Wirtschaft
Schweiz

Champions League und Abläufe: SRG muss bis 2027 80 Millionen sparen

La regie de l'emission speciale est photographiee lors de l'emission speciale Journee Votations de la Radio Television Suisse (RTS), ce dimanche 8 mars 2026 a Geneve. Les citoyens suisses se ...
Die SRG will Abläufe und Prozesse optimieren, um Geld zu sparen.Bild: KEYSTONE

Verzicht auf Champions League und effizientere Abläufe: So will die SRG sparen

Das Unternehmen hat die Sparmassnahmen konkretisiert und gibt bekannt, wo wie viel gespart werden soll. Auch beim Programm gibt es Anpassungen.
17.06.2026, 16:3817.06.2026, 16:38

Die SRG muss den Gürtel deutlich enger schnallen. Nun weiss sie genauer, wie das gehen soll. Bis 2029 muss sie so insgesamt 270 Millionen Franken einsparen. Bis 2027 sind es 80 Millionen. Nun wurden die Pläne konkretisiert. Bis 2027 sollen folgende Anpassungen erfolgen:

  • Das Programmangebot wird angepasst. Wie bereits kommuniziert, bewirbt sich die SRG nach Ablauf der aktuellen Verträge nicht mehr auf die audiovisuelle Produktion der Spiele der Eishockey National League und der UEFA Club Competitions. Auch für die Ausstrahlungsrechte der UEFA Champions League will sich die SRG ab der Saison 2027/28 nicht mehr bewerben. Die Primetime bei zweiten TV-Kanälen oder wirkungsstarke Radiowochen sollen mehr Aufmerksamkeit bekommen, während wöchentliche Sendungen öfter wiederholt werden sollen. Das soll zur Einsparung von 3,7 Millionen Franken führen.
  • Auch die Herstellung des Programms wird effizienter gestaltet. Damit sollen weitere 13,2 Millionen Franken eingespart werden.
  • Partnerschaften der SRG sollen ebenfalls überprüft und nötigenfalls angepasst werden. Das betrifft beispielsweise den Schweizer Filmpreis, der in Zusammenarbeit mit den Partnern neu ausgerichtet wird. Hier können weitere 2,7 Millionen Franken eingespart werden.
  • Die Teams werden neu organisiert. Diese Vereinfachung der Führungsstrukturen hat das Unternehmen bereits bekannt gegeben. Es sollen Doppelspurigkeiten abgebaut und Immobilienflächen optimiert werden. Letzteres beinhaltet beispielsweise die Standortverschiebung Bern. So sollen 35,2 Millionen Franken eingespart werden.
  • Nicht nur die Teams sollen reorganisiert werden, auch die Arbeit soll effizienter werden. Deshalb werden Gremien reduziert, Produktionsplanung und -steuerung gebündelt oder gemeinsame Inhalte über Regionen hinweg genutzt. So können 9,1 Millionen Franken gespart werden.

Somit wären wir bei 63,9 Millionen Franken bis 2027. Die fehlenden 16,1 Millionen sollen durch zusätzliche Massnahmen auf Stufe SRG und einmalig wirksame Effekte erzielt werden, heisst es in der Mitteilung.

«Sparmassnahmen sind aufgrund der politischen Vorgaben unumgänglich. Wie wir bereits im letzten Sommer gesagt haben: Wir sparen zuerst bei den Strukturen und Prozessen, um unser Programm im Interesse des Publikums bestmöglich zu schützen. Denn wir sind dem Publikum verpflichtet», wird SRG-Generaldirektorin Susanne Wille darin zitiert. 95 Prozent der Einsparungen sollen über Strukturen, Prozesse und Herstellungsweisen erfolgen. Die Massnahmen sollen in den kommenden Monaten detailliert werden.

Doch nach 2027 braucht es weitere Einsparungen, um auch die 270 Millionen bis 2029 zu erreichen. Die laufenden Sparprogramme dürften laut SRG-Finanzdirektor Thomas Egger eine noch grössere Wirkung haben. So würden beispielsweise offene Stellen nur restriktiv wiederbesetzt. Ausserdem hätten sich die kommerziellen Erträge leicht stabilisiert, auch wenn sie trotzdem noch zurückgingen. Alles in allem könnten die Einsparungen über die Jahre ausgeglichener verteilt werden. (vro)

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Laut den Schweizer:innen soll vor allem bei den Social-Media-Videos gespart werden.

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Das sagt Generaldirektorin Susanne Wille zu den Sparmassnahmen bei der SRG
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