Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mutti will's nochmals wissen: Merkel tritt wieder an – für CDU-Vorsitz und Kanzleramt



epa05632786 (FILE) A file picture dated 20 April 2016 of German Chancellor Angela Merkel at a cabinet meeting in Berlin. According to CDU politician Roettgen Merkel will be running for Chancellor for a fourth time. 'She will be running for Chancellor again', the chairman of the foreign committee of the Bundestag told CNN on 15 November 2016.  EPA/MICHAEL KAPPELER

Will noch ein wenig bleiben: Angela Merkel. Bild: EPA/DPA

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will wieder für den CDU-Vorsitz und das Kanzleramt kandidieren. Das teilte die 62-Jährige am Sonntag im CDU-Präsidium mit, wie die Nachrichtenagentur DPA aus Parteikreisen erfuhr.

«Ich finde es wichtig, dass wir jemanden haben, der die Gesellschaft im Inneren zusammenhalten kann.»

Merkel hatte auch schon zuvor erklärt, dass ihrer Ansicht nach der Parteivorsitz und das Kanzleramt in Personalunion zu führen sind. In den vergangenen Tagen waren immer mehr Unionspolitiker davon ausgegangen, dass sie für beide Ämter erneut antreten wird. Auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel machte deutlich, dass er damit rechnet.

Video: watson.ch

Zum Auftakt des CDU-Präsidiumstreffens hatte Parteivize Armin Laschet gesagt: «Wir haben eine Kanzlerin, und wir wollen auch, dass sie das bleibt.» Sie habe in den vergangenen Tagen und Wochen viel aussenpolitisches Lob erfahren. Aber: «Ich finde es wichtig, dass wir jemanden haben, der die Gesellschaft im Inneren zusammenhalten kann.» Da wünsche er sich, dass Merkel auch über 2017 hinaus Kanzlerin sei.

Die CDU wählt am 6. Dezember beim Bundesparteitag in Essen ihre Spitze neu. Merkel ist seit April 2000 CDU-Vorsitzende und seit November 2005 Kanzlerin. Sollte sie 2017 zum vierten Mal gewinnen, hat sie die Chance, CDU-Mitbegründer Konrad Adenauer und auch Rekordhalter Helmut Kohl einzuholen. Adenauer war 14 Jahre, Kohl 16 Jahre Bundeskanzler.

Merkel gilt trotz der Flüchtlingskrise im vorigen Jahr und trotz der daraufhin einbrechenden Beliebtheitswerte für sie persönlich und die ganze Union als konkurrenzlos in der CDU. International wird sie nach dem Wahlsieg von Donald Trump in den USA als letzte Verteidigerin westlicher Werte gesehen.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama nannte sie «zäh» und erklärte bei seinem Abschiedsbesuch am Donnerstag, wäre er Deutscher, würde er sie wählen. (sda/dpa/afp/reu)

Mehr Informationen in Kürze

Angela Merkel tritt für eine 4. Amtszeit als deutsche Bundeskanzlerin an – wie findest du das?

Merkels Gesichtszüge

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

43 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Alex23
20.11.2016 14:24registriert February 2015
Sehr gut, in diesen windigen Zeiten braucht es eine erfahrene und besonnene Frau wie sie.
So, und nun mögen die Blitze all derer hageln, die hier reflexartig hysterische Anfälle kriegen und nach dem Riechsalz verlangen, sobald über Frau Merkel was Gutes gesagt wird. Auf los geht's los.
5927
Melden
Zum Kommentar
Beobachter24
20.11.2016 14:18registriert August 2014
Armes Deutschland.
Merkel, Gabriel oder Schulz:
Alle drei
- sind für TTIP u. CETA.
- befürworten Sanktionen gegen Russland und schaden somit der deutschen Wirtschaft.
- befürworten die Regime-Change Kriege der Amis, welche Millionen von Flüchtlingen produzieren.
Ich sehe z.Z. nur eine Politikerin, die im Interesse der Deutschen handeln würde: Sahra Wagenknecht. Leider chancenlos.
Bleiben noch die Populisten und Rechtsnationalisten.
Au weia ...
4328
Melden
Zum Kommentar
lilie
20.11.2016 14:24registriert July 2016
Ich finde eigentlich, dass die Merkel das gar nicht schlecht macht.
Klar kann man einzelne Entscheide kritisieren (z.B. finde ich, dass die die EU zu aggressiv und zu schnell ausgebaut hat), aber auch die beste Regierung ist ja nicht fehlerfrei. Und man kann es auch kaum allen recht machen.
Was ich schon eher etwas, naja, verwunderlich finde: Warum darf eigentlich nicht das deutsche Volk bestimmen, wen es an der Spitze haben will? Das würde die Akzeptanz bestimmt massiv fördern!
3016
Melden
Zum Kommentar
43

Warum die Rechtspopulisten an der Coronakrise scheitern

Die Coronakrise überfordert rechtspopulistische Parteien in mehreren Ländern. Ihre Polemik geht ins Leere. Und sie mühen sich mit internen Problemen ab.

Ein «politisches Erdbeben» sagte Heinz-Christian Strache für die Wahlen in Wien voraus. Er sollte recht behalten. Die österreichische Hauptstadt und mit ihr das ganze Land wurden am vergangenen Sonntag erschüttert. Das Beben verlief jedoch ganz anders, als es Strache vorhergesagt hatte.

Der Rechtspopulist verpasste mit seiner Liste den Einzug ins Wiener Parlament klar. Und die FPÖ, die Strache bis 2019 als Obmann angeführt hatte, büsste sagenhafte 24 Wählerprozente ein. Ein Absturz von 31 auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel