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Geheime Wüstenbasis soll Israels Iran-Angriffe gestützt haben

US-Stützpunkt im Irak (Symbolbild): Offenbar hat auch Israel im Irak eine Geheimbasis errichtet.
US-Stützpunkt im Irak (Symbolbild): Offenbar hat auch Israel im Irak eine Geheimbasis errichtet.bild: Khalid Mohammed/dpa

Geheime Wüstenbasis soll Israels Iran-Angriffe gestützt haben

Im Irak soll Israel heimlich eine Militärbasis betrieben haben. Der Aussenposten in der Wüste spielte eine entscheidende Rolle bei Angriffen auf den Iran – und wäre fast aufgeflogen.
10.05.2026, 21:3910.05.2026, 21:39
Ein Artikel von
t-online

Israelische Spezialeinheiten haben einem Medienbericht zufolge während des Kriegs gegen den Iran eine geheime Militärstellung im Irak betrieben. Der Aussenposten in der irakischen Wüste habe der logistischen Unterstützung israelischer Luftangriffe auf den Iran gedient, berichtet das «Wall Street Journal».

Auch Rettungsteams seien dort stationiert gewesen, falls israelische Piloten über dem Iran abgeschossen würden. Die Basis sei bereits vor Beginn des Kriegs aufgebaut worden, schreibt das US-Blatt weiter.

Nach Angaben der Zeitung war die US-Regierung über die Basis informiert. Entdeckt worden sei die Stellung demnach beinahe im März, nachdem Schäfer ungewöhnliche militärische Aktivitäten gemeldet hatten. Als irakische Soldaten den Hinweisen nachgingen, seien sie durch israelische Luftangriffe auf Abstand gehalten worden, heisst es weiter. Dabei sei ein irakischer Soldat getötet, zwei weitere verletzt worden.

Beziehungen zwischen USA und Irak unter Druck

Die israelische Armee wollte den Bericht nicht kommentieren. Die irakische Regierung hatte den Angriff damals öffentlich kritisiert und sich an die Vereinten Nationen gewandt – ohne offiziell zu wissen, wer dahintersteckte. Zu den neuen Angaben äusserte sich Bagdad zunächst nicht.

Brisant ist der Bericht des «Wall Street Journal» auch wegen des engen Verhältnisses zwischen Washington und Bagdad. Die USA verfügen über erheblichen Einfluss auf den Irak: Ein Grossteil der irakischen Öleinnahmen wird über die Federal Reserve Bank in New York abgewickelt.

Zugleich stehen die Beziehungen seit Monaten unter Druck. Hintergrund sind wiederholte Angriffe Iran-naher Milizen auf US-Einrichtungen im Irak, darunter die US-Botschaft in Bagdad und das Konsulat in Erbil. Wegen der Attacken hatte das US-Aussenministerium zuletzt den irakischen Botschafter einbestellt.

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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dWayne Gronson
10.05.2026 22:16registriert Mai 2014
Eines muss man den Israelis lassen: Keiner schafft es, sich trotz Kriegsverbrechen am laufenden Meter so lange den Sanktionen entziehen zu können - Amis hin oder her. Irgendwann werden sie für ihre Greueltaten die Rechnung präsentiert erhalten.
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