Wirtschaft
Homosexualität

Für «heiteres Community-Umfeld»: Twitter-Pendant Weibo verbannt homosexuelle Inhalte

Für «heiteres Community-Umfeld»: Twitter-Pendant Weibo verbannt homosexuelle Inhalte

14.04.2018, 17:1114.04.2018, 17:25

Der chinesische Kurznachrichtendienst Weibo will homosexuelle Inhalte verbannen. In den am späten Freitagabend veröffentlichten neuen Richtlinien heisst es, die Plattform werde für einen Drei-Monats-Zeitraum Comics, Spiele, Texte und Videos sehr genau auf Pornografie, «blutige Gewalt» und Homosexualität hin überwachen.

Die «Säuberung» diene dazu, «ein heiteres und harmonisches Community-Umfeld» zu schaffen. Internetnutzer reagierten mit dem Hashtag «#Ichbinschwul». Solche Posts kamen in wenigen Stunden auf 130 Millionen Clicks und 135'000 Kommentare.

«Als ein Mitglied dieser Gruppe bin ich stolz, bin ich glorreich ... ich weigere mich, diskriminiert oder missverstanden zu werden», schrieb ein User.

In China ist Homosexualität seit 1997 straffrei. Gleichwohl sehen sich Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBT) immer noch mit einem Tabu belegt. Nach einer Studie des Pew-Instituts glaubten 2013 nur 21 Prozent der Chinesen, dass die Gesellschaft Homosexualität akzeptiere. (wst/sda/dpa)

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