Wirtschaft
Schweiz

Donald Trump Junior in Zürich: Steuerzahlende bezahlen Kosten

LOSSIEMOUTH, SCOTLAND - JULY 29: Donald Trump Jr. with partner Bettina Anderson prepare to board Air Force One at RAF Lossiemouth, on July 29, 2025 in Lossiemouth, Scotland. President Trump visited Sc ...
Donald Trump Junior war am 4. Juni für ein Wirtschaftstreffen in Zürich.Bild: Getty Images Europe

Die Kosten für Trump Juniors Besuch in Zürich tragen die Schweizer Steuerzahlenden

Ein Grossaufgebot der Polizei, der Secret Service und viele Schaulustige: Der Besuch von Donald Trump Jr. am 4. Juni in Zürich blieb nicht unbemerkt. Für das Sicherheitsaufgebot kommt der Bund auf – und damit die Steuerzahlenden. Die Begründung: das Image der Schweiz.
12.06.2026, 09:4912.06.2026, 10:06

Das Wirtschaftstreffen in Zürich war privat und fand hinter verschlossenen Türen des Zunfthauses zur Saffran statt. Die Öffentlichkeit hatte keinen Zutritt, während Wirtschaftsmagnaten des Netzwerks Davos Lodge zusammenfanden. Es wurde über Investitionen, Geld, Energie und Geopolitik gesprochen. Rund 70 Personen nahmen am Treffen teil.

Geheim blieb es bei Weitem nicht. Wegen der Teilnahme des Sohnes des US-Präsidenten, Donald Trump Jr., war das Sicherheitsaufgebot massiv. Schaulustige fanden sich in der Zürcher Innenstadt ein, um einen Blick auf den Trump-Spross zu erhaschen. Auch der Secret Service wurde gesichtet.

Am Tag des Treffens erklärte eine Fedpol-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA: «Im Grundsatz gilt, dass Private die Kosten für Schutzmassnahmen im Rahmen von Anlässen, an die sie zu schützende Personen einladen, selber tragen.» Dennoch könnten Kantone im Falle einer herausragenden Bedeutung und weitreichender Auswirkungen auf die internationalen und wirtschaftlichen Interessen der Schweiz beim Bund Unterstützung beantragen.

Das Ansehen der Schweiz schützen

Das ist offenbar passiert. Denn nicht die Davos Lodge soll die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen tragen, sondern die Schweizer Steuerzahlenden. Die Stadtpolizei Zürich erklärt gegenüber dem Tages-Anzeiger, dass sie den Auftrag für den Einsatz vom Fedpol erhalten habe. Dort wiederum heisst es, dass die Kosten vom Bund übernommen werden können, wenn es um Personen ohne völkerrechtlichen Status geht, «bei denen allerdings der Schutz notwendig ist, damit dem Ansehen der Schweiz nicht geschadet wird».

Genaue Zahlen zu den Kosten oder dem eingesetzten Personal nennt das Fedpol nicht. Dies wegen des Persönlichkeitsschutzes und des Amtsgeheimnisses. Drei Gemeinderatsmitgliedern der SP genügt das nicht. Sie haben im Stadtrat eine Anfrage eingereicht, in der sie Transparenz fordern. (vro)

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278 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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WTF2023
12.06.2026 09:53registriert Dezember 2022
"Das Image der Schweiz"!

Also ich finde, wenn Leute aus der Trump-Familie überhaupt in die Schweiz kommen, schadet das dem Image der Schweiz. Und nun können wir den Sch... auch noch bezahlen!
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Flexon
12.06.2026 09:59registriert Februar 2014
Absolut skandalös.
Wir Schweizer zahlen für den Schutz einer milliardenschweren kriminellen Familie.

Die Ur-Eidgenossen würden sich im Grabe umdrehen.

Gleichzeitig wird Ukrainern der Status S eingeschränkt.

Ein abscheuliches Gebaren der Schweiz.

Ich fordere eine genauere Untersuchung und eine öffentliche Diskussion.
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banda69
12.06.2026 10:08registriert Januar 2020
Die Vermehrung des Familienvermögens ist derzeit Trump Jr.'s Hauptaufgabe – schon im November war er in Zürich und soll im Dolder einem exklusiven Investorenkreis Hightech-, Krypto- und Immobilienprojekte präsentiert und neue Gelder eingeworben haben.

Und wir Steuerzahler:innen finanzieren das. Und wo bleibt der Aufschrei der SVP?
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