unterteilt. Direct Lending bezeichnet in der Regel Kredite mit flexiblen Konditionen, die an mittelgrosse Unternehmen vergeben werden und als vergleichsweise risikoärmer gelten. Weitere Unterformen von Private Credit sind, ohne sie genauer zu erklären, z. B. Senior Secured Lending, Mezzanine Financing, Asset-Based Lending oder Distressed Debt.

Private Equity ist ebenfalls eine alternative Anlageklasse, bei der Kapital von institutionellen Anlegern oder vermögenden Privatanlegern gebündelt wird, allerdings mit dem Ziel, Beteiligungen an privaten Unternehmen zu erwerben oder börsennotierte Unternehmen zu privatisieren. Oft besteht das weitergehende Ziel darin, die Unternehmen zu sanieren und sie später mit Gewinn zu verkaufen.

Für die Unternehmen, die sich auf diese Weise refinanzieren, bieten sich vor allem Vorteile durch die Unkompliziertheit, denn meist gibt es für sie weniger Auflagen und die Kredite sind schneller verfügbar, und die flexiblen Bedingungen: Zinsen, Rückzahlungsmodalitäten und anderes können individuell ausgehandelt werden.

Gleichzeitig müssen die Unternehmen aber in der Regel höhere Zinsen zahlen. Dies, weil sie oft selbst ein höheres Ausfallrisiko darstellen als Unternehmen, die Bankkredite aufnehmen. Die Investoren wollen zudem für die Illiquidität – ihr Geld kann nicht sofort und jederzeit herausgelöst werden –, aber auch für die Intransparenz und die Komplexität der Kredite entschädigt werden.

Wie hat sich Private Credit entwickelt?

Der Schattenbankensektor ist seit der Finanzkrise weltweit enorm gewachsen. In einem bedeutenden Bericht von diesem Frühling schätzte das Financial Stability Board (FSB, auf Deutsch: Finanzstabilitätsrat) mit Sitz in Basel, ein internationales Gremium zur Überwachung der Stabilität der Finanzmärkte, die Grösse des globalen Marktes auf 1,5 bis 2 Billionen US-Dollar. Demnach beinhaltet diese Summe alleine das Direct Lending; das FSB definiert Private Credit im engeren Sinne als «Direktkredite von Nichtbanken an mittelständische Unternehmen, die auf bilateraler Basis ausgehandelt werden».

Dass das Ausmass so zugenommen hat, hat ironischerweise auch mit der Finanzkrise 2007/2008 zu tun. Um die Risiken einer weiteren Krise zu mindern, wurden nach der globalen Finanzkrise den traditionellen Banken deutlich strengere Regeln auferlegt. Diese zogen sich daraufhin von vielen riskanteren Geschäften zurück und hinterliessen dort eine Lücke – die von den Schattenbanken, die gerade bei risikobehafteten Schuldnern in die Bresche sprangen, schliesslich zügig gefüllt wurde.

Das Interesse an Private Credit stieg aber auch bei den Investoren: In den Jahren nach der Finanzkrise begann die lange währende Zeit der Tiefzinspolitik. Gerade institutionelle Investoren wie Pensionskassen oder Versicherungen waren damals auf der Suche nach Anlagen mit vergleichsweise höheren Renditen – und fanden sie in Private Credit.

Während es zu Beginn aber fast ausschliesslich solche grossen Investoren waren, finden heute zunehmend auch andere Gefallen an dieser Anlageklasse. Laut FSB werden die Kredite nicht nur immer grösser, sondern die Investoren auch immer zahlreicher: Immer mehr Privatanleger investieren in solche Private-Credit-Fonds, gleichzeitig hat die Zahl grosser Unternehmen zugenommen, die sich über Privatkredite mit Geld versorgen, statt wie früher vor allem mittelgrosse.

Das alles führte in den letzten Jahren zu einem regelrechten Private-Credit-Boom, der heute eine Art paralleles Finanzsystem darstellt – und der spätestens seit diesem Jahr aufgrund seiner Ausbreitung und einiger grosser Ausfälle für Aufsehen sorgt.

Wo liegen die Risiken?

In den letzten Monaten häuften sich die Medienberichte, wonach der nächste «grosse Sturm» in der Finanzwelt vom Private-Credit-Markt ausgehen dürfte.

