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Flaggen-Fail bei Spotify-Börsengang – Aktie eröffnet bei 165,90 Dollar

Spotify feiert an der Wall Street doppelt Premiere: Die Aktien des Musikstreaming-Dienstes erschienen am Dienstag mit einem Eröffnungskurs von 165,90 Dollar auf den Kurstafeln. Das Unternehmen wählte dabei den Weg über eine Direktplatzierung – ein Novum in der Geschichte der US-Börse Nyse.



Spotify geht an die Börse und macht alles etwas anders als Facebook, Dropbox und Co. Spotify wird mittels einer Direktplatzierung zum börsennotierten Unternehmen, bei der der übliche, von Banken organisierte Preisbildungsprozess im Vorfeld wegfällt.

Schon vor der Börsensause machte allerdings die New Yorker Börse etwas anderes: Sie hisste die falsche Flagge. Statt des schwedischen Blau-Gelb leuchtete das weisse Kreuz auf rotem Grund den Passanten entgegen.

Schon bald machten die ersten Bilder des Fauxpas die Runde.

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Sie haben es versucht ... bild: @svenaxel_ / via @gabrielvetter

Die Schweizer Flagge am Börsengebäude ist kein Fake, wie zum Beispiel diese Aufnahme aus einer andere Perspektive zeigt ...

... aber die Amerikaner haben den Faux­pas inzwischen bemerkt

Und die New York Stock Exchange reagierte mit Humor:

Aktie klettert auf 165,90 US-Dollar

Aber wieder zurück zur Sache: Der ungewöhnliche Weg des schwedischen Musikstreaming-Dienstes an die Börse könnte je nach Erfolg viele Nachahmer finden. «Jeder wird schauen, was mit Spotify passiert», sagt Professor John Coffee von der Columbia Law School.

Und die Beobachter sahen, wie der Kurs der Aktie auf 165,90 Dollar eröffnete. Als Richtwert für Anleger hatte die US-Börse Nyse den Referenzkurs für Spotify-Titel auf 132 Dollar festgesetzt.

Bei der von Spotify gewählten Direktplatzierung gibt es weder eine Werbetour bei Investoren, um die Aktien anzupreisen, noch eine Zeichnungsfrist oder einen Ausgabepreis, der ermittelt wird. Dieser Weg ist preiswert und spart Zeit, ist aber auch mit Risiken verbunden.

2018 peilt das Unternehmen die 200 Millionen-Nutzer-Marke an

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Europa und Nordamerika sind die wichtigsten Märkte für Spotify. bild: statista

Es ist das erste Mal, dass dies an der New York Stock Exchange (Nyse) überhaupt passiert. Beobachter gehen davon aus, dass andere Unternehmen auch auf den Geschmack kommen könnten, per Direktplatzierung an die Börse zu gehen. Interessant könnte der Weg vor allem für Unternehmen sein, die über eine bekannte Marke verfügen, und auch deswegen auf eine Roadshow im Vorfeld eines Finanzmarktdebüts verzichten können.

Zu möglichen Anwärtern zählen die am Privatmarkt bereits teuer gehandelten Mitfahrdienste Uber und Lyft. «Das ist ein grosser Moment für die Wagniskapital-Industrie», sagte der Partner des Finanzinvestors Felix Capital, Frederic Court. Die Direktplatzierung werde Milliarden freisetzen, die an die Investoren zurückgingen und damit letztlich auch mehr Kapital nach Europa brächten.

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Knapp die Hälfte der Spotify-Nutzer sind Abonnenten.

Mögliche Achterbahnfahrt

Da Spotify auf einen klassischen Börsengang verzichtet, muss das Unternehmen auch ohne die normalerweise gängigen Schutzmechanismen von Konsortialbanken auskommen, die einen Absturz der Aktien verhindern. Beobachter rechnen deswegen damit, dass sich die Notierung zu einer Achterbahnfahrt auswachsen dürfte, bis sich der Aktienpreis einmal einpendelt.

