Fussball-Nati
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epa04971098 Swiss head coach Vladimir Petkovic (R) celebrates with Xherdan Shaqiri (L) after the UEFA EURO 2016 qualifying group E soccer match between Switzerland and San Marino in St. Gallen, Switzerland, 09 October 2015. Switzerland won 7-0.  EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE

Auch dank Trainer Petkovic und Superstar Shaqiri: Die Schweiz ist an der EM 2016 in Frankreich dabei.
Bild: EPA/KEYSTONE

Pflicht erfüllt, mehr nicht? Das sind die beeindruckenden Zahlen und Fakten zur souveränen EM-Qualifikation der Schweizer Nati

Die sportlich erfolgreiche EM-Kampagne der SFV-Auswahl wird oft auf die Defizite der Konkurrenz reduziert. Dabei haben die Schweizer auch ein paar unumstössliche Fakten in eigener Sache geschaffen.




In statistischer Hinsicht hat der bald vierfache EM-Teilnehmer ein paar spannende Gesichtspunkte zu bieten, mit welchen einige eher skeptische Anhaltspunkte widerlegt werden könnten. Die Zahlen, Auszüge, Quoten und Vergleiche im Detail.

Shaqiris Perspektiven

Eher früher als später wird Xherdan Shaqiri (24) in der 55-jährigen EM-Statistik der Schweizer in der Kategorie der erfolgreichsten Torschützen an die Spitze vorstossen. Mit acht Treffern – 50 Prozent davon markierte er in der aktuellen Ausscheidung – ist der Stoke-Professional hinter dem Ex-Rekord-Stürmer Kubilay Türkyilmaz (9 Tore), aber auf gleicher Höhe wie Fritz Künzli klassiert.

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Das 2:1-Siegtor von Xherdan Shaqiri in Litauen.
gif: srf

Torflut

Mit 23 Plustoren figurieren Shaqiri und Co. nach dem vorletzten Spieltag unter den Top 3 Europas. Einzig Polen mit dem Bayern-Superstar Robert Lewandowski (31 Tore) und England (28) erzielten einen höheren Output. Deutschland und Spanien (je 22) sind unmittelbar dahinter klassiert. Portugal hingegen, das Ensemble des dreifachen Weltfussballers Cristiano Ronaldo, hatte bis zum vorletzten Spieltag erst neun erfolgreiche Abschlüsse vorzuweisen.

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Das wichtigste Tor dieser Quali: Drmics 3:2-Siegtreffer gegen Slowenien.
gif: srf

Endrunden-Abo

Die Konstanz der Schweizer auf Qualifikationsebene ist imposant. Nur europäische Schwergewichte wie beispielsweise der Weltmeister Deutschland oder der EM-Titelhalter Spanien haben innerhalb der letzten zwölf Jahre ähnlich oft ein EM- und WM-Ticket gelöst. Von den vergangenen sieben relevanten Events verpasste der Schweizer Verband einzig die Euro 2012, war im gleichen Jahr aber an den Olympischen Spielen vertreten.

The official Mascot, Super Victor, for the upcoming Euro 2016 soccer championship, poses in front of the UEFA Euro 2016 logo at the Allianz Riviera stadium in Nice, France, October 8, 2015. France will host the 2016 European Championship and the Nice stadium will be one of the 10 venues.  REUTERS/Eric Gaillard

Bei sechs von sieben Enrunden dabei – daran könnte man sich gewöhnen.
Bild: ERIC GAILLARD/REUTERS

Drmic omnipräsent

In Leverkusen bemühte sich Josip Drmic vergeblich um einen regelmässigen Startplatz, der Transfer zu Mönchengladbach veränderte an seiner Nebenrolle (noch) nichts. Im Nationalteam hingegen hat sich der Stürmer klammheimlich einen höheren Status erkämpft. Als einziger der insgesamt 30 eingesetzten Spieler der Ära Petkovic stand er bei sämtlichen neun Spielen der EM-Qualifikation auf dem Platz – sechsmal gehörte der 23-Jährige zur Startelf.

Swiss forward Granit Xhaka, left, and Swiss midfielder Josip Drmic, right, celebrate after winning the UEFA EURO 2016 qualifying soccer match Switzerland against Slovenia at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, Saturday, September 5, 2015. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Nur Josip Drmic spielte an allen neun Quali-Spielen.
Bild: KEYSTONE

Sieben Debütanten

Breel Embolo (Basel), Roman Bürki (Dortmund), Luca Zuffi (Basel), Jean-François Moubandje (Toulouse), Silvan Widmer (Udinese), Marco Schönbächler (Zürich) und Renato Steffen (Young Boys) debütierten seit dem Amtsantritt von Petkovic im Juli vor einem Jahr. Embolo, mit 18 schon der wichtigste Hoffnungsträger beim FCB und bereits an mehreren Treffern im Nationalteam beteiligt, steht dem Stamm näher als alle übrigen Emporkömmlinge.

