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Solche Aussichten gibt's hier fast ohne Anstrengung: Weil bei den folgenden Winterwanderwege-Tipps spult die Bergbahn für dich die meisten Höhenmeter ab.
Solche Aussichten gibt's hier fast ohne Anstrengung: Weil bei den folgenden Winterwanderwege-Tipps spult die Bergbahn für dich die meisten Höhenmeter ab.Bild: Instagram/mim.2508
Rauszeit

7 1/2 kurze Winterwanderungen für absolute Geniesser: Hoch mit der Bergbahn und los

Es muss nicht immer die ewig lange Wanderung sein – schon gar nicht im Winter. Darum kommen hier 7 1/2 Vorschläge, welche auch für Familien und weniger fitte Berggänger sind. Denn eigentlich kann man dabei nur Eines machen: geniessen.
08.03.2022, 23:27
Reto Fehr
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Rothenflue SZ

Von Schwyz aus geht es mit der Rothenfluebahn auf rund 1500 Meter über Meer. Der kurze Rundweg ist für alle machbar, er dauert auf zwei Kilometern nur etwas über 30 Minuten, allerdings locken zwei Berggasthäuser und bieten auch wunderbare Aussenplätze.

Der Blick auf den Grossen Mythen, der Berg, welcher dir spätestens auf der Gondelfahrt auf die Rothenflue Eindruck machen wird.

Aber vermutlich hast du viel länger: weil die Aussicht auf den Grossen Mythen, Schwyz, Einsiedeln, den Vierwaldstättersee und was man sonst noch alles sieht – traumhaft.

Kurz oberhalb des Berggasthauses Rothenfluh: Traumhafte Aussicht auf den Vierwaldstättersee mit Brunnen am Ufer, das Stanserhorn, den Pilatus, die Rigi und wie die Gipfel alle heissen.
Kurz oberhalb des Berggasthauses Rothenfluh: Traumhafte Aussicht auf den Vierwaldstättersee mit Brunnen am Ufer, das Stanserhorn, den Pilatus, die Rigi und wie die Gipfel alle heissen.Bild: Instagram/sophieroxane

Und es hat da auch einen Gleitschirm-Startplatz, an welchem man die Starts der Flieger verfolgen kann. Steil wird’s nur ganz zum Schluss. Aber hey: Es wartet das Restaurant der Bergstation auf dich.

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Lötschentaler Höhen-Panoramaweg VS

Der zweite Vorschlag darf sich höchster Winterwanderweg Europas nennen. Start ist die Bergstation der Hockenhorn-Gondelbahn auf 3111 Metern über Meer.

Bei der Bergstation mit dem Hockenhorn im Blick. Der Winterwanderweg führt links unter dem Gipfel durch.
Bei der Bergstation mit dem Hockenhorn im Blick. Der Winterwanderweg führt links unter dem Gipfel durch.Bild: Instagram/ja_ni_lo_photography

Der Weg ist einfach zu meistern und führt über den Milibachgletscher zu einem Aussichtspunkt beim Schilthornplateau. Es wartet auf dich die Aussicht auf 40 Viertausender, unter anderem das eindrückliche Bietschhorn und natürlich das Matterhorn. Eine Panoramatafel verrät dir die Namen der weiteren Gipfel.

Was für eine Aussicht!
Was für eine Aussicht!Bild: Instagram/cirstie_

Zurück benötigt man maximal 45 Minuten, jetzt gewinnt man knapp 100 Höhenmeter zur Bergstation.

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Diese Winterwanderwege sind gesichert
Die hier vorgeschlagenen Winterwanderwege werden präpariert, gesichert und sind gut ausgeschildert. Es braucht keine Lawinenkenntnisse oder Ähnliches. Aber klar: Wandern musst du selbst und passende Ausrüstung ist sehr zu empfehlen.

Weissenberge GL

Nicht ganz halb so hoch über dem Meeresspiegel wie der Lötschentaler Höhen-Panoramaweg, aber in Sachen Panorama muss sich der Rundweg der Weissenberge im Glarnerland nicht verstecken. Von Matt, kurz vor Elm im Sernftal gelegen, bringt uns die Luftseilbahn über steile Felsen auf die Sonnenterrasse.

Hat da jemand Winterwunderland gesagt?
Hat da jemand Winterwunderland gesagt?Bild: Sandra Lander

Der Rundweg führt durch die Streusiedlung, vom Stigerberg geht es dann wieder runter in sanften Kehren. Hier laden auch zwei Restaurants zur Verpflegung ein. Die ganze Rundwanderung dauert knapp 90 Minuten.

Und dann? Zurück mit der Gondel oder doch die Schlittelfahrt durch die Chrauchbachschlucht bis nach Matt (sofern es die Schneeverhältnisse zulassen).

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Leiterli BE

Am Rande des Skigebiets von Lenk-Betelberg beeindruckt uns auf dem Weg zum Leiterli das sagenhafte Panorama. Nach der Gondelfahrt geht es aber erstmal steil aufwärts. Aber immerhin: Danach haben wir den höchsten Punkt auf 2001 Metern über Meer schon erreicht und es geht sanft abwärts. Allerdings denkt bei der Sicht auf Metschberg, Wildstrubel- und Plaine-Morte-Massiv wohl kaum jemand direkt ans Weiterlaufen.

