Schweiz

«Verstoss gegen Grundregeln»: An'nur-Moschee droht Ausschluss aus islamischem Dachverband

Publiziert: 02.11.16, 16:40 Aktualisiert: 02.11.16, 17:01

Am Dienstagmorgen ist es in der Winterthurer An'nur-Moschee zu einer Razzia gekommen. Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen vier Personen aus dem Umfeld der An'nur-Moschee eröffnet. Eine der beschuldigten Personen, der Prediger der Moschee, soll zum Mord an Muslimen aufgerufen haben.

Vier weitere wurden von der Kantonspolizei wegen Verdacht auf Verstösse gegen das Ausländergesetz verhaftet. Wie es mit der Moschee weitergeht und wie gegen Radikalisierung vorgegangen werden soll, erklärt Muris Begovic von der Vereinigung für Islamische Organisationen in Zürich (VIOZ) im Interview

Zur Person:

Muris Begovic ist Imam und Leiter der Vereinigung für Islamische Organisationen in Zürich. Dabei handelt es sich um einen Dachverband für verschiedene Moscheevereine im Kanton Zürich. Auch die An'nur-Moschee ist Mitglied der Vereinigung. (leo)

Herr Begovic, die An'nur-Moschee ist Mitglied der VIOZ. Haben Sie von dem mutmasslichen radikalen Imam gewusst?
Muris Begovic: Nein, diese Person ist uns nicht bekannt. Ich kann allerdings nicht sagen, ob sie möglicherweise in anderen Kreisen als Bekanntheit gilt. Ich habe diesen Namen heute zum ersten Mal gehört.

Aber die Moschee ist doch in Ihrer Vereinigung, da wissen Sie doch sicher, wer dort predigt?
Wir mischen uns nicht direkt in die internen Angelegenheiten der verschiedenen Organisationen in der VIOZ ein. Wir bieten ihnen Unterstützung bei Fragen an. Wir schreiben ihnen aber nicht vor, welche Personen sie in ihren Räumlichkeiten beschäftigen dürfen und welche nicht. Die An'nur-Moschee ist Mitglied in unserem Verbund, doch sie sind uns keine Rechenschaft darüber schuldig, wen sie in ihrer Moschee anstellen.

Bei welchen Fragen unterstützen Sie die Moscheen Ihres Verbands?
Wir können den Organisationen zum Beispiel bei der Auswahl eines Imams helfen. Wir verfügen über Informationen und Kontakte ins Ausland. So können wir den zum Teil kleinen Organisationen helfen, den Hintergrund verschiedener Imame besser in Erfahrung zu bringen. Radikale Imame können dann im vornherein aussortiert werden.

Razzia in Winterthurer Moschee

Sie hätten diesen Imam, sollten die Vermutungen über seinen Mordaufruf stimmen, aussortiert?
Natürlich. Wenn es stimmt, dass der neue Imam der An'nur-Moschee zu Mord aufgerufen hat, dann verurteilen wir das. Wir sind froh in einem Rechtsstaat zu leben, indem solche Aussagen ernstgenommen werden und entsprechend gehandelt wird. Auch aus islamisch-theologischer Sicht stimmt die Aussage des Imams nicht und widerspricht unserer Grundsatzerklärung als Glaubensgemeinschaft. 

Was passiert denn nun mit der An'nur-Moschee? Werden Sie sie aus der VIOZ ausschliessen?
Das ist eine Möglichkeit, ja. Wir haben bereits bei den ersten Zwischenfällen in und um die Winterthurer Moschee den intensiveren Kontakt gesucht. Wir dachten, wir seien dabei auf gutem Weg gewesen. Die heutigen Schlagzeilen zeigen das Gegenteil. Sollten die Vorwürfe stimmen, werden wir die Moschee ausschliessen. Dies widerspricht unserer Grundsatzerklärung. Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Organisationen gegen die Verbreitung radikaler Tendenzen vorgehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Moschee im Zusammenhang mit radikalen, ausländischen Imamen auffällt. Ist es denn so schwierig, nicht-radikale Imame zu finden?
Nein, überhaupt nicht. Es handelt sich in diesen Fällen um Ausnahmen. Der Grossteil der aus- und inländischen Imame hat überhaupt nichts mit den Ansichten radikaler Gruppen zu tun. Im Gegenteil, sie verurteilen solche Strömungen. Wenn man sich über die Personen informiert und bei den zuständigen Stellen im Ausland nachfragt, findet man sehr schnell heraus, wer sich eignet und wer nicht.

Würden Sie sagen, dass man bei Imamen aus Ländern, in denen radikale Gruppen verkehren, besonders vorsichtig sein muss?
Nein, ich würde nicht sagen, dass man zum Beispiel bei syrischen Imamen besonders vorsichtig sein muss. Diese radikalen Meinungen sind wie ein Geschwür, man weiss nie genau, wohin sie sich überall ausgewachsen haben. Es gilt bei allen Personen genau hinzuschauen und Abklärungen zu treffen.

Was können Sie dabei als Dachverband tun?
Wir können und dürfen uns nicht in die Tagesgeschäfte beziehungsweise Entscheidungskompetenzen der Moscheevereine einmischen. Dafür haben wir keine Kompetenz und auch keine Ressourcen. Wir können sie aber dabei unterstützen, das Problem der Radikalisierung zu thematisieren, klare Ordnung und Regeln in und um die Moschee aufzustellen, Kontakt zu unbekannten Besuchern herzustellen und bei allfälligen Auffälligkeiten entsprechende Institutionen zu kontaktieren. Der Wille dazu muss aber von den Vereinen selbst kommen.

Wenn der Wille nicht besteht, können Sie gar nichts tun? 
Nein, solange die Muslime in der Schweiz keine öffentlich-rechtlich anerkannte Religionsgemeinschaft sind, sind die Moscheen als Vereine oder Stiftungen registriert und können nur in diesem Rahmen zur Rechenschaft gezogen werden. Auch über die Ausbildung der Imame könnte per Anerkennung Kontrolle gewonnen werden.

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29 Kommentare anzeigen
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  • Andreas Kyriacou 03.11.2016 08:39
    Highlight Schon etwas billig, die ganze Verantwortung auf die einzelnen Vereine abzuschieben. Eine Dachorganisation kann in ihren Statuten klare Bedingungen definieren, welche Organisationen erfüllen müssen, die bei ihnen Mitglied sein wollen. Dafür braucht es weder öffentliche Mittel noch eine staatliche Anerkennung.

    Es gibt aber in den VIOZ-Statuten nicht einen einzigen Artikel, der solche Bedingungen formuliert. Es scheint, es ist der VIOZ wichtiger, über eine lange Mitgliederliste bedeutungsvoll zu wirken als integer. Das sind keine guten Voraussetzungen, um beim Staat Forderungen zu stellen.
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    • Rabbi Jussuf 03.11.2016 09:34
      Highlight Wir haben trotzdem ein Problem.
      Für eine staatliche Anerkennung braucht es weniger, als man erwarten würde, denn dahinter stehen auch die Kirchen, nicht weil sie unbedingt eine weitere Religion in der Schweiz möchten, sondern, weil sie befürchten, dass ihre eigenen Privilegien den Bach runter gingen. Denn wenn man nicht will, dass irgendwelche islamischen Religionsgemeinschaften anerkannt werden, muss man endlich ernsthaft über eine striktere Trennung von Kirche und Staat sprechen. Das fürchten die Kirchen!
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  • Stipps 02.11.2016 20:35
    Highlight Jaja, Mordaufrufe tagtäglich und ihr nickt das weg ... schöner Teil eurer Gesellschaft.
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  • axantas 02.11.2016 20:34
    Highlight "...können Sie gar nichts tun? Nein..."
    Nun kommt wieder diese Platte. Staatliche Anerkennung, dann können wir was tun. Warum können Sie denn jetzt nichts tun? Was wird denn nachher besser? Ich höre und sehe immer nur ausweichende oder nicht beantwortete Antworten. Niemand bekennt wirklich Farbe, überall nur Wischiwaschi und "Ihr müsst endlich, tut etwas, wir können nichts unternehmen".
    So funktioniert das nicht.
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  • Jazzdaughter 02.11.2016 19:57
    Highlight Man sollte den Islam endlich institutionalisieren, so wie die Kirchen in der Schweiz. So wäre bessere Kontrolle möglich und man täte einen Schritt zur Prävention der Radikalisierung.
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    • Stipps 02.11.2016 20:34
      Highlight Was wäre besser kontrollierbar? Und was gewinnst du mit Kontrolle? Etwa den Blumentopf wie jetzt in Winterthur?!
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    • Spooky 02.11.2016 20:38
      Highlight Wie willst du es anstellen, den Islam zu institutionalisieren, bei dem es heute noch offiziell gestattet ist, Frauen zu steinigen, und der es erlaubt, Ungläubige über den Haufen zu schiessen und mit Camions zu überfahren, und der heute noch behauptet, es gebe nur einen einzigen wahren Gott, und der heisse Allah?

      Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten!
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    • sambeat 02.11.2016 22:04
      Highlight Institutionalisieren? (Gibts das Wort wirklich?)
      Was denn genau institutionalisieren?
      Etwas diesen rückständigen Irrsinn? Im ernst?
      Ich finde: Nein. Ganz einfach nein!
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    • Jazzdaughter 02.11.2016 22:36
      Highlight Auch die christlichen Kirchen haben früher Intoleranz ausgeübt, Ungläubige auf Scheiterhaufen verbrannt, man denke z. B. an die Auto da Fés in Spanien 16 & 17 Jh. Mit der Aufklärung, der Trennung von Kirche & Staat wurde ein langsamer Prozess eingeleitet, der den Kirchen ihre Macht nahm. In der Schweiz sind die christlichen Kirchen ofiziell anerkannt, und so zum Beispiel durch den Staat finanziert (Kirchensteuer). Bei Moscheen ist das viel weniger übersichtlich, z.T. ist nicht ganz klar woher das Geld kommt... ob die Moschee durch extreme Organisationen aus dem Ausland finanziert wird z.B.
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    • Jazzdaughter 02.11.2016 22:42
      Highlight @Stipps Die Finanzen zu kontrollieren wäre mMn eine Möglichkeit, sich Übersicht und Transparenz darüber zu verschaffen, wer hinter der betreffenden Moschee dahinter steckt, wer sie finanziert. Es wäre ein Vorstoss in die richtige Richtung, denn so wie es jetzt ist kann das nicht weitergehen.
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    • Andi Amo 03.11.2016 00:09
      Highlight Das einzige, was das bringen würde, sind öffentliche Gelder für Islamgemeinschaften. Darum geht's doch. Wenn jetzt schon offensichtlich nicht mal von Grund auf der Wille dafür da ist, extreme Strömungen wirksam zu bekämpfen, was soll sich genau nach einer Institutionalisierung urplötzlich so verbessern und wieso? Zuerst soll sich diese im Kern sehr intolerante Religionsgemeinschaft selbst reformieren, dann können wir vielleicht mal weiter reden.
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    • Jazzdaughter 03.11.2016 07:53
      Highlight Das wäre natürlich der Traum, wenn das einfach so "von selbst" geschieht. Aber bis dahin muss man nach Zwischenlösungen suchen. Bessere Kontrolle ist nur eine davon.
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    • Rabbi Jussuf 03.11.2016 08:51
      Highlight Diese ReligionsgemeinschaftEN werden sich selber nicht reformieren, noch wollen säkularere Muslime sich organisieren.
      Ich sehe nicht, was das Geschwätz um eine staatliche Anerkennung soll, ausser dass sie dann Geld vom Staat abschöpfen könnten.
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    • Rabbi Jussuf 03.11.2016 08:57
      Highlight Ach ja, um Privilegien geht es auch noch, natürlich! So zum Beispiel um ein Mitspracherecht im Schulplan: Schwimmen, Religionsunterricht, Biologie, Gebetsräume, etc. Und in Kantinen Halal-Essen (das heisst, es darf kein Schweinefleisch mehr gekocht werden!)
      Und des Weiteren könnten wir uns dann da und dort auf einen Muezzinruf freuen. Gibt es ja in Deutschland schon, obwohl vor Jahren noch heftigstens bestritten wurde, dass man das wolle. Da bin ich froh, haben wir ein Minarettverbot, obwohl ich anfangs dagegen war.
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  • Angelo C. 02.11.2016 19:54
    Highlight War höchste Zeit, diesen islamistischen Stall des Augias endlich gesetzeskonform auszumisten👍!

