Wirtschaft

Schweizer Wirtschaft kommt nicht vom Fleck: Das BIP stagniert im dritten Quartal

01.12.15, 07:51 07.01.16, 16:33

Die Schweizer Wirtschaft ist im dritten Quartal nicht gewachsen. Während die Bauinvestitionen sowie die Dienstleistungsexporte von Juli bis September rückläufig waren, legten die Konsumausgaben des Staates markant zu und stützten damit das Bruttoinlandprodukt (BIP).

Der Staatskonsum stieg um 1,8 Prozent. Die privaten Haushalte konsumierten im dritten Quartal dagegen rund 0,4 Prozent mehr. Der grösste Wachstumsbeitrag kam laut einer Meldung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Dienstag vom Bereich Gesundheit, gefolgt von den Rubriken Verkehr sowie Wohnen und Energie.

Die Ausrüstungsinvestitionen legten leicht zu, nämlich um 0,2 Prozent. Dagegen gingen die Bauinvestitionen um deutliche 0,9 Prozent zurück.

Die Warenexporte stiegen um 0,5 Prozent, was laut Seco einzig von der Dynamik der Chemie- und Pharmaexporte getrieben war. Die restlichen Segmente waren grösstenteils rückläufig, darunter insbesondere die Ausfuhr von Uhren, Bijouterie und Präzisionsinstrumenten.

Wählt man die Sichtweise von Seiten der Produktion auf die Wirtschaftsleistung so wurde das BIP-Wachstum im dritten Quartal durch die schwache Entwicklung des Energiesektors (-5,3 Prozent), des Baugewerbes (-1,0 Prozent), der Finanzindustrie (-1,0 Prozent) sowie des Handels (-0,9 Prozent) gedämpft. Stützend auf die Konjunktur wirkte dagegen das Wachstum im Gesundheitswesen (+1,1 Prozent), im Versicherungssektor (+0,6 Prozent), innerhalb der Industrie (+0,3 Prozent) sowie bei der öffentlichen Verwaltung (+0,3 Prozent).

Über alles gesehen verlangsamte sich mit dem Nullwachstum des BIP von Juli bis September der Konjunkturverlauf. Im zweiten Quartal war die Schweizer Wirtschaft noch um 0,2 Prozent gewachsen. (sda)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5Alle Kommentare anzeigen
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Yolo 01.12.2015 08:00
    Highlight Als erste Massnahmenpaket gehen dann die Steuern für Reiche und juristische Personen runter, die für den Mittelstand rauf, bei der Bildung wird weiter gekürzt und die Bauern bekommen wie immer ihren Willen...
    30 2 Melden
    • koks 01.12.2015 08:56
      Highlight da muss sich der wähler selbst an der nase nehmen.
      13 0 Melden
  • EvilBetty 01.12.2015 07:59
    Highlight Irgendwann ist halt einfach mal fertig mit Wachstum...
    26 1 Melden
    • Braun Pascal 01.12.2015 08:01
      Highlight klingt komisch is aber so..
      12 0 Melden
    • _kokolorix 01.12.2015 11:11
      Highlight kapitalismus ohne wachstum funktioniert nicht.
      ausserdem gibt es nicht nur quantitatives, sondern auch qualitatives wachstum.
      effizienzverbesserungen sind immer noch massig möglich.
      die produktivität pro geleistete arbeitsstunde steigt nach wie vor ca 2-3% pro jahr. dagegen steigen die löhne nur 0.5-1%. die differenz Flüssen in die taschen der reichsten 5% und diese sparen es oder befeuern damit die finanzmärkte. nur investieren will keiner
      4 0 Melden

«Historisch, überragend»: Schweizer räumen an Berufs-WM zwanzig Medaillen ab

Die Schweizer Delegation hat an den diesjährigen Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi so gut abgeschlossen wie nie zuvor. Das Nationalteam gewann gleich zwanzig Medaillen, davon elf goldene.

Damit belegten die Schweizer in der Nationenwertung hinter China den zweiten Platz, wie die SwissSkills-Nationalmannschaft am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Der Erfolg wurde als «historisch, überragend und überraschend» bezeichnet.

Die Konkurrenzsituation an den sogenannten WorldSkills …

Artikel lesen