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Die Finsbury-Park-Moschee im Norden Londons sieht sich laut ihrer Leitung als Opfer eines «Terroranschlags» mit mindestens zehn Verletzten und womöglich einem Toten, nachdem ein Mann einen Lieferwagen in eine Gruppe von Muslimen lenkte. Bild: NICOLAS ASFOURI/EPA/KEYSTONE

Vom Ort des Hasses zum Ziel des Hasses: Die Finsbury-Park-Moschee

19.06.17, 14:44 19.06.17, 15:48

Jahrelang galt sie als Symbol für islamistischen Hass, jetzt ist sie womöglich Ziel eines Muslim-Hassers geworden: Die Finsbury-Park-Moschee im Norden Londons sieht sich laut ihrer Leitung als Opfer eines «Terroranschlags» mit mindestens zehn Verletzten und womöglich einem Toten, nachdem ein Mann einen Lieferwagen in eine Gruppe von Muslimen lenkte.

In den 1990er Jahren wurde die Moschee nahe dem gleichnamigen Finsbury Park international bekannt. Seit 1995 war der Imam in dem roten Ziegelbau mit Minarett der frühere Afghanistan-Kämpfer Abu Hamza. Der Einäugige machte nicht nur mit seiner Metallhaken-Prothese an der rechten Hand von sich reden, sondern vor allem mit Brandreden gegen den «amerikanischen Satan».

Unter Sheikh Abu Hamza spielte die Moschee bei der Radikalisierung junger Muslime eine wichtige Rolle.  Bild: X01449

Unter Hamza spielte die Moschee bei der Radikalisierung junger Muslime eine wichtige Rolle. Zu ihren Besuchern gehörten etwa der britische «Schuhbomber» Richard Reid sowie der Franzose Zacarias Moussaoui, der an den Vorbereitungen für die Terroranschläge vom 11. September 2001 beteiligt war.

Bei einer nächtlichen Razzia im Jahr 2003 beschlagnahmten die Ermittler in der Moschee Waffen, rund hundert gestohlene oder gefälschte Pässe sowie Schutzanzüge gegen chemische Angriffe. Ein Jahr später wurde Hamza auf US-Antrag verhaftet.

In London wurde er wegen Aufrufs zum Rassenhass und zu Mordanschlägen 2006 zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. 2012 wurde er in die USA ausgeliefert, wo er drei Jahre später zu lebenslanger Haft wegen Verwicklung in eine Geiselnahme im Jemen und Unterstützung des Terrorismus in Afghanistan verurteilt wurde.

Die neue Leitung der Moschee ist bemüht, den Ruf als Hort des Islamismus abzulegen und die Moschee auch für Andersgläubige zu öffnen. Muslime beten nach dem Angriff von Montagnacht für die Opfer.  Bild: AP/PA

Ruf wiederherstellen

Inzwischen ist die neue Leitung der Moschee bemüht, den Ruf als Hort des Islamismus abzulegen und die Moschee auch für Andersgläubige zu öffnen. Wenige Wochen nach den Attentaten von Paris im Januar 2015 nahm die Gemeinde an einem Tag der offenen Tür teil, der vom britischen Muslimrat MCB organisiert wurde.

«Wir arbeiten daran, unsere Moschee und unsere Aktivitäten für die Allgemeinheit zu öffnen», sagte einer der Moschee-Verwalter, Khalid Oumar. Trotz aller Bemühungen erhielt die Gemeinde nach den islamistischen Anschlägen von Paris zahlreiche Drohbriefe und -Mails.

Nach dem mutmasslichen Anschlag mitten im Fastenmonat Ramadan ist die Gemeinde nun «unter Schock», wie der Vorsitzende des Moscheevereins, Mohammed Kozbar, sagt: «Unsere Gedanken und Gebete sind mit denen, die getroffen wurden.» (sda/afp)

Minivan rast in Menschenmenge – ein Toter und zehn Verletzte

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • pachnota 20.06.2017 17:27
    Highlight Aus meiner Sicht, ein riesen Fehler, das T.May, das Wort "Terroratacke" in den Mund genommen hat.

    Das ist halt die "political correctness".
    (Orwell lässt grüssen)

    Wir sind uns mittlerweile, so gewöhnt, das alles immer für alle gilt, auch wenn, s völlig absurd ist.
    Ja niemanden diskriminiren.

    Aus dieser, falsch vestandenen "Korrektheit" heraus, muss jetzt, wass dieser verwirrte Mann getan hat, natürlich sofort auch ein "Terroranschlag" sein, auch wenn,s VÖLLIG offensichtlicht, nichts mit Terror zu tun hat.
    Wie eigentlich auch jedermann genau weiss...

