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Neuer Nasa-Chef krempelt Mond- und Marsmissionen um – das ist bekannt

Neuer Nasa-Chef krempelt Mond- und Marsmissionen um – das ist bekannt

25.03.2026, 10:5925.03.2026, 10:59

Der neue Nasa-Chef Jared Isaacman greift weiter durch: Erst hat er die bemannten Mondmissionen komplett umgeschmissen, jetzt gibt es weitere Planänderungen – für Mond und Mars.

NASA Administrator Jared Isaacman speaks during an interview, Thursday, Dec. 18, 2025, by the White House in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Jared Isaacman
Der neue Nasa-Chef Jared Isaacman.Bild: keystone

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa baut ihr Mondprogramm weiter grundlegend um: Es werde nun eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond anvisiert, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Veranstaltung in Washington.

«Diese Mondstation wird nicht über Nacht erscheinen. Wir werden in den nächsten sieben Jahren rund 20 Milliarden Dollar investieren und sie mit Dutzenden Missionen bauen.»

Die Pläne für eine um den Mond kreisende Raumstation namens «Gateway» würden im Gegenzug zumindest vorerst eingestampft. Die Raumstation, an der auch die europäische Raumfahrtagentur Esa beteiligt war, sollte als Zwischenstation für bemannte Missionen zum Mond und später möglicherweise auch zum Mars dienen.

Ausserdem plane die Nasa bis 2028 das erste nuklearbetriebene Raumschiff zum Mars zu schicken, sagte Isaacman weiter. «Die Nasa ist verpflichtet, erneut das fast Unmögliche zu erreichen: Vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Trump auf den Mond zurückzukehren, eine Mondbasis zu bauen, eine anhaltende Präsenz zu etablieren und die anderen Dinge zu tun, die eine amerikanische Anführerschaft im Weltraum sicherstellen.»

FILE - This undated photo provided by NASA shows a view from orbit looking at the surface of the moon. (Ernie T. Wright/NASA via AP, File)
Moon's Grand Canyons
Die Nasa hat neue Projekte für Mond und Mars.Bild: keystone

Hintergrund ist auch ein neuer Wettlauf der Raumfahrtnationen

Hintergrund sei auch der globale Konkurrenzkampf im All. «Die Uhr läuft in diesem Wettkampf der Grossmächte und Erfolg oder Niederlage wird in Monaten, nicht Jahren gemessen werden.» Schon seit Jahren gibt es einen neuen Wettlauf von Raumfahrtnationen zum Mond. Grösster Konkurrent der USA ist China mit dem vorgegebenen Ziel, bis 2030 Menschen auf den Mond zu bringen. Auch Russland will Menschen auf den Mond bringen, hat aber mit Verzögerungen wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu kämpfen.

Bereits vor einigen Wochen hatte Isaacman den Plan für das krisengeplagte Mondprogramm «Artemis» komplett umgeschmissen. Die Mission «Artemis 3», mit der ursprünglich frühestens 2028 eine Crew auf dem Mond landen sollte, soll nun bereits im kommenden Jahr starten, aber nicht auf dem Mond landen.

Anstelle dessen solle die «Orion»-Kapsel sich bei dieser Mission im Weltraum mit einem oder zwei Mondlandern zusammendocken. Diese Lander sollen von den privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk und Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos entwickelt und gebaut werden. Zudem solle es dann 2028 möglicherweise sogar gleich zwei Mondlandungsversuche geben – «Artemis 4» und «Artemis 5». Landungen seien dann anfangs alle sechs Monate, mit der Möglichkeit einer noch engeren Taktung geplant, sagte Isaacman nun.

Start von «Artemis 2» weiter so bald wie möglich

Die Mission «Artemis 2» solle unterdessen weiter wie geplant so bald wie möglich starten. Mit dieser Mission sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen bei der etwa zehntägigen Mission um den Mond herum fliegen. Zuletzt waren US-Astronauten 1972 auf dem Mond.

Der Start von «Artemis 2» hat sich aufgrund von technischen Problemen allerdings verzögert. Frühestmöglicher Starttermin ist momentan der 1. April. (dab/sda/dpa)

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