    Hätte man schon beim Vorgänger des neuen Predigers tun sollen, aber hierzulande schreckt man oft vor konkreten Massnahmen zurück, um die Gläubigen solcher Mordbotschaften nicht noch mehr aufzubauen.

    Wirksame Kontrollen sind ebenso angesagt wie Nulltoleranz gegenüber rein fremdsprachigen Predigern, bzw. solchen, die nicht in Europa ausgebildet wurden!

    Zum Glück schliesst diese äusserst suspekte Moschee Ende des Jahres. Wobei es diesen Verein auch im Untergrund aufmerksam weiter zu beobachten gilt!
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  • deleted_369389063 02.11.2016 19:38
    Highlight Wow also ein bisschen mehr einmischen und härte zeigen kann dieser Verband schon. Es ist gut das diese Moschee der Vergangenheit angehört. Eine extremisten Hot-Spot weniger. Gibt aber noch genug welche man auch schliessen muss. Nur was passiert mit den Besuchern dieser Mosche, welche empfänglich für diese Ideologien sind? Wandern sie in den Untergrund ab oder treffen sich in irgendwelchen Hinterhofgebetsstuben? Hier ist die Polizei und der Nachrichtendienst gefragt, obwohl ich grundsätzlich gegen den big Brother bin.
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    • Andi Amo 03.11.2016 00:11
      Highlight Ich hoffe inständig, die haben vielleicht langsam die Schnauze voll und leben ihre extreme Glaubensausrichtung in Zukunft in einem Land, wo sie dies ungehindert tun können. Möglichkeiten gibt es ja eigentlich genug und das Wetter soll dort zudem auch noch besser sein...:-)
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  • TobiWanKenobi 02.11.2016 19:10
    Highlight "An'nur bitzli radikalisiert..."
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    • Saraina 02.11.2016 20:11
      Highlight Der ist gut!
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  • Michael L. 02.11.2016 18:42
    Highlight http://www.nzz.ch/zuerich/saida-keller-messahli-das-ist-nur-die-spitze-des-eisbergs-ld.125897
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  • E. Edward Grey 02.11.2016 18:14
    Highlight Wenn der Verband erst nach der Polizei reagiert... sollte der Verband sich mal besser selbst hinterfragen statt mit "nichts gewusst" herauszureden.

    Das genau ist eine der Crux mit dieser Religion und erlaubt erst den Radikalen einen Nährboden auszulegen.
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    • Saraina 02.11.2016 20:17
      Highlight Der Verband sind eine Handvoll Ehrenamtlicher. Die sind nicht in der Lage, in jeder Moschee einen Mitarbeiter hinzuschicken, der jeweils die Freitagspredigt anhört. Aber offensichtlich hat einer der anwesenden Muslime richtig reagiert und die Polizei verständigt. Hoffentlich kann der Imam ausgeschafft werden. Was den Nährboden anbelangt: Radikale gibt es in jeder Religion, und auch Vaterlandsliebe kann sich zu Faschismus auswachsen, leider. Nur sieht man den Balken im eigenen Auge meist nicht.
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    • Maracuja 02.11.2016 20:58
      Highlight @Seraina Die sind nicht in der Lage, in jeder Moschee einen Mitarbeiter hinzuschicken, der jeweils die Freitagspredigt anhört

