54 Jahre nach Apollo 17 – NASA-Crew soll im April zum Mond fliegen
Bereits Anfang Februar hätte die Artemis 2 und ihre vier-köpfige Crew Richtung Mond aufbrechen sollen. Technische Probleme an der Rakete verhinderten jedoch den Start der NASA-Mission. Aufgrund von Komplikationen mit der Heliumzufuhr, welche für den Druck in den Treibstofftanks verantwortlich ist, musste auch der neue Starttermin im März abgesagt werden.
Nun gab die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA bekannt, dass die Probleme behoben seien und die Rakete frühestens am 2. April kurz nach Mitternacht Schweizer Zeit ihre Treibwerke zünden soll. Gemäss der US-Raumfahrtbehörde öffnet sich an besagtem Tag ein sechstägiges Zeitfenster, in dem der Start der Artemis 2 durchgeführt werden könne.
Nach 54 Jahren erneut Crew an Bord
Während mehrere Länder in den letzten Jahrzehnten Missionen ohne Besatzung in Richtung Erdtrabant schickten, soll nun erstmals seit 54 Jahren wieder eine Crew im Cockpit einer Mondrakete Platz nehmen. Zuletzt starteten 1972 die US-Astronauten Eugene Cernan, Ronald Evans und Harrison Schmitt mit der Apollo 17 in Richtung Mond. Die Crew landete am 11. Dezember 1972 erfolgreich auf der Mondoberfläche, es war der letzte Flug im Rahmen des berühmten Apollo-Programms der NASA.
Erste Astronautin auf Mondmission
Mit der US-Amerikanerin Christina Hammock Koch nimmt zum ersten Mal überhaupt auch eine Astronautin an einer Mondmission teil. Die Raumfahrerin aus Michigan flog bereits 2019 zur Raumstation ISS, nahm dort an drei Expeditionen teil und verbrachte insgesamt 328 Tage im Weltall. Neben Koch nehmen die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen Platz an Bord der Artemis 2.
Die dunkle Seite des Mondes erkunden
Im Gegensatz zur Apollo-17-Mission wird die Besatzung jedoch nicht auf dem Mond landen, sondern diesen umfliegen. Ziel ist es dabei laut NASA, mithilfe von Beobachtungen und Fotos Informationen über die der Erde abgewandte Seite des Mondes zu gewinnen. Diese Erkenntnisse sollen dabei helfen, zukünftige Missionen auf der bisher wenig erforschten Rückseite des Mondes vorzubereiten. (jul)
