Wirtschaft
Konsum

Claire's-Angestellte prangern monatelange unbezahlte Löhne an

epa12286488 People walk past a Claire's Accessories shop on Oxford Street in London, Britain, 06 August 2025. US-based fashion accessories and jewellery retailer Claire's has filed for bankr ...
Bei Claire's läuft offenbar einiges schief.Bild: keystone

Bericht: Claire's soll seinen Angestellten seit Monaten den Lohn nicht mehr auszahlen

Seit einigen Monaten behaupten Angestellte der Schmuck- und Accessoire-Marke Claire's, dass sie ihren Lohn nicht mehr erhalten. Und auch bei Kündigungen soll es Probleme geben.
11.09.2026, 11:2511.09.2026, 11:29

«Es ist sehr kompliziert. Die Mieten werden nicht ausgesetzt, und die Rechnungen auch nicht. Ich habe bei zahlreichen Firmen Betreibungen am Laufen. Selbst wenn ich erkläre, dass mein Arbeitgeber mich nicht bezahlt, müssen für sie die Zahlungen trotzdem eingehen», erzählt Léa, Angestellte von Claire’s in der Westschweiz, dem RTS.

Seit Mai habe sie keinen Lohn mehr erhalten. Trotz des Sendens zahlreicher E-Mails und Briefen an ihre Vorgesetzten habe sie bislang keinen Erfolg gehabt. Dass ihre Filiale geschlossen wird, habe sie von einem Tag auf den anderen erfahren. «Wir wurden am Montag um 14 Uhr angerufen und aufgefordert, um 18 Uhr zu schliessen. Wir mussten alles vorbereiten, um das Geschäft leerzuräumen», erzählt sie am Donnerstag.

25 Filialen innerhalb eines Jahres zu

In den vergangenen zwölf Monaten hat Claire’s in der Schweiz 25 Filialen geschlossen. Laut mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne das Versenden von Kündigungsschreiben oder den notwendigen Unterlagen, damit die Angestellten Arbeitslosenentschädigung beantragen können.

Vor einem Jahr stand die Claire's-Gruppe in den USA und in Europa kurz vor dem Konkurs. Im Herbst 2025 übernahm der französische Unternehmer Julien Jarjoura im Rahmen mehrerer Übernahmen mehr als 200 Verkaufsstellen. Er versprach unter anderem, die Preise zu senken und sich wieder stärker an Teenagerinnen zu richten – jene Zielgruppe, die wesentlich zur Popularität der Marke beigetragen hatte. Doch die Geschäfte erholen sich nicht.

Auf Anfrage von RTS reagierte Julien Jarjoura nicht. Auch zu den von den Mitarbeiterinnen erhobenen Vorwürfen nahm er nicht Stellung.

(kek)

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BigTom
11.09.2026 11:57registriert Oktober 2025
Wichtig für Angestellte in solchen Situationen: Die kantonalen Arbeitsämter (KIGA) übernehmen bei ausbleibenden Lohnzahlungen aufgrund von Konkursen diesen Vorgang. Also unbedingt immer gleich bei den Arbeitsämtern melden.
Ist aber noch kein Konkurs eröffnet, sollte man umgehend eine Betreibung des Arbeitgebers einleiten. Eine Kündigung aufgrund der Betreibung wäre ungültig (Rachekündigung).
Hilfestellungen leisten in vielen Fällen die zuständigen Gewerkschaften.
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AlsoDoch
11.09.2026 12:56registriert August 2024
Ich höre schon wieder die FDP und die SVP, welche nach mehr Liberalisierung rufen. Dabei merken sie nicht, dass normale Arbeitnehmende ihre Rechnungen bezahlen müssen...
Ein solches Vorgehen wie im aktuellen Fall müsste eine Staatsverwaltung zur Folge haben, damit umgehend alle Forderungen bezahlt werden.
Schützt endlich die "kleinen" Leute!
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