Was passiert ist: Mehrere Fonds mussten vorübergehend «geschlossen werden», nachdem sich die Zahlungsausfälle der finanzierten Firmen in einigen Fonds gehäuft hatten. Daraufhin wollten sich viele Investoren gleichzeitig zurückziehen. Hinzu kam die auch an den Börsen schwelende KI-Angst: Viele Private-Credit-Fonds spezialisieren sich auf eine gewisse Branche. Gerade die zahlreichen Fonds, die auf Software-Unternehmen und Software-Startups spezialisiert sind, gerieten – auch aufgrund der Nervosität der Investoren in Bezug auf KI – in Schwierigkeiten.

Illiquidität und «Liquidity Mismatch»

Das Problem dabei ist die spezifische Eigenart solcher Fonds: Viele von ihnen erlauben pro Quartal nur eine gewisse Anzahl an Rücknahmen, also an Auszahlungen an Anleger. (Ausnahmen bilden die sogenannten Business Development Companies, BDCs, die an der Börse gehandelt werden können.) Wenn viele gleichzeitig ihr Geld zurückfordern, können die Auszahlungsanträge begrenzt oder temporär ausgesetzt werden – sogenanntes «Gating». Bei einigen Fonds liegt diese Obergrenze bei lediglich 5 Prozent pro Quartal.

Das erklärt bereits eines der grössten Risiken bei der Vergabe von privaten Krediten: der sogenannte «Liquidity Mismatch» (auf Deutsch der etwas sperrige Ausdruck «Fristen- oder Liquiditätsdiskrepanz»). Dieser beschreibt die Diskrepanz zwischen den langfristigen, oft Jahre dauernden Krediten zwischen der Schattenbank und dem Unternehmen einerseits und den kurzfristigen Rückzahlungsfristen, die den Fondsinvestoren angeboten werden, andererseits.

Für die Schattenbanken stellt das ein Risiko dar: Während sich die Investoren theoretisch eher kurzfristig von ihnen auszahlen lassen können, sind ihre langfristigen Verbindlichkeiten in über Jahre laufenden Krediten an die Unternehmen gebunden. Das kann das Finanzinstitut dazu zwingen, zahlreiche Vermögenswerte zu verkaufen und dadurch Verluste hinnehmen zu müssen.

Mit dem «Gating» sichern sich die Schattenbanken teilweise gegen solche Szenarien ab. Der Liquidity Mismatch führt daher auch dazu, dass während Zeiten, in denen Unsicherheit herrscht oder sich die Ausfälle häufen, nicht alle Investoren ihr Geld zurückerhalten. Das heisst zwar nicht, dass ihr Geld verloren ist. Aber solche Situationen können Investoren unter Umständen dazu zwingen, andere Anlagen verkaufen zu müssen, um ihre eigenen Schulden bezahlen zu können. Zudem können zu viele solche Fälle «ansteckend» wirken – und die Investorinnen und Anleger in eine Panik versetzen, die auf andere Fonds und Märkte übergreifen könnte.

Auch die grossen Banken mischen mit

Hinzu kommt, dass die Regulierer und die Finanzmarktaufsicht im Gegensatz zum Bankensystem nur wenig Überblick über den privaten Kreditmarkt haben, was zu weiteren Unsicherheiten führen kann.

In die Risiken bei Private Credit spielt aber auch die generelle Problematik der globalen Finanzmärkte hinein: die enorme Verflechtung. Wer zum Beispiel bis hierhin dachte, Banken hätten mit Private Credit nichts zu tun, irrt. Die privaten Kreditinstitute sind nicht nur gegenseitig investiert, es mischen auch die traditionellen Banken mit, und zwar oft in grossem Stil. Zum einen investieren sie selbst in Aktien von Blackrock, Apollo und Co. Zum anderen kaufen sie teilweise selbst Anteile ihrer Fonds oder leihen den Schattenbanken Geld.

Schattenbanken sind aber auch sonst so ziemlich überall investiert. So halten sie zum Beispiel laut einer neuen Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in den Industriestaaten mit 53 Prozent mittlerweile den grössten Anteil der ausgegebenen Staatsschulden.

Schattenbanken in der Schweiz

Für die Schweiz gibt es keine aktuellen offiziellen Zahlen dazu, wie gross der Private-Credit-Markt ist. Hierzulande kann beispielsweise der Finanzkonzern Partners Group dem Schattenbankensektor zugerechnet werden. Das Zuger Unternehmen ist vor allem im Private-Equity-Markt aktiv: Private Equity (etwa: privates Beteiligungskapital) bezeichnet den Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden.

