Wirtschaft
Luftfahrt

Lufthansa-Airbus A320neo mit Starlink-Wifi fliegt erstmals am 19. August

Erster Lufthansa-Jet mit Starlink-Wifi hebt nächste Woche ab

10.08.2026, 14:4910.08.2026, 14:49

Die Lufthansa Gruppe rüstet ihre komplette Flotte mit dem Satelliten-Internet des US-Anbieters Starlink aus. Als Erstes wird am kommenden Mittwoch (19. August) ein Mittelstrecken-Airbus A320neo der Kerngesellschaft Lufthansa mit dem neuen Wifi-Angebot abheben, wie das Unternehmen mitteilt. Die Lufthansa-Tochter Swiss soll noch im laufenden Halbjahr folgen. Passagiere können dann an Bord mit Hochgeschwindigkeit auf eigenen Geräten im Internet surfen, Inhalte streamen oder in ihrem Firmennetz arbeiten.

Die Online-Bandbreite werde in vielen Fällen die Internetverbindungen zu Hause oder im Büro übertreffen, wirbt die Lufthansa. Der deutsche Konzern gehört damit weltweit zu den ersten Airlines, die Starlink anbieten. Die Gesellschaft gehört zum Unternehmen SpaceX des US-Milliardärs Elon Musk, das für das Angebot mehr als 9000 Satelliten installiert hat. Zahlreiche Airlines haben bereits angekündigt, auf Starlink umsteigen zu wollen. In Europa gehört Air Baltic zu den Vorreitern.

Gratis nach Anmeldung

Das Surfen im Internet soll für alle Statuskunden wie auch für Passagiere kostenfrei bleiben, die sich ein Nutzerkonto zur sogenannten «Travel-ID» anlegen, kündigt Lufthansa an. Zum Investitionsvolumen machte das Unternehmen keine Angaben. Die notwendige Technik wird während geplanter Wartungstermine in den Flugzeugen installiert. «Bis 2029 werden alle rund 850 Flugzeuge der Gruppe mit dieser Technologie ausgestattet sein», erklärt Vorstandsmitglied Dieter Vranckx.

Für alle Airlines der Gruppe lägen bereits Ausbaupläne vor, erklärte eine Sprecherin. Neben der A320-Flotte der Lufthansa sind zunächst Flugzeuge der Tochtergesellschaften Swiss, Austrian und Brussels Airlines an der Reihe.

Neue Verhaltensregeln in der Kabine

Für das neue Angebot über das Portal «Lufthansa Group WiFi» wurden Benutzerregeln entworfen, denen Nutzerinnen und Nutzer zunächst zustimmen müssen. Unter anderem seien die Fluggäste angehalten, beim Abspielen von Audio- und Videoinhalten immer Kopfhörer zu tragen, auf Sprach- und Videoanrufe zu verzichten und keine Live-Streams von Bord zu senden. (sda/awp/dpa)

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