Wirtschaft
Schweiz

Victorinox-Diebstahl: Geklaute Messer auf Flohmärkten?

ZUR VICTORINOX STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL VON DER PRODUKTION ZUR VERFUEGUNG --- An employee cleans pocket knives and checks their functionality, pictured at the Victorinox fa ...
Ein Mitarbeiter reinigt Taschenmesser und überprüft deren Funktionsfähigkeit im Victorinox-Werk in Ibach SZ.Bild: KEYSTONE

Vorsicht, Taschenmesserdiebe: Geklaute Victorinox-Messer landen auf dem Flohmarkt

Wer derzeit über Schweizer Flohmärkte schlendert, stösst auffällig oft auf Victorinox-Messer. Nun ermitteln die Schwyzer Behörden wegen Diebstahls beim Traditionsunternehmen.
18.07.2026, 16:2318.07.2026, 16:23

Auf den Schweizer Flohmärkten werden aktuell kistenweise Victorinox-Sackmesser verkauft. Makellose Modelle, aber auch Ausschussware und Halbfabrikate, immer ohne Originalverpackung. Hinter der Flut auf den Wühltischen steckt offenbar System: Bei den Messern handelt es sich mutmasslich um Diebesgut.

Im Hause Victorinox wird zurzeit wegen Diebstahls ermittelt, bestätigte die Kantonspolizei Schwyz gegenüber dem Boten der Urschweiz. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet.

Die Täter stammen offenbar aus den eigenen Reihen, schreibt die Regionalzeitung unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Mehrere Mitarbeitende sollen in die illegalen Machenschaften verwickelt gewesen und bereits entlassen worden sein. Die Unternehmensleitung von Victorinox nahm zu den laufenden Ermittlungen bisher keine Stellung.

Nicht das erste Mal

Der Diebstahl weckt Erinnerungen an einen älteren Fall, der demnächst vor dem Strafgericht Schwyz verhandelt wird. Bereits im Mai 2023 erstattete die Sackmesserschmiede Strafanzeige. Damals soll ein Mitarbeiter gegen Bezahlung einen Firmenschlüssel an Diebe übergeben haben, um ihnen Zugang zum Betrieb zu verschaffen.

Nachdem die Untersuchung Ende 2025 abgeschlossen worden war, erhob die Staatsanwaltschaft im Januar 2026 schliesslich Anklage wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls sowie Hausfriedensbruchs. Da es sich um ein hängiges Verfahren handelt, lehnt Victorinox auch dazu tiefergehende Kommentare ab. (val)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
21 spannende True-Crime-Dokus, die du auf Netflix findest
1 / 23
21 spannende True-Crime-Dokus, die du auf Netflix findest
«The Innocence Files»In jeder Folge versuchen Personen vom Innocence Project, Häftlingen, die zu Unrecht verurteilt worden sind, zu helfen, ihr Urteil anzufechten und ihre Unschuld zu beweisen.
quelle: netflix
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Proteste gegen Ausweichverkehr in Amsteg, Uri
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
MartinZH
18.07.2026 17:28registriert Mai 2019
Victorinox hätte damals, als dieser Diebstahl stattgefunden hat, viel offensiver an die Medien gelangen sollen.

Evtl. hätte es Victorinox geschafft, diesem Treiben Einhalt zu gebieten, denn jede/r die/der auf einem solchen "irregulären Vertriebskanal" nun ein Victorinox-Messer beschafft, wäre es bewusst, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Es ist wie bei Cyber-Attacken: Die Unternehmen müssen 'proaktiv' und ganz klar kommunizieren, dass sie von Kriminellen attackiert wurden, und dass sie darum einen Schaden davontragen.

Es bringt nichts, dies zu verheimlichen und nur zu hoffen...
408
Melden
Zum Kommentar
avatar
hawl amddiffyn'y enid
18.07.2026 16:43registriert Januar 2026
Vielen Dank für die Infos mit Aufklärung.
211
Melden
Zum Kommentar
avatar
Verified Troll
18.07.2026 16:49registriert August 2022
Abscheulich... Wo?
259
Melden
Zum Kommentar
11
Mieter sind wütend: Minergie-Häuser kämpfen mit Überhitzung
Der Klimawandel schadet auch den Minergie-Gebäuden in der Schweiz. Mieter leiden unter Überhitzung und schlechtem Raumklima. Der Verband möchte nun die Regelungen verschärfen.
Minergie-Häuser sollen den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss vermindern. Seit den 90er-Jahren ist das Konzept auf dem Vormarsch. Pro Jahr erhält ein Viertel der Neubauten das Gütesiegel, bis heute verfügen über 60'000 Gebäude in der Schweiz über den Minergie-Standard, schreibt der Blick. Der Klimawandel macht dem Ganzen jetzt einen Strich durch die Rechnung, denn während Hitzephasen überhitzen die Gebäude und die Bewohnerinnen und Bewohner hocken in backofenheissen Wohnungen.
Zur Story