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Schweizer liegen bei den Englischkenntnissen weltweit nur auf Rang 14

idiom englische idiome auf deutsch
Englisch: Eine Sprache mit Tücken für Nicht-Muttersprachler ... Bild: shutterstock

Föck! Die Deutschen können besser Englisch als wir?! Aber nur wegen den Welschen 

11.11.2017, 14:0412.11.2017, 06:47

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Schweizer können im Schnitt «gut» Englisch. Das sagt zumindest der «English Proficiency Index» (EPI) von EF Education First, der die Englischkenntnisse von Nicht-Muttersprachlern in 80 Ländern vergleicht. Die in Luzern domizilierte Firma, die international Sprachkurse und -reisen anbietet, erstellt das Ranking jeweils anhand der Auswertung von Testergebnissen. 

Der aktuelle EPI, der am 8. November veröffentlicht wurde, zeigt erneut, dass die Europäer weltweit am besten Englisch sprechen. Der regionale Durchschnitt für den Kontinent liegt bei 55,96 Punkten – das ist deutlich besser als Asien (53,60), Afrika (52,28), Lateinamerika (51,47) und der Nahe Osten (45,31).

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Bild: watson
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Auf Länderebene befinden sich nur gerade zwei aussereuropäische Staaten unter den Top Ten: Singapur (Rang 5 / 66,03) und Südafrika (Rang 8 / 63,37). Der Blick auf die Rangliste bestätigt zudem das Klischee, dass Niederländer (Rang 1 / 71,45) und Skandinavier besonders gut Englisch sprechen: Sie erhalten alle die Note «sehr gute Kenntnisse» und besetzen die vordersten Ränge. 

Englischkenntnisse von Nicht-Muttersprachelern, English Proficiency Index 2017
Nord-Süd-Gefälle in Europa: Im Norden sprechen die Leute besser Englisch als im Süden. An der Spitze liegen die Niederlande und Schweden. Bild: EF/watson

Nord-Süd-Gefälle

Das offensichtliche Nord-Süd-Gefälle in Europa mag verschiedene Ursachen haben wie Bildungsstand oder wirtschaftliche Verflochtenheit; sicher dürfte sich aber auch die sprachliche Verwandtschaft auswirken: Niederländisch ist wie die nordischen Sprachen und Deutsch eng mit dem Englischen verwandt, während die romanischen und slawischen Sprachen weiter entfernt sind. Finnen (Rang 6 / 65,83) und Polen (Rang 11 / 62,07) sind die Ausnahmen, die diese Regel bestätigen. 

Das zeigt sich auch in Staaten, die aus verschiedensprachigen Landesteilen bestehen: In Belgien (Rang 12 / 61,58) liegt das flämische Gebiet (65,45) weit vor der mehrheitlich französischsprachigen Hauptstadtregion Brüssel (58,31) und Wallonien (57,05).

Und die Schweiz?

In der Schweiz (Rang 14 / 60,95) schneiden die Genferseeregion (57,86) und das Tessin (58,94) schlechter ab als die deutschsprachigen Landesteile, bei denen Zürich (63,20) vor der Nordwestschweiz (62,24) und der Ostschweiz (62,20) an der Spitze liegt. Dies war in früheren Ausgaben des EPI auch schon der Fall.  

Englischkenntnisse der Schweizer nach Regionen, English Proficiency Index 2017
Englischkenntnisse nach Regionen. Zürich hat als einzige Region das Prädikat «sehr gute Kenntnisse».Bild: Ef
Englischkenntnisse der Schweizer nach Städten, English Proficiency Index 2017
Englischkenntnisse in den Städten. Hier liegt Genf immerhin vor Bern, während Lausanne nur auf das Prädikat «mittlere Kenntnisse» kommt. Bild: Ef

Die Zürcher schlagen auch als einzige unsere nördlichen Nachbarn (62,35) – die Schweiz als Ganzes liegt dagegen klar hinter Deutschland und Österreich: 

  1. Niederlande: 71,45
  2. Schweden: 70,40
  3. Dänemark: 69,93
  4. Norwegen: 67,77
  5. Singapur: 66,03
  6. Finnland: 65,83
  7. Luxemburg: 64,57
  8. Südafrika: 63,37
  9. Deutschland: 62,35
  10. Österreich: 62,18
  11. Polen: 62,07
  12. Belgien: 61,58
  13. Malaysia: 61,07
  14. Schweiz: 60,95
  15. Philippinen: 60,59

Mit Rang 14 liegt unser Land auf demselben Platz wie letztes Jahr. Im Vergleich zu den Jahren zuvor hat sich die Schweiz etwas verbessert: 2014 lag sie noch auf Rang 18 und 2015 sogar auf Rang 19. 

Weltweit nahmen über eine Million Nicht-Muttersprachler an den standardisierten Englisch-Tests von EF Education First teil. Repräsentativ ist die Studie trotz dieser beachtlichen Teilnehmerzahl allerdings nicht. Gerade in ärmeren Ländern hat nur ein Teil der Bevölkerung überhaupt Zugang zu Fremdsprachen-Unterricht; jene, die bei solchen Tests mitmachen, verkehren wahrscheinlich in einer privilegierten Situation. Resultate aus solchen Staaten sind daher vermutlich nach oben verzerrt. 

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Video: watson/Emily Engkent
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