Einen Ausgabepreis vorab - wie sonst üblich - für das mit rund 20 Milliarden Dollar bewertete Unternehmen gab es nicht. «Die Direktplatzierung wird dem Unternehmen Geld sparen, aber es wird wahrscheinlich zu Volatilität führen, wenn der Handel startet, weil der Markt erst noch einen verträglichen Preis finden muss», schrieb Analyst Laith Khalaf vom Finanzberater Hargreaves Lansdown.

Obwohl der Streaming-Dienst seit seiner Gründung vor 12 Jahren immer mehr Nutzer gewinnt und der Umsatz steigt ...

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bild: statista

... beläuft sich der operative Verlust bislang auf satte 378 Millionen Dollar.

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Spotify versucht so schnell wie möglich zu wachsen, hierfür nimmt man momentan auch Verluste in Kauf. bild: statista

Uber und Lyft als mögliche Nachahmer

In jüngster Zeit sind mit dem Facebook-Konkurrenten Snap, HelloFresh-Wettbewerber Blue Apron und dem Cloudanbieter Dropbox einige bekannte Startups in den USA den traditionellen Weg an die Börse gegangen - mit ganz unterschiedlichem Erfolg. Während die Dropbox-Aktie am ersten Handelstag um mehr als 35 Prozent kletterte, sieht es für den Kochbox-Anbieter Blue Apron gar nicht gut aus.

Der Börsenwert ist von einstmals 2.5 Milliarden Dollar auf weniger als 400 Millionen Dollar geschrumpft. Ähnlich wie die Snapchat-Mutter Snap konnte Blue Apron die hochgesteckten Erwartungen der Anleger nicht erfüllen. Ob sich künftig mehr Unternehmen für eine Direktplatzierung statt für einen Börsengang entscheiden, hängt wohl einzig und allein von Spotify ab. (sda/reu)

Der US-Streamingdienst Netflix im Abonennten-Hoch

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Video: srf

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43
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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 03.04.2018 23:12
    Highlight Highlight Und dann ists auch noch die falsche Schweizer Flagge 🙈
  • Fischra 03.04.2018 20:57
    Highlight Highlight Naja. Wir sind ja fast Nachbarn und Sweden und Switzerland klingt ja.... naja, nicht ganz gleich. Wenigstens sind wir beide Länder politisch Neutral, was uns verbindet. Die Flaggen haben beide ein Kreuz. Die Farben sind Rot Weiss und Gelb Blau sind auch nicht zu verwechseln. Also das war eine echt peinliche Geschichte was da heute passiert ist. Lachen wir darüber. Denn eigentlich wissen wir es ja 😂😂😂
  • Juliet Bravo 03.04.2018 19:48
    Highlight Highlight Eine ganze Reihe Spitäler, Apotheken (drugstores) oder Ambulanzfahrzeuge in den USA nutzen die Schweizer Fahne.
  • Don Alejandro 03.04.2018 18:05
    Highlight Highlight Autsch🙈. Wie sieht eigentlich die Fahne von SWaziland aus?😂
    • el heinzo 03.04.2018 18:47
      Highlight Highlight 🇸🇿 🙂
    • α Virginis 03.04.2018 23:16
      Highlight Highlight Swasiland hat eine schöne Fahne, ist aber nicht so leicht mit der Schweizer zu verwechseln...

      Benutzer Bild
    • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 04.04.2018 08:14
      Highlight Highlight http://lmgtfy.com/?q=swaziland+flagge
  • Ueli der Knecht 03.04.2018 17:59
    Highlight Highlight Und nicht mal die Schweizerfahne können die richtig. Artikel 1 und Artikel 3, Absatz 1 des Wappenschutzgesetzes (WSchG -
    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20091656/index.html):

    "Das Schweizerkreuz ist ein im roten Feld aufrechtes, freistehendes weisses Kreuz, dessen unter sich gleiche Arme je einen Sechstel länger als breit sind."

    Die vier Arme sind unter sich gleich, aber länger als breit!

    "Die Schweizerfahne zeigt ein Schweizerkreuz in einem quadratischen Feld."