      Die müssten doch nicht in jede Moschee einen Mitarbeiter schicken. Es würde genügen den Verbandsmitgliedern auf die Finger zu schauen, die Anlass zur Sorge geben. Die fehlende staatliche Anerkennung indirekt dafür verantwortlich zu machen, dass man keine Sanktionen gegen dieses Verbandsmitglied ergreifen konnte, zeugt ebenfalls nicht von viel Eigenverantwortung/Bereitschaft zur Selbstkritik.
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    • Saraina 03.11.2016 07:29
      Highlight Maracuja: es gibt mehr Verbandsmitglieder als Moscheen. Deshalb wäre es aufwendiger, diese so zu überwachen, dass man wüsste, ob sie Anlass zu Sorge geben. Weiss der Vorstand der Verbände in denen Sie, resp. Ihr Unternehmen ist, wie sie privat denken, und ob alle Ihre Transaktionen sauber sind? Das ist ja nicht ein Kegelverein, wo sich alle kennen. Doch, die fehlende Anerkennung und Ausbildung von Imamen ist ein Problem.
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    • E. Edward Grey 03.11.2016 08:04
      Highlight Entweder man nimmt als Verband eine Aufgabe wahr oder man lässt es lieber bleiben. Nur ein Verband des Verbandes willen - wozu das Ganze? Man gibt Radikalen die Möglichkeit sich dahinter zu verstecken. Go figure.

      Ein Verband ist nicht nur eine Idee und Wille, sondern auch eine sehr grosse Aufgabe. Mit Hakuna Matata ist da niemanden geholfen.

      Doch dieser Verband sagt einfach: "ups das haben wir nicht gewusst" - und macht weiter wie bisher. Kommt das nächste Islamzentrum mit Problemen in die Presse, "ups haben wir nicht gewusst..." Wozu dann dieser Verband?
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    • Maracuja 03.11.2016 08:20
      Highlight @Seraina

      Man darf von diesem Verband also nicht erwarten, dass er Mitglieder überprüft, die immer wieder negative Schlagzeilen machen (das meinte ich mit zu Sorgen Anlass geben) und klärt, ob sie gegen die Grundsatzerklärung des VIOZ verstossen? Selbstverständlich wäre es für den Verband einfacher/angenehmer, wenn der Staat mehr Aufsichtsmöglichkeiten hätte, es ist ja nicht ganz ungefährlich sich mit Salafisten anzulegen. Solange diese staatlichen Leitplanken fehlen, muss der Verband selbst aktiv werden. Schliesslich sind diese Mordaufrufe nur öff.geworden, weil Muslime Mit zur Anzeige hatten
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  • CASSIO 02.11.2016 16:52
    Highlight Erst jetzt?
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    • Lord_Mort 02.11.2016 17:45
      Highlight Ich finde gut, dass als erster Schritt der Dialog gesucht wird und nicht gleich ein Ausschluss droht. So hat man die Möglichkeit auf diese Leute Einfluss zu nehmen. Ein Ausschluss führt nur dazu, dass diese Organisationen an Anonymität gewinnen, was die Einflussnahme und öffentliche Kontrolle nur noch erschwert.
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    • Sapere Aude 02.11.2016 17:48
      Highlight Scheint als ob der Verstoss gegen die Grundregeln des islamischen Dachverbandes erst mit dieser Razzia nachweisbar war. Zwar wusste man bereits länger, dass dort ein Problem herrscht, weshalb ja auch ein Dialog zwischen dem Dachverband und Moschee stattfand. Ein Ausschluss aus einem Verband oder Verein muss ja auch begründbar sein und kann nicht alleine auf Vermutungen und Mutmassungen aufbauen.
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