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Studie zu Katzenbiss: Warum du doch besser zum Arzt gehst

Katzenbiss, Katze beisst: Warum du zum Arzt gehen solltest.
So süss und doch so gefährlich: Katzen.Bild: Shutterstock

Ein Katzenbiss reicht und es wird eine wissenschaftliche Studie aus dir

08.08.2023, 11:1109.08.2023, 07:34

Das weiche Fell und der neugierige Blick erweichen so manches Herz. Wer auf der Strasse auf eine Katze trifft, kann häufig gar nicht anders, als das Tier zu streicheln. Wie der Fall eines 48-jährigen Briten nun zeigt, ist dies nicht immer eine gute Idee. Denn besonders Streunerkatzen können Träger von schlimmen Krankheiten sein, welche bei einem Biss auf den Menschen übertragen werden können. In diesem Fall fanden die Forscher gar ein völlig unbekanntes Bakterium.

Acht Stunden nach den Bissen schwollen Arm und Finger des Mannes derart an, dass er den Notfall aufsuchte. Dort wurde die Wunde desinfiziert, er erhielt eine Tetanus-Impfung und Antibiotika. Die Behandlung schien aber nicht anzuschlagen, Arm und Finger schwollen immer weiter an. Tags darauf kehrte er unter starken Schmerzen in den Notfall zurück.

Nun entfernten Chirurgen das betroffene Gewebe und der Patient erhielt gleich drei unterschiedliche Antibiotika. Damit erholte er sich letztlich doch noch von den Katzenbissen.

Völlig unbekanntes Bakterium

Das infizierte Gewebe wurde wegen der starken Reaktion des Patienten im Spital weiter untersucht und eine Studie dazu veröffentlicht. Die Forscher fanden ein Bakterium, das einigen Streptokokken zumindest ähnelte. Genau bestimmen liess es sich aber nicht. Also wurde das Genom untersucht.

So kann ein Katzenbiss mehrere Stunden später aussehen. In diesem Fall (August 2023) wurden gar neue Bakterien gefunden.
Katzenbiss: Schwellungen und starke Schmerzen sind keine guten Zeichen. Im Falle dieses Briten mussten die Ärzte gar das Gewebe um den Biss entfernen. Bild: CDC

Die Resultate verblüffen: Die Gensequenz wurde in keiner bestehenden Datenbank gefunden. Es handelt sich also um ein bislang völlig undokumentiertes Bakterium, womit wir der Geschichte aus diversen Superhelden-Filmen schon ziemlich nahekommen. Der Unterschied: Der Patient hatte keine Superkräfte, sondern entwickelte Krankheitssymptome.

Glücklicherweise zeigte mindestens eines der verabreichten Antibiotika Wirkung. Die Forscher sind allerdings besorgt und schreiben in der Studie: «Dieser Bericht hebt die Rolle von Katzen als Reservoir für noch unentdeckte Bakterienarten hervor, die dem Menschen gefährlich werden könnten.»

Laut einer Suva-Studie werden in der Schweiz jährlich etwa 3000 Katzenbisse gemeldet. Experten empfehlen, dass man nach einem solchen Biss umgehend zum Arzt geht. (leo)

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