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Unbekanntes Mozart-Manuskript in Paris entdeckt

Huberversität: Kulturepochen
Das wohl berühmteste Mozart-Porträt, in Anlehnung an das Familiengemälde von 1780/81 postum gemalt von Barbara Krafft im Jahr 1819
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_A ...
Das unbekannte Mozart-Manuskript zeigt einen Einblick in die tägliche Arbeit des Musikers.Bild: Wikimedia

Unbekanntes Mozart-Manuskript in Paris entdeckt

19.06.2026, 15:2419.06.2026, 15:24

Ein anonymes und unbetiteltes Musikheft aus dem 18. Jahrhundert entpuppt sich als Sensationsfund: Frankreichs Nationalbibliothek (BnF) hat in ihren Beständen ein unbekanntes Mozart-Manuskript entdeckt. Laut dem Direktor der Bibliothek, Gilles Pécout, bewerten Fachleute den Fund als eine der bedeutendsten Entdeckungen der letzten Jahrzehnte.

Die Verwendung französischen Papiers sowie der Inhalt – Kompositionsübungen und sieben Stücke für Flöte und Harfe – legen nach Angaben der Einrichtung nahe, dass das Manuskript aus den Unterrichtslektionen stammt, die Wolfgang Amadeus Mozart zwischen Mai und Juli 1778 während seines letzten Paris-Aufenthalts erteilte. Seine Schülerin war Marie-Louise-Philippine de Guînes, eine talentierte Harfenistin aus einer adeligen Musikerfamilie.

Mozart als Lehrer: Seltene Einblicke

Das Musikheft, das im Februar in den Beständen der Einrichtung – einer der grössten Bibliotheken weltweit – entdeckt wurde, wirft neues Licht auf Mozarts letzten Aufenthalt in Paris. Zugleich zeigt es den jungen Lehrer Mozart in seiner täglichen Arbeit – einen bislang kaum dokumentierten Aspekt seines Schaffens.

Das Heft, in dem Handschriften von Lehrer und Schülerin nebeneinanderstehen, scheint die letzten Unterrichtsstunden zu dokumentieren. Die letzte Übung blieb unvollendet, zudem sind die letzten sechs Seiten leer – als hätte die Arbeit abrupt geendet. Tatsächlich endeten die Unterrichtsstunden mit der Hochzeit von Mademoiselle de Guînes am 26. Juli 1778. Der weltberühmte Komponist wurde 1756 in Salzburg geboren und starb 1791 in Wien im Alter von 35 Jahren. (sda/dpa)

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