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Wann beginnen in welchem Kanton die Sommerferien?

Wer selbst keine Zeit für Ferien hat, für den haben wir hier ein Symbolfamilienferienstrandbild.
Wer selbst keine Zeit für Ferien hat, für den haben wir hier ein Symbolfamilienferienstrandbild.Bild: Shutterstock

Kaum ein Land hat weniger als die Schweiz – der grosse Sommerferien-Report

Die Schulferien machen wieder tausende Schweizer Schüler glücklich. Bezüglich der Ferienlänge gibt es allerdings grosse Unterschiede. Und im internationalen Vergleich haben wir nichts zu lachen.
13.07.2018, 09:1113.07.2018, 21:46

Jetzt startet die schönste Zeit im Jahr. Zumindest für alle Schülerinnen und Schüler der Schweiz. Denn nie im Jahr gibt es länger Ferien am Stück als in den Sommermonaten. Wie lange, das hängt allerdings sehr davon ab, in welcher Gemeinde die Schüler zur Schule gehen.

Diese fünf Grafiken zeigen, dass die Ferien nicht ganz so fair verteilt sind.

Sommerferien in der Schweiz

Für die Festlegung der Schulferien sind in der Schweiz die Kantone und Gemeinden zuständig. Daher gibt es grosse Unterschiede. Wir zeigen hier Durchschnittswerte pro Kanton. Die tatsächlichen Ferien können teilweise in einigen Gemeinden von diesem Wert abweichen.

Ferien Schweiz
Durchschnittliche Sommerferien pro Kanton in der Schweiz. In Nidwalden ändern die Ferien nach dem Übertritt von der Volks- zur Mittelschule.Quellen: schweizerische konferenz der kantonalen erziehungsdirektoren (edk), sowie informationsseiten diverser kantone und gemeinden. bild: watson

Sonderfall Graubünden: Besonders im Kanton Graubünden sind die Unterschiede riesig und reichen von fünf Wochen bis zu deren zehn in weiten Teilen des Misoxs. Grund dafür sind historische Bedürfnisse (Tourismus, Klima, Landwirtschaft, Traditionen, etc.).

Hier gibt's nur vier Wochen Ferien: Fünf Wochen Sommerferien sind in der Schweiz üblich – aber nicht für alle Schweizer Kinder. Einige Gemeinden geben nur vier Wochen schulfrei, so etwa im aargauischen Lenzburg, Staufen, Schafisheim oder Ammerswil.

Wann die Sommerferien sind

Auch hier gibt es grosse Unterschiede. Während die Tessiner schon Mitte Juni in die Ferien düsen, warten die Zürcher rund einen Monat länger. 

Ferien Schweiz Sommer
Für die Kantone mit unterschiedlich langen Sommerferien haben wir die am weitesten verbreitete Zeitspanne gewählt.quellen: schweizerische konferenz der kantonalen erziehungsdirektoren (edk), sowie informationsseiten diverser kantone und gemeinden. bild: watson

Anzahl Ferienwochen im Jahr

Die Tessiner müssen zwar bei den Sport-, Frühlings- und Herbstferien mit einer Woche auskommen, da sie aber über Weihnachten zwei Wochen schulfrei haben, kommen sie auf sagenhafte 16 Wochen Ferien. 

Während die meisten Kantone ihren Schülern schon länger 13 Wochen Ferien gewähren, mussten die Thurgauer Kinder lange mit 12 Wochen auskommen. Jetzt haben auch sie fix zwei Wochen Weihnachtsferien und kommen so auf 13 Wochen total.

Bild
Quellen: schweizerische konferenz der kantonalen erziehungsdirektoren (edk), sowie informationsseiten diverser kantone und gemeinden. bild: watson

Sommerferien in Europa

Im Vergleich zu den meisten Staaten Europas fangen die Sommerferien in der Schweiz nicht nur spät an, sie enden auch früh. 

Allerdings gilt auch hier: Die Angaben sind Durchschnittswerte und können je nach Region variieren. 

Sommerferien in Europa (Durchschnittswerte).
Sommerferien in Europa (Durchschnittswerte).Quelle: «The organisation of school time in Europe» der EU-Behörde EACEA, bild: watson

Anzahl Ferienwochen im Sommer

Bei der Dauer der Sommerferien in Europa bildet die Schweiz zusammen mit Deutschland, Dänemark und Grossbritannien das Schlusslicht.

Auch hier gilt: Angegeben sind Durchschnittswerte. 

Europakarte: Wer hat wie lange Ferien?
quelle: «the organisation of school time in europe» der eu-behörde eacea, bild: watson
Quellen und Daten
Die Daten zu den Schweizer Schulferien stammen von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), sowie Informationsseiten von diversen Kantonen und Gemeinden. Die Angaben Europas aus «The organisation of school time in Europe» der EU-Behörde EACEA.
Die drei Grafiken aus der Schweiz haben wir aus einem früheren Artikel angepasst.

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