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Krieg in Nahost: USA senden weitere Soldaten und Schiffe nach Nahost

KEYPIX - A woman sits on rubble across from a residential building damaged last Monday during the U.S.-Israeli air campaign in Tehran, Iran, Thursday, March 12, 2026. (AP Photo/Vahid Salemi)
Eine Frau sitzt auf Trümmern vor einem Wohnhaus in Teheran, das während der US-amerikanisch-israelischen Luftangriffe schwer beschädigt wurde.Bild: keystone
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Iran droht mit Angriff auf US-Personal in Emiraten ++ Bundesrat spricht neu von «Krieg»

11.03.2026, 05:2014.03.2026, 13:17
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13:49
Berichte: Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen
Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden. Nach dem Angriff von heute früh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei getroffen worden.

Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung.

Das US-Militär nutzt das System C-RAM zum Schutz von diplomatischen Einrichtungen und Stützpunkten im Nahen Osten. Es kann auf Raketen-, Artillerie- und Mörserfeuer reagieren. In Bagdad war heute zu sehen, wie Soldaten Schäden auf dem Dach des Gebäudes prüfen. Die US-Botschaft liegt im stark gesicherten Regierungsviertel, auch bekannt als Grüne Zone.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Mit dem Iran verbündete Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs aber mehrere Angriffe auf US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. (sda/dpa)

13:17
Bundesrat spricht neu von Krieg statt Konflikt
Die USA sind aus Sicht des Bundesrates eine Kriegspartei, wie SRF berichtet. Bisher hat er immer von einem Konflikt gesprochen. Doch nicht nur die Wortwahl ändert sich. Da die USA nun als Kriegspartei gelten, dürfen Waffenexporte nicht mehr bewilligt werden. Zudem darf das US-Militär auch nicht mehr durch den Schweizer Luftraum fliegen. Zwei Überflug-Anfragen wurden bisher vom Bundesamt für Zivilluftfahrt nicht genehmigt, dies jedoch, weil die Abklärungen zu lange gedauert hätten. Neu käme auch ein politischer Entscheid, das Neutralitätsrecht, zum Tragen. (vro)

12:34
Katz sieht Schlüsselmoment im Iran-Krieg gekommen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sieht in der militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran einen Schlüsselmoment gekommen. Der Kampf gegen Teheran intensiviere sich und gehe in die «entscheidende Phase» über, sagte Katz nach Angaben seines Büros. Genaue Zeitangaben machte er nicht. Katz fügte lediglich hinzu, diese Phase werde so lange dauern, wie nötig.

Katz erklärte demnach, die israelische Luftwaffe setze ihre intensive Angriffswelle in der iranischen Hauptstadt Teheran sowie im gesamten Iran fort.

Gleichzeitig rief er die Bevölkerung im Iran zum Widerstand gegen die Führung in Teheran auf. «Nur das iranische Volk kann dem ein Ende setzen – durch einen entschlossenen Kampf bis zum Sturz des Terrorregimes», sagte Katz. Bereits zuvor betonte er, die Angriffe auf Ziele im Iran zielten darauf, dem iranischen Volk zu ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen. (sda/dpa)

12:16
Iran droht mit Angriffen auf US‐Ziele in den Emiraten
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, der Iran betrachte es als sein legitimes Recht zur Verteidigung seines Hoheitsgebiets, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten. Bewohner in unmittelbarer Umgebung von US-Zielen sollten sich in Sicherheit bringen.

Die USA hatten zuvor laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen. Von der Insel Charg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

Die Emirate sind im Iran-Kriegs von den Golfstaaten am stärksten unter Beschuss. Behörden im Emirate Fudschaira teilten heute mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Opfer habe es nicht gegeben. (sda/dpa)


11:17
Ärzte und Sanitäter bei israelischem Angriff getötet
Im Libanon sind offiziellen Angaben zufolge mindestens zwölf Mitarbeiter des Gesundheitswesens bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter seien beim Angriff im Dorf Burdsch Kalauijeh im Süden getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Das Personal sei an einer Einrichtung zur medizinischen Grundversorgung im Einsatz gewesen. Die Rettungsarbeiten dauerten an und die Opferzahl steige möglicherweise noch, hiess es.

«Solche Attacken stehen im Widerspruch zum Völkerrecht, das medizinisches Personal schützt», teilte das Ministerium mit. Es handle sich um den zweiten Angriff auf das Gesundheitssystem im Libanon innerhalb weniger Stunden. Zuvor seien auch Sanitäter in einem weiteren Dorf im Süden angegriffen worden.

Israels Armee teilte auf Anfrage zunächst mit, den Vorfall zu prüfen. (sda/dpa)

10:53
Der Iran ist weiterhin offline – bis auf privilegierte Gruppen
Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

Netblocks kritisierte: «Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.»

Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen organisierten oder frei äussern könnten.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte «weisse SIM-Karten», die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind. (sda/dpa)

7:29
UN-Hilfskoordinator warnt vor Folgen des Iran-Kriegs
UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen. «Die Auswirkungen auf unsere lebensrettende humanitäre Arbeit werden immens sein. Millionen Menschen sind in Gefahr», wurde Fletcher in einer Mitteilung seiner Organisation zitiert. Neben den Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung habe der Krieg auch Folgen für Märkte, Schifffahrts- und Flugrouten sowie Lebensmittelpreise – nicht nur in der Region, sondern weltweit.

Fletcher wies auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise hin, die die weltweiten Transportkosten in die Höhe trieben. Störungen im Flug- und Seeverkehr hätten den Waren- und Personenverkehr verlangsamt, wodurch die Ankunft humanitärer Hilfsgüter um bis zu sechs Monaten verzögert werden könnte. Zudem stünden die globalen Lieferketten unter Druck.

Fletcher warnte vor den Folgen der Sperrung der für den internationalen Schiffsverkehr enorm wichtigen Strasse von Hormus vor der iranischen Küste: «Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter lassen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung wird teurer.» Daher laute seine Botschaft an die Konfliktparteien und alle, die Einfluss auf sie hätten: «Humanitäre Hilfsgüter müssen sicher durch die Strasse von Hormus transportiert werden können.»

(sda/dpa)
6:25
USA greifen iranische Öl-Insel an – Teheran warnt
Die USA haben laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen.

Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er «aus Gründen der Anständigkeit» verzichtet, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, warnte die Führung in Teheran jedoch: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus versuchen zu behindern, werde er diese Entscheidung «sofort überdenken». Von der Insel Kharg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

Der Iran blockiert die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge, der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. US-Kriegsschiffe sollen Trump zufolge in Kürze Tanker durch die wichtige Meerenge begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Einen genauen Zeitpunkt nannte der US-Präsident allerdings nicht.

Bericht; Pentagon schickt Verstärkung nach Nahost

Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Die bereits in der Region eingesetzten US-Streitkräfte erhielten Verstärkung durch Tausende Infanteristen, mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge, berichtete das Nachrichtenportal «Axios» unter Berufung auf einen ranghohen US-Beamten. Die Infanteristen wären dem Bericht zufolge in der Lage, falls gewollt auch Bodeneinsätze durchzuführen.

Ein Sprecher der iranischen Streitkräfte warnte unterdessen nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass im Falle eines Angriffs der USA auf die Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur des Landes «alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden». Die «gesamte regionale Öl- und Gasinfrastruktur, an der die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten ein Interesse haben» werde in dem Fall in «in Brand gesteckt und zerstört», warnte auch die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars.

(sda/dpa)
05:59
USA versprechen Belohnung für Informationen über Irans Führung
Die USA setzen eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar für Informationen über Irans Führung um das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei aus. Es gehe um Führungspersonen rund um die Revolutionsgarden, erklärte das US-Aussenministerium. Modschtaba Chameneis Vater Ajatollah Ali Chamenei war am 28. Februar zu Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran bei einem israelischen Bombardement in der Hauptstadt Teheran getötet worden.



Sein Sohn Modschtaba Chamenei wurde nach Angaben der US-Regierung verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth. Auch Trump sagte dem Sender Fox News, Chamenei sei verwundet. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, Modschtaba Chamenei könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen». Seit Ernennung zum obersten Führer hat dieser sich nicht öffentlich gezeigt.

(sda/dpa)
05:45
Türkei: Erneut iranisches Geschoss von Nato abgefangen
Unterdessen wurde erneut ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss im Luftraum der Türkei von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen. Alle notwendigen Massnahmen würden entschlossen und ohne zu zögern gegen jede Bedrohung des Staatsgebiets und des Luftraums des Landes ergriffen, teilte das türkische Verteidigungsministerium auf X mit.

Die Nato bestätigte das Abfangen einer iranischen ballistischen Rakete, die auf die Türkei zusteuerte. Man bleibe wachsam und stehe fest zur Verteidigung aller Bündnispartner, schrieb eine Sprecherin auf X. Der iranische Führung dementierte den Beschuss. Vom Iran aus sei keinerlei Munition in Richtung der Türkei abgefeuert worden, teilte die Botschaft des Landes in Ankara mit.

(sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
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641 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Nordkorea testete offenbar erneut ballistische Rakete
Diktator Kim Jong-un hat nach südkoreanischen und japanischen Angaben erneut eine atombombenfähige Rakete abgefeuert – während einer Militärübung von Südkorea und den USA.
Die Rakete sei anscheinend ausserhalb der japanischen ausschliesslichen Wirtschaftszone im Japanischen Meer niedergegangen, gab das Verteidigungsministerium in Tokio bekannt. Laut dem südkoreanischen Generalstab in Seoul feuerte Nordkorea mindestens ein Geschoss in östliche Richtung ab. Der erneute Raketentest Nordkoreas erfolgte während einer laufenden Militärübung Südkoreas mit den verbündeten USA.
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