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Schweizer Fussballverband zieht Unterstützung für Infantino zurück

FIFA President Gianni Infantino attends the opening game of the Women's U20 World Cup opening match between Poland and Argentina in Katowice, Poland, Saturday, Sept. 5, 2026. (AP Photo/Beata Zawr ...
Gianni Infantino will FIFA-Präsident bleiben. Darf er?Bild: keystone

Schweizer Fussballverband zieht Unterstützung für Infantino zurück

Noch im Juni stellte sich der SFV hinter Gianni Infantino und dessen Vorhaben, eine weitere Amtszeit lang FIFA-Präsident zu sein. Nun hat sich der Schweizerische Fussballverband umentschieden.
30.09.2026, 17:0730.09.2026, 17:23

Der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) beschliesst, die im Juni 2026 erklärte Unterstützung für die Kandidatur von Gianni Infantino für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident zurückzuziehen. Der Entscheid folge auf eine umfassende Neubewertung der Entwicklungen der vergangenen Monate, teilt der SFV mit.

«Der Schweizerische Fussballverband erwartet von der Führung der FIFA höchste Standards in Bezug auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und institutionelle Verantwortung», liess SFV-Präsident Peter Knäbel ausrichten. «Die im Schreiben vom 21. September von der FIFA angekündigten Schritte sind zwar ein wichtiges Signal und können zu Verbesserungen beitragen. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen zu den Hintergründen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozessen offen.» Da diese nicht überzeugend geklärt seien, könne der SFV die weitere Unterstützung der Kandidatur von Gianni Infantino nicht verantworten.

FIFA President Gianni Infantino, middle, gestures next to Peter Knaebel, President of the Swiss Football Assosiation, right, and Ramon Jesurun, President Colombia Football Federation, right, during th ...
Knäbel (rechts) beim WM-Achtelfinal der Schweiz gegen Kolumbien an der Seite Infantinos.Bild: keystone

Entscheidenden Einfluss hatte der unsägliche Fall Balogun, in dem wohl Infantino auf Druck von US-Präsident Donald Trump eine Sperre gegen einen amerikanischen Spieler aufheben liess. Der SFV geht in seiner Mitteilung konkrekt auf den Fall ein, der die Wettbewerbsintegrität in Frage stellte.

Ebenso hatten Infantinos Pläne von einem Teilverkauf der WM-Rechte an Investoren ihren Anteil am Entscheid des Schweizer Verbands. «Für den SFV sind Glaubwürdigkeit, Transparenz, Rechenschaftspflicht sowie der wirksame Einbezug der statutarisch zuständigen Organe unverzichtbare Voraussetzungen für das Vertrauen in die Führung des internationalen Fussballs und die Integrität der FIFA», hält der Schweizer Verband fest.

Der SFV betont, dass der Entscheid keine Abkehr von der konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der FIFA und der internationalen Fussballgemeinschaft bedeute. Als Verband im Land der Sitze von FIFA und UEFA sei sich der SFV seiner besonderen Verantwortung bewusst und werde sich auch künftig für Transparenz, glaubwürdige und verlässliche Strukturen, regelbasierte Entscheidungsprozesse sowie die Stärkung eines geeinten und integren internationalen Fussballs einsetzen. (ram/sda)

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Gianni Infantino – aus einem Dorf im Wallis an die Spitze der FIFA
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Seit 2016 ist Gianni Infantino Präsident des Weltfussballverbands FIFA. Das waren die wichtigsten Momente und Stationen in der Karriere des Wallisers.

quelle: keystone / tony gutierrez
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