Auch die UBS ist als klassische Bank stark im Schattenbankensektor engagiert. Die Grossbank vertreibt beispielsweise Private-Credit-Fonds mit einem Volumen von mehreren Milliarden US-Dollar an ihre Vermögensverwaltungskunden. Zuletzt machte die UBS damit Schlagzeilen, als sie ihren Kunden dazu riet, ihre Investitionen in diesem Bereich wieder zurückzufahren. Laut Medienberichten soll dies beispielsweise beim Finanzinstitut Blue Owl, das zuletzt in Schwierigkeiten geriet, eine Welle von Rücknahmeanträgen ausgelöst haben.

Welche Gefahr stellt Private Credit heute für das globale Finanzsystem dar?

Darüber ist man sich nicht einig. Während die theoretischen Risiken für alle klar sind und von niemandem infrage gestellt werden, scheiden sich die Geister an der Frage, wie sehr das gesamte Finanzsystem durch Private Credit in Gefahr ist – und ob es allenfalls eine neue substantielle Finanzkrise auslösen könnte.

Zwar häuften sich nach den ersten grossen und sichtbaren Turbulenzen die alarmierenden Stimmen. So warnte der CEO von JP Morgan, der grössten Investmentbank der Welt, Jamie Dimon, bereits im letzten Jahr davor, dass Probleme im Privatkreditbereich selten isoliert auftreten: «Wenn man eine Kakerlake sieht, sind wahrscheinlich noch mehr da.» Seine Aussage vom Oktober 2025 bezog sich auf die plötzliche Insolvenz des Subprime-Autokreditgebers Tricolor Holdings (die JPMorgan eine Wertberichtigung in Höhe von 170 Millionen Dollar kostete) und des Autoteilezulieferers First Brands Group.

Jamie Dimon, chairman and CEO of JP Morgan Chase, speaks at the United States Army War College in Carlisle, Pa., at an event with President Donald Trump during the Pennsylvania Defense and Innovation  ...
Jamie Dimon: Der JP-Morgan-CEO hat zwar vor den Ausfällen gewarnt, geht aber gleichzeitig nicht von einem grossen Flächenbrand im gesamten Finanzsystem aus. Bild: keystone

Weitere prominente und kritische Stimmen und auch die Medien brachten die vielen Risiken von Private Credit daraufhin immer mehr in den Fokus der globalen Aufmerksamkeit.

Gleichzeitig gibt es Instanzen, die ein beschwichtigendes Urteil fällen. So weist ein Paper von Ökonomen der Universitäten Columbia und Stanford darauf hin, dass sich Private Credit als widerstandsfähiger herausstellen könnte, als viele glauben. Ihr Argument ist dabei vor allem, dass sich Schattenbanken in einigen Punkten fundamental von normalen Banken unterscheiden, zum Beispiel darin, dass sie einen viel höheren Anteil an Eigenkapital aufweisen.

Das FSB weist in seinem Bericht zwar auf die Schwachstellen des privaten Kreditmarktes hin, aber auch hier ist die Schlussfolgerung keineswegs alarmistisch. Dennoch fordert das FSB aufgrund der systemischen Risiken ebenso wie der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Europäische Zentralbank (EZB) strengere Regeln für Schattenbanken.

Das FSB hält in seinem Bericht denn auch fest – und das dürfte der entscheidende Punkt sein:

«Private Credit in seiner derzeitigen Grössenordnung und seinem derzeitigen Umfang wurde noch nie in einer schweren Wirtschaftskrise auf die Probe gestellt.»
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59 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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RayS
16.08.2026 14:06registriert März 2017
Private Credits, Straight of Hormuz, AI…
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Firefly
16.08.2026 14:26registriert April 2016
Eben, wie reicher jemand ist, je einfacher ist es noch reicher zu werden. Das macht einige wenige super-reich und kommuliert das Kapital auf eine kleine Spitze.

Das ist nicht was eine Gesellschaft längerfristig trägt.

Tax the rich!
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Tom Scherrer (1)
16.08.2026 14:48registriert Juni 2015
Buy now - pay later

Viele in den USA begleichen ihr Alltag mit Mikrokrediten.

Generation Klarna. Je Jünger desto selbstverständlicher.
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