    Bizzare Blüte, der Selbstkasteiung!
    1 1 Melden
  • Hinkypunk 19.06.2017 21:46
    Highlight Laut 20min.ch handelt es sich um einen Waliser.
    6 10 Melden
  • Jonasn 19.06.2017 19:09
    Highlight Nachdem der Autor dieses Artikels in mehreren Absätzen diese Moschee als Ort des Hasses und Hauptquartier eines radikalen Imams von vor vielen Jahren beschreibt, hätte man ruhig darauf hinweisen können, dass diese Moschee nicht nur wichtige Preise gewonnen hat (http://www.islingtongazette.co.uk/news/finsbury-park-first-mosque-to-win-prestigious-national-award-1-3836208) sondern tatsächlich mittlerweile seit mehreren Jahren bereits eine sehr offene Vorzeigemoschee ist.
    36 30 Melden
    • PenPen 19.06.2017 19:42
      Highlight Den Prix Walo?
      28 21 Melden
    • pachnota 19.06.2017 23:59
      Highlight Eine "Vorzeigemoschee" aha, so so...(...)
      3 1 Melden
    • Jonasn 20.06.2017 11:44
      Highlight Ein interessanter Kommentar, aha, so so,... (...) etc. ...
      0 4 Melden
  • Rendel 19.06.2017 18:07
    Highlight Man kann sich fragen, ob der Artikel zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist. Es mag sein, dass der Täter die Mosche wegen dem Hassprediger von früher ausgesucht hat. Aber wissen tun wir ...NICHTS ....zum gegenwärtigen Zeitpunkt.
    31 9 Melden
  • GeorgOrwell 1984 19.06.2017 16:33
    Highlight Es ist traurig, wie wiederum (sogar in so einer Situation) die Moslem bzw. die Moschee als "Ort des Hasses" betittelt wird... ist exakt das, was die IS mit den "vermeintlich" Ungläubigen macht... sprich "die sind ungläubig und verdienen es zu sterben" und hier "Ort des Hasses" wie, "es geschieht am Rechten Ort"... es sind wieder Menschen gestorben, egal welche Religion sie angehörten. Das ist Tatsache. mfg
    33 141 Melden
    • Stinkender Wookie 19.06.2017 16:56
      Highlight Hast du den Artikel überhaupt gelesen?
      120 3 Melden
    • Roaming212 19.06.2017 17:27
      Highlight Dein Name und deine Meinung, 2edgy4me.
      44 4 Melden
    • Saraina 19.06.2017 17:33
      Highlight Abu Hamza war der Inbegriff eines Hasspredigers. Er war auch den Muslimen Englands ein Dorn im Auge, und genoss aus unklaren Gründen sehr lange bemerkenswerten Schutz durch die Regierung
      72 3 Melden
    • Dr.Bogyman 19.06.2017 17:35
      Highlight Ich finde den Titel auch schrecklich, denn die Moschee hat eine neue Leitung die diesen Ruf des Hasses ablegen möchte. Und trotzdem wird hier von „Ort des Hasses“ geredet.
      Aber so verkauft sich das halt besser. Naja Geld regiert halt die Welt, und auch der Verstand gewisser Leute...
      31 58 Melden
    • pachnota 20.06.2017 00:03
      Highlight GeorgOrwell 1984

      Dein Namensgeber, GeorgOrwell... würde sich im Grab herumdrehen, bei so einem Kommentar.
      2 2 Melden
  • Hussain Bolt 19.06.2017 15:36
    Highlight Abu Hamza macht rt wenn er sagt Amerika ist Satan. Nur sollte man diese Moschee mal schliessen, kann nicht sein das der extremismus weiterhin geduldet wird rt
    41 39 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.06.2017 17:22
      Highlight Hast du das:
      "In London wurde er wegen Aufrufs zum Rassenhass und zu Mordanschlägen 2006 zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. 2012 wurde er in die USA ausgeliefert, wo er drei Jahre später zu lebenslanger Haft wegen Verwicklung in eine Geiselnahme im Jemen und Unterstützung des Terrorismus in Afghanistan verurteilt wurde."
      und das:
      "Inzwischen ist die neue Leitung der Moschee bemüht, den Ruf als Hort des Islamismus abzulegen und die Moschee auch für Andersgläubige zu öffnen"
      gelesen? :)
      49 5 Melden
    • Sheriff_Rooster_Cockburn 19.06.2017 17:37
      Highlight @mnl
      Er ist denk so gescheit, er muss nur den Titel, die ersten 2 Abschnitte und das grosse bild mit dem bösen, einäugigen, metallbehakten Mann sehen, um zu wissen, was wirklich Sache ist.
      ;)
      26 6 Melden
    • Hussain Bolt 19.06.2017 17:57
      Highlight jetzt mal rt wenn man für Kuffars die Moschee öffnet will man sie eher bekehren hab ich das Gefühl. Aber wenn sie denn Islamismus ablegen wollen können die Moscheebose es gerne tun, ne sie müssen es.
      8 31 Melden
    • Sheriff_Rooster_Cockburn 19.06.2017 18:32
      Highlight @ebola
      Was versuchst du zu sagen??
      19 6 Melden
    • Pius C. Bünzli 19.06.2017 19:41
      Highlight exbola. Dann wollen Kirchen welche ökomenische Gottesdienste durchführen auch die Besucher bekehren?
      14 4 Melden
    • Ruffy 19.06.2017 21:27
      Highlight Pius, ja natürlich, oder was denkst du denn ist das ziel von religionen..
      6 6 Melden
  • G3r1 19.06.2017 15:22
    Highlight Wieso "Terroranschlag" und nicht Terroranschlag?
    20 32 Melden
    • Rabbi Jussuf 19.06.2017 17:24
      Highlight Natürlich weil es noch nicht klar ist, was da genau passiert ist, insbesondere das Motiv ist unklar.
      Könnte ja sein, dass es sich "nur" um einen Verwirrten handelte. Könnte auch sein, dass es ein Racheakt war. Das wären beides keine Terroranschläge. Darum die Anführungszeichen.
      30 10 Melden
    • Saraina 19.06.2017 18:18
      Highlight Gegen den Täter wird wegen einer terroristischen Handlung ermittelt. Ohne Gänsefüsschen.
      14 4 Melden
    • pachnota 20.06.2017 00:09
      Highlight Ist eigentlich jetzt schon klar :
      Täter= KEIN Terrorist.

      (Tut mir leid, aber willkommen in der Realität.)

      1 2 Melden
  • JonSerious 19.06.2017 14:53
    Highlight Die Terroranschläge von 2001 waren nicht am 9. September, sondern am 11. September.
    55 0 Melden
    • Laurent 19.06.2017 15:03
      Highlight @JonSerious: merci, ist korrigiert.
      13 35 Melden

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