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Rechtsextremer Ex-Soldat droht Forscher mit Tod – Belgien sucht diesen Corona-Leugner

Er bedrohte einen Virologen mit dem Tod und ist jetzt auf der Flucht: Die belgische Polizei sucht nach einem mutmasslich rechtsextremen Soldaten. Er ist bewaffnet und könnte ins Ausland fliehen.
20.05.2021, 09:08
Ein Artikel von
t-online

Die Polizei in Belgien hat in einer grossangelegten Fahndung nach einem mutmasslich Rechtsextremen gesucht, der unter anderem einen bekannten flämischen Virologen mit dem Tod gedroht hatte. Nach dem Berufssoldaten wurde am Mittwoch zwischenzeitlich auch mit Hubschraubern gesucht. Auch der Nationalpark Hoge Kempen nahe den Niederlanden wurde der belgischen Bundesanwaltschaft zufolge für die Öffentlichkeit gesperrt, um die Suchaktion in dem 12'000 Hektar grossen Wald- und Heidegebiet nicht zu behindern.

Die Polizei suchte seit Dienstagnachmittag nach dem Mann und schloss zwischenzeitlich nicht aus, dass er ins Ausland flieht. Am Mittwochabend dauerte die Fahndung weiter an.

Soldat stand auf der Terrorliste

Der Soldat habe einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er staatlichen Strukturen und mehreren Personen mit einem Anschlag drohte, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft Belga zufolge. Die Behörden vermuten, dass der 46-Jährige bewaffnet ist.

Der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne sagte dem Bericht zufolge dem belgischen Sender VTM, dass sich die Hinweise gehäuft hätten, wonach der Mann eine akute Bedrohung sei. Der 46-Jährige steht aufgrund seiner rechtsextremen Sympathien wohl seit längerer Zeit auf einer Terroristenliste der belgischen Anti-Terror-Behörde Ocam.

Panzerabwehrrakten in geparktem Auto

Am Dienstagabend fanden die Ermittler in einem Waldstück der Nähe der Ortschaft Dilsen-Stolkkem an der belgisch-niederländischen Grenze ein Auto, das mutmasslich dem Verdächtigen gehörte. Einem Förster war der Wagen aufgefallen. In dem Auto seien vier Panzerabwehrraketen gefunden worden, so die Bundesanwaltschaft.

Der Virologe Marc Van Ranst und seine Familie wurden zwischenzeitlich an einen sicheren Ort gebracht. Gegen Corona-Massnahmen und Impfstoffe zu sein, gehe allzu oft mit Gewaltverherrlichung und rohem Rassismus einher, schrieb der Virologe in der Nacht zu Mittwoch auf Twitter. «Damit eines klar ist: Solche Drohungen machen nicht den geringsten Eindruck auf mich.»

(dpa/t-online)

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