Wirtschaft
Schweiz

Inflation in der Schweiz im August überraschend hoch

Inflation in der Schweiz im August überraschend hoch – Nominallöhne leicht gestiegen

Die Teuerung in der Schweiz ist im August deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Gleichzeitig haben die Arbeitnehmenden in der Schweiz dieses Jahr im Schnitt eine leichte Lohnerhöhung erhalten.
03.09.2026, 08:3303.09.2026, 09:16

Die Jahresinflation erhöhte sich auf 0,8 Prozent von 0,4 Prozent im Juli, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Sie war damit überraschend hoch. Die Prognosen der Ökonomen hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP lediglich von 0,5 bis 0,6 Prozent gereicht.

In der Schweiz ist die Inflation im Mai weiter gesunken. Vor allem die Preise f
Besonders auch die Preise für Treibstoffe sind in der Schweiz gestiegen. (Symbolbild)Bild: sda

Höher war die Inflation letztmals im August 2024. Zuletzt schwankte sie zwischen 0,3 und 0,6 Prozent. Sie liegt aber auch mit dem höheren August-Wert solid im Bereich der Preisstabilität. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht diese in einer Bandbreite von 0 bis 2 Prozent als gegeben.

Die Kerninflation – ohne Energie und Treibstoffe sowie frische und saisonale Produkte – stieg im Jahresvergleich gegenüber dem Wert vom Juli ebenfalls, allerdings nur leicht auf 0,4 von 0,3 Prozent.

Höhere Wohnungsmieten und teueres Benzin

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) erhöhte sich derweil zum Vormonat um 0,4 Prozent auf 101,5 Punkte. Der Grund dafür seien unter anderem höhere Wohnungsmieten gewesen, schrieb das BFS. Ebenfalls gestiegen seien die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und stationäre Spitalleistungen.

Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie für Automiete und Carsharing sind laut den Angaben hingegen gesunken, ebenso wie die Preise in der Parahotellerie.

Nominallöhne sind 2026 laut erster Schätzung leicht gestiegen

Die Arbeitnehmenden in der Schweiz haben dieses Jahr im Schnitt eine leichte Lohnerhöhung erhalten. Diese wird voraussichtlich aber von der Teuerung aufgefressen, sodass unter dem Strich nicht mehr Geld im Portemonnaie übrig bleibt.

Die Nominallöhne sind im Jahr 2026 laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) um 0,4 Prozent gestiegen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Das BFS schätzt die Daten auf Basis von kumulierten Lohndaten.

Bei der aktuellen Zahl handelt es sich um eine erste Schätzung nach dem ersten Halbjahr. Der Wert kann sich bei den weiteren Schätzungen noch ändern.

Ökonomen sagen gleichzeitig für das laufende Jahr eine Inflation von 0,4 bis 0,8 Prozent voraus. Somit zeichnet sich ab, dass die Löhne real stagnieren oder sogar sinken dürften – also unter Einbezug der Teuerung. Dies bestimmt die effektive Kaufkraft.

Im Jahr 2025 sind die Nominallöhne um 1,8 Prozent gestiegen. Unter Einbezug der Jahresteuerung von 0,2 Prozent stiegen die Reallöhne um 1,6 Prozent. Bereits im Vorjahr hatte es eine Lohnsteigerung gegeben.

(sda/awp/con/lak)

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