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Brite macht Urlaub in Afghanistan – und erlebt Taliban-Vormarsch

Ein 21-jähriger Brite wollte in seinen Sommerferien Urlaub in einem der «gefährlichsten Reiseländer» machen – und reiste nach Afghanistan. Erst als die Taliban Kabul umstellten, begriff er den Ernst der Lage.
18.08.2021, 08:0618.08.2021, 08:07
Ein Artikel von
t-online

Während die Taliban immer weiter vorrückten, ist ein britischer Student nach Afghanistan geflogen – nicht aus Interesse, sondern nur so zum Spass.

Während die Taliban weitere Städte Afghanistans eroberten und die ersten Regierungen ihre Staatsbürger zur Ausreise aufforderten, entschloss sich der britische Physikstudent Miles Routledge in dem Land Urlaub zu machen, das berichtet «The Sun».

Gefahr gesucht, Gefahr gefunden: Physikstudent Miles Routledge.
Gefahr gesucht, Gefahr gefunden: Physikstudent Miles Routledge.

Freund: «Er ist nur aus Spass dorthin gegangen»

«Ich habe einfach nach den gefährlichsten Reiseländern gegoogelt», sagte der 21-Jährige als Begründung gegenüber der «Times». Seine Reise dokumentierte Routledge über Soziale Netzwerke wie 4chan und das Live-Streaming-Video-Portal Twitch – dort zunächst noch mit teils spassigen Hinweisen an seine Community. So schrieb er, das Doppelbett und die Matratze seien zwar «steinhart», aber ihm gefalle es.

Ein Freund Rotledges sagte gegenüber «The Sun»: «Es ist nicht so, als wäre er dorthin gegangen, weil er sich für das interessiert, was passiert – er ist nur aus Spass dorthin gegangen».

Von den Taliban umstellt

Erst als die Taliban begannen, die Hauptstadt zu umstellen, bekam es der Student mit der Angst zu tun und erkannte, in welch gefährliche Situation er sich gebracht hatte. Immer wieder rief er bei der britischen Botschaft an und versendete E-Mails. Schliesslich habe er einen Unterschlupf in einem «Safe House» der Vereinten Nationen gefunden, berichtet «n-tv».

Am Dienstag habe Routledge nun über Soziale Medien Entwarnung gegeben. Er habe es geschafft und sei mit einem Evakuierungsflug vorerst in Dubai gelandet.

Verwendete Quellen:

(MaM/t-online)

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