Übrigens: Trotz des Schnees dürfte man die zerfurchten Hänge erkennen. Im Gipsstein bildeten sich über Jahrhunderte Dolinen (es lohnt sich auch, die Gryden mal im Sommer zu besichtigen). Zum Schluss führt nach rund 70 Minuten Wanderzeit ein letztes steiles Stück zur Bergstation.

Aber ja, vielleicht hast du Lust auf mehr und wanderst auf dem Winterwanderweg zur Mittelstation Stoos. Das sind zwar nochmals rund 2,5 Kilometer Weg, aber es geht grundsätzlich abwärts.

Unterwegs auf dem Winterwanderweg beim Leiterli (Variante Tschätte).
Unterwegs auf dem Winterwanderweg beim Leiterli (Variante Tschätte).Bild: Instagram/mim.2508

Wer es gerne insgesamt etwas anstrengender hat, für den gibt es hier noch den halben Winterwanderweg-Tipp. Man kann nämlich nach dem Gipfel auch rechts runter statt links. Es geht hinunter bis Tschätte und über den Haslerberg zurück Richtung Punkt 1907. Hier würde es links ebenfalls zum Stoos gehen, wir halten uns aber rechts und erreichen nach rund 2 Stunden unseren Ausgangspunkt.

Hier geht's zum Winterwanderweg (erste Variante).

Rosenboden SG

Es gibt Leute, die sagen: Das Toggenburg sei das schönste Tal des Landes. Nun, ich behaupte mal: Der Winterwanderweg vom Chäserrugg – dem östlichsten der sieben Churfirsten – zu den Rosenböden ist einer der schönsten der Schweiz.

Traumhafter Winterwanderweg, fast immer über dem Nebel.
Traumhafter Winterwanderweg, fast immer über dem Nebel.Bild: Shutterstock

Mit der Standseilbahn bis Iltios dann mit der Luftseilbahn zum Chäserrugg und schon bist du auf 2262 Metern über Meer. Von hier kannst du den rund 3 Kilometer langen Winterwanderweg auf dem Hochplateau innert gut einer Stunde bewältigen. Wem das zu lange ist: Der kleinere Rundweg dauert nur rund 20 Minuten ...

Entschädigt wird man mit Blick auf (nicht nachgezählte) 500 Gipfel und bei guter Sicht (nachgezählte) sechs Ländern (Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien). Für mich jedes Mal das Highlight: der Blick runter auf den rund 1800 Meter tiefer gelegenen Walensee.

Der Walensee, rund 1800 Meter unter uns.
Der Walensee, rund 1800 Meter unter uns.Bild: Christina Bonkamp

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Mässplatte GR

Wir wechseln für die letzten beiden Vorschläge nach Graubünden. Los geht es in der Madrisa. Es geht in rund 45 Minuten hinauf zum Aussichtspunkt Mässplatte, welcher grandiose Blicke über das Prättigau bietet.

Das Schöne dabei: Kaum ist man weg von der Bergstation, hört man nichts mehr vom Trubel im Skigebiet. Sitzmöglichkeiten gibt es unterwegs immer wieder. Und diese nutzt man wohl auch mal gern, um einfach in Ruhe den Ausblick zu geniessen. Die ganze Wanderung dauert rund 90 Minuten.

Brambrüesch GR

Den Abschluss bildet ein Klassiker: Von Chur geht’s hinauf nach Brambrüesch und praktisch direkt aus der Seilbahn auf den Winterwanderweg. Erst folgt man noch dem Pistenrand, aber dann biegt man bald ab.

Der Blick zurück nach Chur.
Der Blick zurück nach Chur.Bild: Instagram/backpack.sven

Lohnendes Zwischenziel auf dieser Familienwanderung ist die Edelweisshütte auf fast halbem Weg mit grosser Terrasse. Von hier sieht man auch den Dreibündenstein, rund 400 Höhenmeter weiter oben.

Auch ein guter Ort für ein Päuschen: die Älplibar Brambrüesch (nur im Winter an den Wochenenden und ausgewählten Tagen offen).
Auch ein guter Ort für ein Päuschen: die Älplibar Brambrüesch (nur im Winter an den Wochenenden und ausgewählten Tagen offen).Bild: Instagram/backpack.sven

Übrigens: Für Kinder könnte der Themenweg mit dem Eichhörnchen Brambi für die nötige Motivation sorgen, dass sie die fünf Kilometer in rund 1:45 Stunden bewältigen.

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Du bist lieber mit Schneeschuhen unterwegs? Dann hier lang:

Reto Fehr
Man muss die Schweiz verdammt gut kennen, wenn man sie besser kennen will als Reto Fehr. Mit seiner «Tour dur d’Schwiiz» radelte er 2015 alle damals 2324 Gemeinden ab. Entstanden ist daraus das preisgekrönte Buch «Tour dur d’Schwiiz». Als einer von Wenigen besuchte er somit schon jede Gemeinde der Schweiz. In der Folge absolvierte Reto die Ausbildung zum Wanderleiter des Schweizer Bergführerverbandes SBV und ist in seiner Freizeit meist in der Natur unterwegs, wozu er dich auf seinem Instagram-Account immer mal wieder mitnimmt. Als Mitglied des Rätsel-Kollektivs «geoblog.ch» lässt er die User zudem mehrmals wöchentlich die Schweiz in Bildern entdecken.

Wer lieber länger wandert, dafür noch eine Berghütte findet:

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Distanz: 41 Kilometer
Positive Höhenmeter: 227
Kondition: Mittel
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