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Christoph Blocher und Pascal Couchepin während ihrer gemeinsamen Zeit im Bundesrat.
Christoph Blocher und Pascal Couchepin während ihrer gemeinsamen Zeit im Bundesrat.Bild: KEYSTONE
EU-Debatte

Couchepin: «Blocher kämpft gegen etwas, was noch nicht existiert»

17.05.2014, 11:1717.05.2014, 12:31

Aus Sicht von alt Bundesrat Pascal Couchepin will Christoph Blocher in der Europafrage Emotionen schüren und eine sachliche Diskussion verhindern. Er traue dem Schweizer Volk zu, dass es die Pläne Blochers durchschaue, sagte Couchepin im Interview mit der «Berner Zeitung» vom Samstag.

Wenn eine breite Debatte über die EU stattfinde «und die Schweizerinnen und Schweizer sich ernsthaft mit den Beziehungen zur EU auseinandersetzen, hat er kaum eine Chance», sagte Couchepin.

Nur wenn es Blocher gelinge, einen Abwehrreflex zu provozieren und die Diskussion über eine Lösung zu verhindern, könnte er Erfolg haben, sagte Couchepin über seinen ehemaligen Kollegen im Bundesrat.

Christoph Blocher hatte vergangene Woche seinen Rücktritt aus dem Nationalrat bekannt gegeben und angekündigt, er wolle sich auf den Kampf gegen einen «schleichenden» EU-Beitritt der Schweiz konzentrieren.

Noch keine Lösungsvorschläge

«Es ist typisch, dass Christoph Blocher gegen etwas kämpft, was noch nicht existiert», sagte Couchepin. Der Bundesrat habe ja für die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative wie auch für die Lösung der institutionellen Probleme mit der EU noch keine Lösungsvorschläge ausgearbeitet.

Der ehemalige Walliser FDP-Bundesrat glaubt nicht, dass die Masseneinwanderungs-Initiative zu einem neuen Röstigraben geführt hat. In der Romandie lehnte im Gegensatz zur Deutschschweiz und dem Tessin eine Mehrheit der Stimmbevölkerung die Initiative ab. «Ich würde das nicht überbewerten. In beiden Landesteilen gab es starke Minderheiten», sagte Couchepin. (pbl/sda)

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Er wiederholte es auf «Teleblocher» gleich in drei Sendungen, so, als ob er es seinem Parteikollegen einbläuen wollte. «Guy Parmelin muss ein klares Mandat des Gesamtbundesrats haben», sagte SVP-Doyen Christoph Blocher. «Er darf nicht verhandeln und nichts versprechen, sonst gibt es böses Blut. Er darf nur die Botschaft überbringen: Wir sind festgefahren.»

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