Sport
Fussball

Kein Foul an Mbappé? Das droht Schiri nach Entscheid gegen Frankreich

Kylian Mbappe C of France vies for the ball with Sadio Mane of Senegal during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball 2026 group stage match France against Senegal in at MetLife stadium in ...
Kylian Mbappé wird von Sadio Mané getroffen – Schiedsrichter Alireza Faghani sah kein Foul.Bild: www.imago-images.de

Klarer Penalty? Das droht dem Schiri nach dem Entscheid gegen Frankreich

17.06.2026, 00:3117.06.2026, 00:31

In der 58. Minute zieht Kylian Mbappé auf der rechten Seite an seinem senegalesischen Gegenspieler vorbei und dribbelt sich so in den Strafraum. Kurz danach wird der Franzose von Sadio Mané aber von den Beinen geholt. Der australische Schiedsrichter Alireza Faghani sah dabei kein Foul – auch nicht nach dem Hinweis des Videoassistenten, sich die Szene noch einmal anzusehen. «Der Angreifer initiierte den Kontakt», begründete der 48-Jährige seinen Entscheid auf Abstoss.

Dies sorgt nicht nur beim SRF für Fragezeichen. Sowohl Kommentator Dani Kern als auch Schiedsrichterexperte Sascha Amhof sind sich einig, dass Mané ein Foul begangen habe. «Klarer Penalty», sagte Ex-Schiri Amhof. Auch der ehemalige französische Unparteiische Saïd Ennjimi sagte bei L'Équipe:

«Für mich ist das ein Elfmeter. Kylian Mbappé ist vorbei, Sadio Mané versucht, den Ball zu erobern, kommt jedoch zu spät und trifft ihn mit dem Bein. Mbappé versucht noch, über Manés ausgestrecktes Bein hinwegzukommen, verliert dabei aber das Gleichgewicht.»

Die Franzosen echauffierten sich auf dem Feld und an der Seitenlinie. Der Schweizer Sandro Schärer, der als vierter Offizieller amtete, musste Trainer Didier Deschamps den Entscheid erklären.

Wie hättest du entschieden?
An dieser Umfrage haben insgesamt 365 Personen teilgenommen

Wenig später ist der Ärger der Bleus jedoch verflogen. Mbappé erzielte in der 66. Minute nämlich den französischen Führungstreffer, in der Schlussphase wurde das Spiel gar noch zum Torfestival. Auf das 2:0 von Bradley Barcola (82. Minute) folgten noch Treffer von Senegals Ibrahim Mbaye (95.) und erneut Mbappé (96.), der für den 3:1-Endstand sorgte und sich mit seinem 58. Tor für Frankreich zum alleinigen Rekordtorschützen des zweifachen Weltmeisters machte. Über den Schiedsrichterentscheid mussten sich die Franzosen nicht mehr aufregen.

Referee Alireza Faghani, gestures as France's Ousmane Dembele (7) argues during the World Cup Group I soccer match between France and Senegal in East Rutherford, N.J., near New York, Tuesday, Jun ...
Kommt Schiedsrichter Alireza Faghani nach seinem umstrittenen Entscheid an der WM nochmals zum Einsatz?Bild: keystone

Dennoch könnte dieser Folgen haben. Da grosse Einigkeit bei den Experten herrscht, dass Faghani falsch entschieden hat, dürften dies auch die Verantwortlichen bei der FIFA so sehen. Diese gehen nach Fehlern relativ unzimperlich vor, weshalb es nicht überraschen würde, wenn der gebürtige Iraner in Nordamerika nicht mehr zum Einsatz kommt.

Schon vor vier Jahren in Katar traf Faghani einen umstrittenen Entscheid, woraufhin er nach der Gruppenphase nicht mehr eingesetzt wurde. Dieses Schicksal könnte ihn erneut ereilen. (nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 41
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Da zappelt ein Fisch Muri im Netz

quelle: keystone / peter klaunzer
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schottland-Fans feiern im Baseballstadion
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
6
Offensivspektakel bei Iran vs. Neuseeland endet 2:2 – Saudi-Arabien trotzt Uruguay
Zwei vermeintlich weniger hochkarätige Partien sorgen in der Nacht auf Dienstag für Fussballvergnügen. Doch einen Sieger gibt es weder bei Uruguay und Saudi-Arabien noch bei Iran gegen Neuseeland.
Die nächste kleinere Überraschung an der WM 2026: Saudi-Arabien trotzt Uruguay einen Punkt ab – und dies keineswegs unverdient. In der ersten Halbzeit sind die Saudis in Miami trotz Chancen auf beiden Seiten und einem munteren Auf und Ab die spritzigere Mannschaft. Das zeigte sich symptomatisch in der 41. Minute: Nach einem Abpraller bei Uruguays langjährigem Stammgoalie Fernando Muslera reagierte Alamri am schnellsten und brachte den Aussenseiter in Front.
Zur Story