    Quadratisch! Alle Seiten sind gleich - keine der vier Seiten darf übervorteilt oder diskriminiert werden.
  • Bruno S.1988 03.04.2018 17:45
    Highlight Highlight Ich habe mühe Dietikon und Dietlikon zu unterscheiden 🙈 geht es nur mir so?
    • Swarup 03.04.2018 18:42
      Highlight Highlight Dänks, deht wos en media markt het, 😂🤦‍♂️
    • sheimers 03.04.2018 19:00
      Highlight Highlight Kein Problem, wenn's einen Conrad hat ist's Dietlikon, sonst Dietikon. Auf den Mediamarkt kann man sich nicht verlassen, den gibt es an beiden Orten. :-)
    • Lucida Sans 03.04.2018 21:49
      Highlight Highlight Bist du Amerikaner? Falls ja, dann darf man nicht zuviel erwarten. Dietikon - Dietlikon? Schschegal!
    Weitere Antworten anzeigen
  • fimo 03.04.2018 17:32
    Highlight Highlight Alles gut oder? Fail-Tuesday lässt grüssen...
  • AntiGravity 03.04.2018 17:02
    Highlight Highlight Sorry das ist der absolute Klassiker! 😂
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 03.04.2018 16:32
    Highlight Highlight Naja, ich kenne Schweizer, die können nicht zwischen Slowenien und Slowakei unterscheiden. Beide Länder sind nicht wahnsinnig weit von uns entfernt. (Ist jeweils nur Östereich dazwischen.)
    • Yelina 03.04.2018 17:15
      Highlight Highlight Und ich kenne Schweizer, die Nid- und Obwalden nicht unterscheiden können, das ist noch viel näher 😉
    • Luca Brasi 03.04.2018 17:27
      Highlight Highlight Habsburger Reich ist Habsburger Reich und dann haben die auch noch fast die gleiche Flagge. Die machen das doch mit Absicht!


      😜
    • Stan_the_man 04.04.2018 08:54
      Highlight Highlight Slovensky (slowakisch für "slowakisch") vs.
      Slovenski (slowenisch für "slowenisch").

      Klare Sache, oder? 😁
  • El Vals del Obrero 03.04.2018 16:14
    Highlight Highlight Warum wird "Switzerland" eigentlich immer mit "Sweden" und nicht mit "Swaziland" verwechselt? Das Zweitgenannte tönt doch noch viel ähnlicher.
    • Gar Manarnar 03.04.2018 16:16
      Highlight Highlight Ja, hab das auch nie verstanden. Bis auf das Sw am Anfang kling Sweden und Switzerland nicht annähern gleich.
    • bebby 03.04.2018 16:18
      Highlight Highlight Das kommt auch vor - bei der Post schon erlebt...
    • Donald 03.04.2018 16:41
      Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass viele Amerikaner Swaziland kennen. Die meisten Schweizer kennen es wohl auch nur aus Adresseingabeformularen im Internet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pedrinho 03.04.2018 15:55
    Highlight Highlight musik und drogen, passt doch, also haengen wir die fahne vom drugstore raus ;)
  • AustinOsmanSpare 03.04.2018 15:29
    Highlight Highlight Wir sollten mit Schweden fusionieren - dann passiert das nicht mehr. Und die Flugis kriegen wir dann auch zum Heimpreis.
    • NoMar 03.04.2018 16:10
      Highlight Highlight Zudem hätten wir noch schönere Frauen!
    • H. L. 03.04.2018 16:33
      Highlight Highlight Das wäre ein gesellschaftlicher Rückschritt für die progressiven Schweden.
    • Juliet Bravo 03.04.2018 17:24
      Highlight Highlight Und wären EU-Mitglied?😂
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Wenn der Apple-Chef mit dem US-Präsidenten diniert (es ging nicht um Grönland ...)

Spoiler: «Tim Apple» hat sich angeblich besorgt gezeigt über Wettbewerbsnachteile durch drohende US-Zölle. Profitieren würde der grösste Konkurrent.

Apple-Chef Tim Cook hat ein Abendessen mit US-Präsident Donald Trump genutzt, um einen Wettbewerbsnachteil für den iPhone-Konzern durch die amerikanischen Zusatzzölle auf Waren aus China anzuprangern.

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