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Neuer blauer Mini-Oktopus vor Galápagos-Inseln entdeckt

«Noch nie so etwas gesehen»: Neuer blauer Mini-Oktopus vor Galápagos-Inseln entdeckt

Forscher haben in der Tiefsee vor den Galápagos-Inseln eine faszinierende, bisher nicht beschriebene Tierart entdeckt: einen winzigen blauen Oktopus.
25.05.2026, 07:3625.05.2026, 13:14

Das Tier, das nur etwa die Grösse eines Golfballs hat, wird im Fachjournal «Zootaxa» als neue Spezies mit dem Namen Microeledone galapagensis beschrieben.

octopus galapagos
So sieht Microeledone galapagensis aus.Bild: charles darwin foundation

Die Entdeckung geht auf eine Tiefsee-Expedition mit einem Forschungsschiff im Jahr 2015 zurück. Nahe der Isla Darwin im äussersten Nordwestens des Galápagos-Archipels steuerte die Besatzung einen ferngesteuerten Unterwasserroboter (ROV) über den Meeresboden. In einer Tiefe von rund 1'773 Metern filmte die Kamera an einem Unterwasserberg den kleinen Kraken.

«Ich hatte so etwas noch nie gesehen»

Videoaufzeichnungen der Mission dokumentieren die Begeisterung der Wissenschaftler: «Er ist winzig» und «Er ist blau», hielten sie ihre ersten Eindrücke fest. Während der Expedition wurden zwei weitere Exemplare beobachtet, ein weibliches Individuum wurde für Untersuchungen eingefangen.

Janet Voight, Expertin für Tintenfische am Field Museum in Chicago und Hauptautorin der Studie, erkannte sofort die Besonderheit des Fundes. «Ich hatte so etwas noch nie gesehen», sagte sie. Die Oktopusse haben kurze, rund drei bis vier Zentimeter lange Ärmchen mit jeweils etwa 30 Saugnäpfen.

Da das Team nur ein Tier der neuen Art gefangen hatte, stand es vor einer wissenschaftlichen Herausforderung. Für eine klassische Artbeschreibung müssen normalerweise typische Merkmale wie Mundwerkzeuge und Organe untersucht und beschrieben werden, was das Aufschneiden des Tieres erfordert hätte. Um das Tier nicht zu töten, nutzten Voight und Stephanie Smith, Leiterin des CT-Labors am Field Museum, hochauflösende Mikro-Computertomographie (CT).

Durch diese Methode wurden tausende Röntgen-Schnittbilder digital zu einem präzisen 3D-Modell zusammengesetzt. So konnten feinste Details der inneren Organe und des Mundes sichtbar gemacht werden, ohne dem Weichtier zu schaden. (sda/dpa)

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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rumpelpilzli
25.05.2026 08:35registriert November 2015
«Ich hatte so etwas noch nie gesehen»

Bei einer neuen Entdeckung durchaus üblich 😂
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Eistgleichemcequadrat
25.05.2026 08:21registriert Dezember 2019
Wurde die kleine nach der stressigen Untersuchung wieder zurückgebracht? DAS wär doch das mindeste! (Mein Optimismus dafür hält sich zugegebenermassen in Grenzen.)
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Kiezematze
25.05.2026 08:34registriert März 2022
Der ist mega cute 😍
Aber bitte... Warum können wir die Natur nicht einfach in Ruhe lassen? Der wohnt in der fu**ing Tiefsee... Was haben wir da bitte verloren?
Reicht doch schon, dass wir es geschafft haben den verdammten Weltraum voll zu müllen und wirklich überall unser Mikroplastik zu verteilen...
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