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WM 2026: Fox und FIFA verdienen mit Werbung in Trinkpausen Millionen

France's Aurelien Tchouameni (8) cools down during a hydration break during the World Cup Group I soccer match between France and Senegal in East Rutherford, N.J., near New York, Tuesday, June 16 ...
Trinkpause beim Spiel zwischen Frankreich und Senegal – für den amerikanischen TV-Sender Fox ein Millionengeschäft. Bild: keystone

So viel Geld verdient das US-Fernsehen mit den zusätzlichen Werbepausen an der WM

Spieler, Trainer und Fans ärgern sich über die als Trinkpausen getarnten Werbeunterbrechungen an der Weltmeisterschaft. TV-Sender Fox verdient damit Millionen.
16.06.2026, 22:2216.06.2026, 22:22

Sie sind das grosse Thema in den ersten Tagen der Fussball-Weltmeisterschaften: die Trinkpausen mitten im Spiel. Jeweils ungefähr in der 22. Minute jeder Halbzeit werden die Partien für drei Minuten unterbrochen, damit sich die Spieler eine Trinkpause gönnen können. Der Weltfussballverband FIFA begründete dies mit der drohenden Hitze während des nordamerikanischen Sommers.

Switzerland's Michel Aebischer squirts water onto his face as the players take a mandatory hydration break during the World Cup Group B soccer match between Qatar and Switzerland in Santa Clara,  ...
Beim Spiel zwischen der Schweiz und Katar in San Francisco war es tatsächlich heiss.Bild: keystone

Doch mittlerweile ist klar: Die Spielunterbrechungen dienen vorwiegend dazu, den TV-Sendern – insbesondere jenen in Nordamerika – zusätzliche Werbepausen zu ermöglichen. Denn die Trinkpausen gibt es in jedem Spiel, egal, ob es tatsächlich heiss ist oder nicht. Auch Trainerlegende Jürgen Klopp schoss kürzlich scharf gegen diese Werbepausen. «Ich frage mich, wem das eigentlich dient. Den Spielern? Den Fans? Oder doch den Werbetreibenden?», fragte der Deutsche. Auch andere Spieler und Trainer haben sich schon negativ darüber geäussert.

Schon 2014 bei der Weltmeisterschaft in Brasilien gab es Trinkpausen – damals allerdings nur, wenn die Temperaturen tatsächlich einen Wert von 32 Grad Celsius überstiegen hatten.

Klar ist: Den TV-Sendern und so auch der FIFA spülen diese zusätzlichen Werbepausen viel Geld in die Taschen. Insbesondere beim US-Sender FOX, der im Gegensatz zu seinem spanischsprachigen Pendant Telemundo jeden einzelnen Unterbruch nutzt, um Werbung zu senden. In 104 Partien mit je zwei Trinkpausen sind das rund 624 Minuten zusätzliche Werbung, die ausgestrahlt werden können. Zumal FOX sich zumindest zum Start der WM auch nicht an die FIFA-Richtlinien gehalten hat, mindestens 30 Sekunden vor Wiederbeginn zurück zum Spiel zu schalten.

Wie das Wall Street Journal berichtet, verkauft Fox 30-sekündige Werbespots mitten während der Vorrundenspiele für 200'000 US-Dollar. Bei Spielen des US-Nationalteams soll der Preis für einen Werbeclip gar 750'000 US-Dollar betragen. Rechnet man mit vier 30-sekündigen Werbungen pro Trinkpause und steigenden Preisen in der K.o.-Phase, soll Fox gemäss «Awful Announcing» über den Verlauf des Turniers nur schon so rund 485 Millionen Dollar an Werbegeldern einnehmen.

Spain head coach Luis de la Fuente talks with Lamine Yamal (19) during the hydration break during the World Cup Group H soccer match between Spain and Cape Verde in Atlanta, Monday, June 15, 2026. (AP ...
TV-Zuschauer bei FOX verpassten die Einwechslung von Spaniens Superstar Lamine Yamal aufgrund der Werbeunterbrechung.Bild: keystone

Kein Wunder, dass FOX und wohl auch die FIFA aktuell kein Interesse daran haben, an der Werbestrategie etwas zu ändern. Gemäss dem «Sports Business Journal» behalten sich die Verantwortlichen beim TV-Sender zumindest die Option in der Hinterhand, auch mal nur Bild-in-Bild-Werbung zu zeigen, statt ganz vom Spiel wegzuschalten. Für englischsprachige WM-Zuschauer in den USA gibt es darum keine Möglichkeit, den Werbungen gänzlich zu entfliehen. So wurde beim Spiel zwischen Spanien und Kap Verde unter anderem die Einwechslung von Lamine Yamal in der zweiten Halbzeit verpasst. (abu)

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Die beliebtesten Kommentare
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ingmarbergman
16.06.2026 23:17registriert August 2017
Hach und wir naiven Menschen dachten mal, Blatter sei der Abgrund der FIFA, schlimmer kann es nicht werden..

Ganz wie bei George W..

Wie tief geht es eigentlich noch, bis es dann vielleicht mal besser wird?
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