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Microsoft CEO Satya Nadella delivers the keynote address at Build, the company's annual conference for software developers, Monday, May 6, 2019, in Seattle. (AP Photo/Elaine Thompson)

Microsoft-Chef Satya Nadella will bis 2050 sämtliche seit 1975 verursachten CO2-Emissionen kompensieren. Bild: AP/AP

Dunkle Szenarien und grosse Pläne: Die Wirtschaft entdeckt den Klimaschutz

Am WEF in Davos stellt das Klima einen Schwerpunkt dar. Im Vorfeld haben gewichtige Player der Wirtschaft mit Warnungen vor einer Klimakatastrophe und Ankündigungen für Aufsehen gesorgt.



Greta Thunberg war nicht in Feierlaune, als sie am Dienstag ihren ersten Auftritt am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hatte. Das mag daran gelegen haben, dass die schwedische Klima-Aktivistin tags zuvor noch krank im Bett hatte liegen müssen. Es war aber auch der aus ihrer Sicht mangelnde Fortschritt beim Klimaschutz, der Thunberg umtrieb.

Zwar sei das generelle Bewusstsein für die Klimakrise gewachsen, führte die Vorzeigefigur der Schulstreikbewegung aus: «Klima und Umwelt sind dank den jungen Leuten ein heisses Thema geworden.» Allerdings sei dies keineswegs ein Grund zu überschwänglicher Freude. Auf politischer Ebene sei faktisch nichts getan worden, um den Klimaschutz zu stärken.

17-year old Swedish climate activist Greta Thunberg, is pictured after a panel session during the 50th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Tuesday, January 21, 2020. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos from January 21 to 24. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Greta Thunberg krisitierte am WEF die fehlende Aktivität beim Klimaschutz. Bild: KEYSTONE

Indirekt war dies wohl ein Fingerzeig an die Adresse des Klimaleugners Donald Trump, der sich zur gleichen Zeit im Anflug auf Davos befand. Primär aber dürfte Greta Thunbergs Kritik auf das faktische Scheitern der Klimakonferenz in Madrid im Dezember gezielt haben. Politisch tut sich tatsächlich bedenklich wenig, doch in der Wirtschaft sind Ansätze für ein Umdenken erkennbar.

Am WEF 2020 stellt das Klima einen Schwerpunkt dar. «Hier in Davos werden wir dieses Jahr den Durchbruch erreichen», kündigte Gründer Klaus Schwab am Sonntag in der SRF-«Tagesschau» an. In Zukunft müsse man nicht nur wegen den finanziellen Zahlen Rechenschaft ablegen, «sondern auch über unser Umweltverhalten und unser soziales Verhalten».

Im Prinzip handelt es sich um das vollmundige Schwadronieren, für das Schwab hinlänglich bekannt ist. Gemessen an seinen Ansprüchen müsste dies bereits seit Jahrzehnten der Fall sein, nicht erst 2020. Und doch haben im Vorfeld des WEF gleich mehrere gewichtige Player mit Warnungen und Ankündigungen zur Klima- und Umweltthematik für Aufsehen gesorgt.

BlackRock CEO Larry Fink participates in the Yahoo Finance All Markets Summit: A World of Change at The TimesCenter on Thursday, Sept. 20, 2018, in New York. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP)

Blackrock-Chef Larry Fink verlangt mehr Einsatz gegen den Klimawandel. Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Ankündigungen bedeuten noch keine Taten. Diverse Erhebungen zeigen, dass das Bewusstsein für die Klimakrise noch längst nicht in allen Chefetagen angekommen ist. Die Warnungen und Ankündigungen von grossen Organisationen und Konzernen aber könnten zu einem neuen Bewusstsein beitragen. Dazu haben Greta Thunberg und die Klimastreiks nicht wenig beigetragen.

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