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SBB steigen mit 49 Prozent bei Helsana-Tochter HMS ein

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Die SBB und Helsana werden den Gesundheitsdienstleister Health & Medical Service (HMS) künftig gemeinsam kontrollieren.Bild: SBB / Siemens

SBB steigen mit 49 Prozent bei Helsana-Tochter HMS ein

18.09.2026, 07:3418.09.2026, 07:34

Die SBB steigen beim Gesundheitsdienstleister Health & Medical Service (HMS) ein. Die Bundesbahnen übernehmen 49 Prozent der Aktien von der bisherigen Alleineigentümerin Helsana. Künftig werden SBB und Helsana das Unternehmen gemeinsam kontrollieren.

Die EU-Kommission hat die Transaktion am Donnerstag genehmigt, wie sie gleichentags mitteilte. Wettbewerbsrechtliche Bedenken gebe es angesichts der begrenzten Auswirkungen im Europäischen Wirtschaftsraum keine. Der Zusammenschluss sei daher in einem vereinfachten Verfahren geprüft worden.

HMS ist auf medizinische Dienstleistungen für Unternehmen spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Verkehrs-, Arbeits-, Betriebs- und Versicherungsmedizin sowie Dienstleistungen im Gesundheits- und Case-Management. Zudem bietet das Unternehmen Softwarelösungen für das Gesundheitswesen an. HMS ist ausschliesslich in der Schweiz tätig.

Langfristig stabile Grundlage

Die HMS nehme alleine für die SBB jährlich rund 12'000 medizinische Untersuchungen, Beurteilungen und Abklärungen in drei Sprachen vor, erklärte eine SBB-Sprecherin am Donnerstagabend auf AWP-Anfrage. Dazu zählten beispielsweise Tauglichkeitsuntersuchungen von Lokführerinnen und Lokführern.

Mit der gemeinsamen Beteiligung schafften die SBB und Helsana eine «langfristig stabile Grundlage für die HMS» und gewährleisteten somit die schweizweite Verfügbarkeit und Qualität der medizinischen Dienstleistungen, die für einen sicheren und zuverlässigen Bahnbetrieb essentiell seien. Die Unabhängigkeit der Dienstleistungen bleibe für alle HMS-Kundinnen und -Kunden gewahrt.

Längere Geschichte

Die SBB und HMS verbindet eine längere Geschichte. Die Bundesbahnen lagerten 2017 ihren damaligen MedicalService an die zur Helsana-Gruppe gehörende HMS aus. Damit wollten die SBB das für ihr Kerngeschäft notwendige medizinische Wissen und entsprechende Kapazitäten langfristig sichern.

Die Transaktion soll voraussichtlich Ende Oktober vollzogen werden, wie die SBB-Sprecherin weiter erklärte. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. (sda/awp)

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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fastfurious
18.09.2026 12:01registriert März 2020
Was zum Teufel nochmal hat die SBB im Gesundheitssektor zu tun. Zuviele Beteiligungsgesellschaften insbedondere aus dem Ausland tummeln sich bereits im Gesundheitsbereich und finanzieren via Gewinnausschüttungen ihre Aktionäre. Wir zahlen mit unseren Krankenkassenprämien solche Finanzkonstrukte. Hier sollte das Parlament eingreifen, um Kosteneinsparungen zu erzielen, bzw. die indirekte Gewinnausschüttung via Krankenkassenprämien zu unterbinden.
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Beat_
18.09.2026 08:33registriert Dezember 2018
Ist mir etwas suspekt...

Ich erwarte von der SBB, dass sie mich sicher und pünktlich von einem Ort zum anderen bringt.
Inwiefern dies jetzt mit einer Minderheitsbeteiligung im Gesundheitswesen zu tun hat, erschliesst sich mir nicht so richtig.
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