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Uno-Klimakonferenz: Fossile Lobbyisten sollen ausgeschlossen werden

Offener Brief: Fossile Lobbyisten sollen von Uno-Klimakonferenz ausgeschlossen werden

01.11.2023, 04:0101.11.2023, 04:01

Gesundheitsexperten aus aller Welt fordern in einem offenen Brief, Lobbyisten für Kohle, Öl und Gas von der anstehenden Uno-Klimakonferenz auszuschliessen. «Die Interessen der fossilen Industrie dürfen bei Klimaverhandlungen keine Rolle spielen», heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben an den designierten Präsidenten der diesjährigen Konferenz in Dubai, Sultan Ahmed al-Dschaber. Die Branche dürfe ihre «jahrzehntelange Blockade-Kampagne gegen Klimaschutzmassnahmen» nicht bei den Uno-Verhandlungen fortsetzen – genauso wie die Tabakindustrie nicht bei der Regulierung von Tabakprodukten mitreden dürfe.

Im vergangenen Jahr waren Hunderte Lobbyisten für Kohle, Öl und Gas auf der Klimakonferenz in Ägypten vertreten. Die Klimakonferenz findet ab dem 30. November in Dubai statt.

Die unterzeichnenden Organisationen wie der Weltärztebund vertreten nach eigenen Angaben gemeinsam rund 46 Millionen Gesundheitsexperten und Mediziner. Sie rufen Regierungschefs weltweit dazu auf, sich zu einem schnellen und fairen Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu bekennen. «Den weltweiten Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen ist notwendig, um Gesundheit und ökonomischen Wohlstand für alle zu sichern. Das ist nur möglich, wenn wir schnell aus den Fossilen aussteigen», heisst es in dem Schreiben.

Klimaforschern zufolge hängt das Ziel, die Erderhitzung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, am seidenen Faden. Zwar gilt es als noch theoretisch möglich, allerdings nur durch ein radikales Umsteuern in der Klimapolitik. Die internationale Staatengemeinschaft hat das 1,5-Grad-Ziel vereinbart, um die katastrophalsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. (sda/dpa)

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