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10.10.2014; Bern; Eishockey NLA - SC Bern - EV Zug; 
Calle Andersson (Zug) gegen Thomas Ruefenacht (Bern)
(Urs Lindt/freshfocus)

Thomas Rüfenacht (r.) im Kampf mit Calle Anderson im gestrigen Spiel zwischen dem SC Bern und EV Zug. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Nach dem Check von hinten im Spiel gegen den EVZ

Eismeister Zaugg

Wieso die Sperre gegen «SCB-Goon» Rüfenacht und die neue Handhabung bei Matchstrafen richtig ist

Einzelrichter Reto Steinmann hat SCB-Nationalstürmer Thomas Rüfenacht für das Spiel heute gegen Davos gesperrt und mit 500 Franken gebüsst.



SC Bern-Stürmer Thomas Rüfenacht kassierte im Spiel gegen Zug (3:4) in der 53. Minute einen Restausschluss (5 Minuten) wegen eines Checks von hinten.

Der Schiedsrichter entscheidet nur noch auf fünf Minuten und Restausschluss (Spieldauer-Disziplinarstrafe). Ob es sich um eine Match-handelt, liegt nicht mehr in der Verantwortung des Schiedsrichters. Diese Entscheidung fällt Einzelrichter Reto Steinmann am nächsten Tag.

Thomas Ruefenacht, Spieler des SC Bern posiert am Fototermin, am Mittwoch, 13. August 2014, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Rüfenacht: Verpasst die Begegnung gegen Davos aufgrund der Sperre. Bild: KEYSTONE

Diese Regelung macht Sinn

Eine Matchstrafe hat automatisch mindestens eine Sperre zur Folge. Der Schiedsrichter muss nur Entscheide fällen, die das Spiel betreffen. Die Verantwortung für das, was darüber hinaus geht, ist an eine Instanz (den Einzelrichter) delegiert, die in aller Ruhe und nicht in der Hektik des Spiels entscheiden kann.

Der Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport, Reto Steinmann, links, im Gespraech mit Reto Bertolotti, Schiedsrichter-Chef bei Swiss Ice Hockey, im Medienraum der Kloten Flyers vor dem vierten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Fribourg-Gotteron, am Donnerstag, 3. April 2014, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Der Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport, Reto Steinmann (l.) im Gespräch mit Reto Bertolotti, dem ehemaligen Schiedsrichter-Chef bei Swiss Ice Hockey. Bild: KEYSTONE

So hat Reto Steinmann nun ein sogennantes «Upgrade» vorgenommen und den Restausschluss von Thomas Rüfenacht als Matchstrafe mit einer automatischen Spielsperre taxiert. Der Entscheid ist richtig. 

Die Sperre handelte sich der SCB-Nationalstürmer zwar mit einer «Goon-Aktion» (Goon=Raubold) ein und er hat in der Nationalliga bereits vier Saisons mit mehr als hundert Strafminuten hinter sich (06/07 Visp, 08/09 Lausanne in der NLB, 10/11 und 11/12 mit Zug).

Rüfenacht hat einen Ruf in der NLA ...

Aber ein echter «Goon» oder gar ein schmutziger Spieler ist Thomas Rüfenacht nicht. Vielmehr ist er ein rauer, bissiger Stürmer mit einem enormen Siegeswillen, leicht zu coachen und auch dazu in der Lage, einen taktischen Auftrag umzusetzen. In Lugano reifte er in den letzten zwei Jahren zum Nationalstürmer und zuletzt auch zum WM-Spieler. Beim SCB ist er aktuell mit 6 Punkten drittbester Schweizer Stürmer.

Der Ausraster im Spiel gegen Zug ist ein Hinweis auf die wachsende Nervosität beim SC Bern. Für diese Saison gilt sozusagen: Sag mir, wie böse Thomas Ruefenacht ist und ich sage Dir, wie gross Hektik, Verunsicherung und Nervosität rund um SCB-Trainer Guy Boucher sind. 

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