Swiss Luca Zuffi and Swiss Breel Embolo fights for the ball with San Marino's Lorenzo Gasperoni, from left to right, during the UEFA EURO 2016 qualifying group E soccer match Switzerland against San Marino, at the AFG Stadium in St. Gallen, Switzerland, on Friday, October 9, 2015. (KEYSTONE/Sebastian Schneider)

Zwei von sieben Debütanten: Luca Zuffi und Breel Embolo.
Bild: KEYSTONE

Barça-Verhältnisse

Petkovics taktische Grundhaltung ist offensiv. Nahezu immer formiert er seine Equipe in einem 4-3-3. Auszüge aus der UEFA-Statistik belegen seinen couragierten Stil. In jeder Partie waren die Schweizer mehr im Ballbesitz als die Konkurrenten – also auch in den beiden verlorenen Duellen mit dem makellosen Leader England. Im Schnitt erspielten sie sich eine Marke von 63.66 Prozent und eine Flut von Chancen. Im Hinspiel gegen San Marino resultierte die deutlichste Quote: 71:29 – das ist üblicherweise die statistische Grössenordnung von Barça.

San Marino's Cristian Brolli, right, fights for the ball against Switzerland's Pajtim Kasami, second right, during the UEFA EURO 2016 group E qualifying soccer match between San Marino and Switzerland at the San Marino Stadium in San Marino, on Tuesday, October 14, 2014. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Im Hinspiel gegen San Marino spielte die Schweizer Tiki-Taka.
Bild: KEYSTONE

Viermal in 110 Jahren

Schweizer Erfolge mit sieben Treffern sind in der Länderspielgeschichte der Schweiz eine Rarität. Nur viermal ist eine Sieben zu Gunsten des SFV archiviert: Zwei 7:0-Siege gegen San Marino (2015 und 1991), ein 7:1 gegen Rumänien (1967) und ein 7:5 vs. Holland (1950). Für das Rekordergebnis in 110 Jahren sorgten die Schweizer 1924 beim 9:0-Olympia-Triumph in Paris gegen Litauen.

St. Gallen, 09.10.2015, Fussball EM Qualifikation, Schweiz - San Marino, Goekhan Inler (SUI) erztielt das Tor zum 2:0 gegen Torhueter Aldo Simoncini (STM) (Pascal Muller/EQ Images)

Der zappelt im Netz: Gegen San Marino wäre sogar der absolute Rekordsieg drin gelegen.
Bild: EQ Images

Petkovics Kennzahlen

Im Quervergleich mit seinen prominenten Vorgängern schneidet Petkovic nach dem ersten Jahr gut ab. In den ersten zwölf Partien gewann er bei nur drei Fehltritten im Durchschnitt 1.91 Punkte. Köbi Kuhn startete mit 1.75 Zählern, Ottmar Hitzfeld leistete sich zwar die epochale 1:2-Blamage gegen Luxemburg, seine 2.08-Marke ist mit der besten Auftaktperiode der letzten Dekaden gleichbedeutend. (pre/si)

Bild

Punkteschnitt nach 12 Spielen.
bild: watson

Diese Teams haben sich für die EM 2016 qualifiziert

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AJACIED 11.10.2015 14:24
    Highlight Highlight Naja souverän liegt bei mir nicht immer in der Statistik. Auch wie gesehen gegen San Marino.
    Kein Konzept Mann Spielt einfach mal drauf los. So sehe ich das häufiger.
    • AJACIED 11.10.2015 19:35
      Highlight Highlight Wow gerade immer ein Minus geben. Mann muss mir aber recht geben, dass die Schweiz in den letzten Spielen sehr wenig an Spielkultur bietet.
      Sie könnten so viel mehr. Ich meine Mann gutiert ja immer a der spielt in der buli der andere in England der andere Italien aber es ist vielmals ein geholpere.
      Sry gegen sam Marino 3 Penalty, 2-3 Tore vom goli verschuldet.
      Und wenn die Schweiz einmal das Spiel machen sollte dann sieht Mann die Wahrheit.
      Mann steht lieber in der Defensive.

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