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Tim Cook reagiert auf Chip-Kosten: Preiserhöhung bei Apple-Produkten

epa13024998 Tim Cook, CEO of Apple, speaks on stage during the Apple WWDC26 at Apple Park in Cupertino, California, USA, 08 June 2026. EPA/LIPO CHING
Cook machte keine Angaben dazu, wann, wie stark und für welche Produkte die Preise erhöht werden sollen.Bild: keystone

Apple-Chef Tim Cook kündigt an: «Preiserhöhungen sind unvermeidlich»

Apple wird als Reaktion auf die im KI-Boom gestiegenen Speicherchip-Kosten die Preise erhöhen.
18.06.2026, 02:0118.06.2026, 02:01

«Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich», sagte Apple-Chef Tim Cook dem «Wall Street Journal». Der gesamten Branche mache bereits seit Monaten zu schaffen, dass mit dem gross angelegten Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz die Speicherchip-Kapazitäten nicht ausreichten und die Preise entsprechend in die Höhe schiessen würden.

Cook machte keine Angaben dazu, wann, wie stark und für welche Produkte die Preise erhöht werden sollen. Die nächste grosse Vorstellung neuer Geräte wird wie gewohnt im Herbst mit der neuen iPhone-Generation erwartet. Dem Finanzdienst Bloomberg zufolge will Apple in diesem Jahr seine Modellpalette mit einem auffaltbaren iPhone erweitern.

Apple: Kostensteigerungen sind riesig

Apple konnte bisher unter anderem dank langfristiger Lieferverträge die Gerätepreise für Kunden weitgehend stabil halten. Das Unternehmen gebe zwar sein Bestes, um die «riesigen» Kostensteigerungen abzufedern und nicht an die Kunden weiterzureichen, aber dies sei nicht mehr nachhaltig möglich. Apple hatte schon in den vergangenen Monaten erwähnt, dass die gestiegenen Speicherkosten Gegenmassnahmen erfordern könnten, und sich damit die Tür für Preiserhöhungen offengehalten.

Einige PC-Hersteller und Spielekonsolen-Anbieter erhöhten bereits ihre Preise. Auch bei anderen grossen Elektronik-Anbietern war zuletzt zu hören, dass die Kostensteigerungen bei Speicherchips ein Ausmass erreicht hätten, das ohne höhere Preise für die Kunden nicht verdaut werden könne.

Speicherchips aus China?

Chipkonzerne bauen zwar ihre Kapazitäten aus, aber das ist in der Industrie ein langwieriger Prozess. Zudem könnten dabei für Rechenzentren benötigte Speichertypen bevorzugt werden. China hat unterdessen grosse staatlich geförderte Speicherproduzenten – für US-Unternehmen dürften aber harte Einschränkungen für die Zusammenarbeit mit ihnen gelten. Gefragt, ob Regeln dazu gelockert werden sollten, sagte Cook der Zeitung, seiner Meinung nach sollten alle Optionen erwogen werden und fügte hinzu: «Ich denke, wir sollten das gesamte Angebot im Blick haben.» (sda/dpa)

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